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Das Sojamilch Dilemma

20 Mai

Anmerkung 18.03.14: Die Bruno Fischer Sojamilch wird immer schwerer zu finden, aber Blogleserin Maria hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es die Marke „granoVita“ bzw Grano Vita ebenfalls in Glasflaschen gibt.

Schmerzlich bewusst wurde mir mein Sojamilchverbrauch wärend der No-Plastic Challenge im April.

Bisher habe ich immer die Ein-Euro-„Bio“-Sojamilch vom Aldi gekauft, die ist aber leider nur im Tetrapak erhältlich. Und ich ahnte schon vor der Challenge, dass ich mit diesen Tetrapaks (zum Teil drei in der Woche) sehr zum Plastikmüllberg meines zwei-Personen-Haushaltes beigetragen habe.

Die Sojamilch NICHT mehr zu kaufen war nicht schwer, da ich völlig abgebrannt war letzten Monat. Mir kam das zwar ein wenig betrügerisch vor, da ich nach diesem Monat ganz normal weiter kaufen würde – doch mein Gewissen zwickt und zwackt mich da zu sehr!  (Zudem weiss ich auch nicht wo denn die Sojabohnen für die Milch herkommen… Bio vielleicht, kann trotzdem aus Regenwaldgebieten sein…)                                                       Jedenfalls kann es  so nicht weiter gehen!

Eine studentenfreundliche (sprich: billige!) Sojamilchalternative muss her!!

Schon länger liebäugle ich daher mit einem „Sojamilchbereiter“ und stalke das Internet und Ebay allgemein nach diesem Gerät, dass es in wirklich jeder Qualität gibt. Die, die etwas taugen (naja, von denen ich denke dass sie etwas taugen)  sind auch entsprechend teuer – schwer zu beschaffen für einen bettelarmen, Brennnessel-essenden Studenten wie mich!

Aber der Sojamilchbereiter ist ja eine sehr moderne Erfindung, und ich dachte mir: Die Leute in Asien verarbeiten Sojaprodukte doch schon seit Jahrhunderten! Sooo schwer kann Sojamilch selber machen doch nicht sein.

Tatsächlich! Das Internet bietet eine Reihe von Sojamilchrezepten an, und die lauten immer in etwa so:

12 Stunden Sojabohnen einweichen (Gramm Bohnen pro gewünschten Liter, da gehen die Meinungen auseinander – ich nehme einfach mal 80-100g),

Erster Schritt: Sojabohnen eingeweicht & trocken

….aufkochen (damit die Sojamlich nicht bitter wird)

Nicht überkochen lassen! Dich Küche sagt Danke!

in einem guten Mixer fein pürieren (mit einem Stabmixer wird das nur recht grob) und dann 15 min lang kochen lassen. Nochmal Achtung: kocht leicht über!!

Hier wurde der Deckel im letzten Moment angehoben, um ein überkochen zu vermeiden…

Wenn fertig gekocht, durch ein feines Sieb geben (zusätzlich ein durchlässiges Tuch, meine sind leider NICHT durchlässig ;-), die Flüssigkeit auffangen (ach was?)

Unbedingt ein Tuch benutzen, dass durchlässig ist!!

Ohne Tuch geht’s gleich viel besser!

das pürierte Sojaüberbleibsel – sogenanntes Okara – kann man weiter in Suppen, Waffeln, Bratling u.v.m. zubereiten. Man kann es allerdings nicht „roh“ essen, es muss erst weiterverarbeitet werden.

Das soll euch auch nur einen kurzen Überblick über den Prozess geben (Rezepte gibt’s genug im Internet), mich hat eigentlich der nächste Schritt vor allem interessiert…

Sojajoghurt aus selbstgemachter Sojamilch!! Jawoooooohl, das ist mein großes Ziel.

Der viel genutzte Joghurt-fix Joghurtmacher. Erbstück von Mama!

Nur klappt das mit meinem Ferment nicht so dolle. Das fermentiert zwar ein bisschen, aber das Wasser trennt sich vom „Joghurt“ der total flockig ist und nur im Wasser schwimmt.

Das Ergebnis des Versuchs, Sojajoghurt aus selbstgemachter Sojamilch zu machen.

Als ich die Brühe zurück in den Mixer getan habe, hatte ich dann tatsächlich wieder meine Sojamilch. Mit leicht säuerlichem Geschmack!

Gehört da vielleicht noch ein Schritt dazu, zur Joghurt-tauglichen Sojamilch bereiten? (wahrscheinlich wird die Sojamilch zum haltbarmachen pasteurisiert)

Insgesamt habe ich immer einen ziemlichen Saustall in der Küche verursacht (weil ich bei jedem der drei Versuche auch das ganze Überkochen lies und versucht habe mit dem Tuch zusätzlich zu filtern)

Sojamilch im Glas habe ich schon in meinem geliebten kleinen „Bios“ laden in Augsburg-Haunstetten  gesehen. Sind allerdings nur 750 ml Flaschen (füllt also mein JoghurtGlas nicht ganz auf)… dafür habe ich heute festgestellt, dass die Sojabohnen aus Österreich (das ist definitv kein tropisches Urwaldgebiet!) sind , UND die Flaschen sind Pfandflaschen! – Ich habe jetzt mal eine gekauft. Das es Pfandflaschen sind, ist sehr erfreulich! Bei nicht-Pfandglasflaschen bin ich sehr skeptisch, was das ökolögische angeht. Das braucht doch bestimmt viel energie, die wiederzuverwerten… wie bei Plastik… hm. Der Preis ist zwar ein wenig hoch für nur 750 ml, aber ich werde das vorerst mal übersehen. Zumindest solange meine Ich-hab-wieder-Geld!-Euphorie andauert. Meine Stimmung ist eindeutig zusammen mit meinen finanziellen Mitteln angestiegen!

Bruno Fischer Sojamilch. Schreit eigentlich nach einem Spitznamen. Fischmilch, Sojafisch, Fischsoja, Sojamil…hoppla.

Aber erst mal muss sich diese Sojamilch( Marke: Bruno Fischer)  sich noch als Joghurt-tauglich herausstellen…

Mein Fazit bisher? Gesüßt schmeckt die selbstgemachte Sojamilch gut, aber noch soja-iger als die aus dem Laden. Und ich muss gestehen, dass ich Sojamilch nur zum Backen verwende – im Müsli nehme ich immer meinen geliebten Sojajoghurt!

Sojajoghurt aus Bruno Fischer Sojadrink

Update: Test bestanden!

750 ml passen gerade so in mein Joghurtglas hinein, aber ich liche dann die Flasche noch mit etwas Wasser aus und strecke die Milch noch ein wenig. Hihi!

Update 01/2012

Auf dieser Seite habe ich auch eine Anleitung entdeckt, wie man Sojamilch/Reismilch aus Sojapulver/Reismehl herstellt. Allerdings von mir selbst ungetestet.

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(Verspäteter) Grüner Ostergruß: Wildgemüse

27 Apr

Wenn ich meiner Mutter von meinen Ernährungsgewohnheiten erzähle, meint sie gerne mal, ich sei „von den Höhlenkindern geprägt“. Dabei weiß ich nicht so recht, ob sie das gut oder beunruhigend findet, ich nehms mal als Kompliment – obwohl mich mein Lieblingskinderbuch (das ich gefühlte drei Milliarden Mal gelesen habe und sich seinen Kultstatus allenfalls vielleicht mit Harry Potter teilen muss 😉 sicher nicht zu einer Expertin auf dem Gebiet des Nahrung-selber-Sammelns gemacht hat. Dass es kein Unkraut gibt, habe ich dafür schon früh gelernt – jaaa, Peter Lustig war mein Idol. 😀

Und obwohl ich jetzt bei weitem nicht anstrebe, mich ausschließlich von dem zu ernähren, was ich selber sammeln kann (ich bin zu sehr Stadtkind, um das überhaupt zu wollen), schätze ich ein paar wild gesammelte Ergänzungen zu meinem Speiseplan, die ich im Moment vor allem zu Smoothies verarbeite und ab und an mit Haferflocken als „Frühlingspampe“ esse. Daneben gibt es natürlich Bärlauchbrot, Brennnesselgemüse, Spitzwegerichtee usw., die alle irgendwann schon mal in meinem Magen gelandet sind.

Und nach dem meine Ostermontagsbeschäftigung in einem „Kräuterlauf“, also einem Spaziergang mit einer „Kräuterpädagogin“ bestand, und ich dabei noch Einiges dazu gelernt habe, ist im Moment auch meine Motivation groß, mein bisheriges Wissen zum Thema Wildkräuter ein bisschen zusammenzufassen.

Und warum bitte soll es „grün“ sein, solche Gewächse in den Speiseplan zu integrieren? Ich bin einfach ein großer Freund davon, vorhandene Ressourcen auch zu nützen, bevor man sich nach auswärtigen, energie- und rohstoffintensiveren Alternativen umsieht. Im Klartext: Ich schätze, Brennnesselgemüse aus dem Garten ist besser für die Umwelt als Tiefkühspinat – es seidenn, man geht so weit, die Nesseln in seiner Gier völlig auszurotten, was dann zumindest suboptimal wäre.

Giersch – Seit ich den nicht mehr für meine Meerschweinchen sammle, esse ich ihn eben selbst. Etwas problematisch ist an der Pflanze, dass es wohl einige giftige Pflanzen gibt, mit denen man ihn verwechseln kann. Um sicher zu gehen, rieche ich – wie beim Bärlauch – erst mal an den Blättern, um festzustellen, ob ich wirklich die richtige Pflanze erwischt habe – allerdings lässt sich der Geruch leider nicht so leicht auf einen Punkt bringen wie der Knoblauchgeruch des Bärlauchs. Außer LECKER fällt mir dazu nicht viel ein. 😉 Wikipedia beschreibt den Geruch und Geschmack als ähnlich wie Petersilie… jetzt, wo ichs mir überlege, das könnte stimmen. Außerdem sagt diese Quelle der Weisheit (ja, ich weiß. 😀 Aber Wikipedia gibt zu solchen Themen einfach am schnellsten am meisten her), das Kraut sei ein guter Lieferant für Vitamin C, Kalium, Carotin und Eisen.

Ich mixe es meistens in meine Smoothies, es eignet sich aber auch als Salatergänzung.

Brennnesseln – Wahrscheinlich das „abartigste Unkraut“ auf meiner Liste… und vermutlich fragt sich jeder, der es noch nie gegessen hat, ob das im Mund nicht brennt. Tut es nicht. Gekocht wird es mehr oder weniger zu Spinat… und auch roh kann man es so verarbeiten, dass die Brennhärchen nicht mehr stören – zermixt als Smoothie (Ich gebe mich als Junkie zu erkennen) oder (allerdings habe ich das nur gelesen und nie persönlich ausprobiert) durch Mischen im Salat.

Soll wieder viele Vitamine enthalten und, was mich überrascht hat, jede Menge Eiweiß – laut meiner nicht ganz wissenschaftlichen Recherchequelle 😉 mehr als Sojabohnen.

Sauerampfer – Trotz vieler, vieler Warnungen vor eventuellen Spritzmitteln auf der Wiese kann ich bis heute schlecht vorbeigehen, wenn ich diese Köstlichkeit irgendwo entdecke. Am liebsten esse ich die Blätter pur – inzwischen habe ich auch Sauerampfer-Saatgut im Handel gefunden und selbst mal welchen gezogen, was zeitweise dazu führte, dass ich genug hatte, um ihn auch als Smoothie-Beigabe oder als Suppe auszuprobieren. Alles sehr delikat!

Leider war das Gärtnerglück nicht von sehr langer Dauer und das Wildsammeln bietet neben dem Problem, dass man nie weiß, was bereits darauf verspritzt wurde, auch jenes, dass es bei den kleineren Blättern des wilden Sauerampfers sehr lange dauern würde, eine Menge zu sammeln, die über einen schnellen Snack am Wegesrand hinausgeht.

Sauerklee – genauso lecker wie der Sauerampfer und mit ähnlichen Warnungen behaftet. Hier ist es der Fuchsbandwurm, von dem meine Mutter immer befürchtet hat, dass ich ihn mir einfange. Ist bisher zum Glück nie passiert, aber das ist wohl mehr auf Glück als auf Verstand zurückzuführen.

Die hellen Einsprengsel gehören nicht zum Erscheinungsbild - das sind Pollen, die sich auf dem Klee abgelagert haben.

Löwenzahn – zugegeben etwas bitter. Zumindest die Blätter. Gelegentlich mische ich ihn trotzdem unter meine Smoothies – in hömöopathischen Dosen. Ansonsten habe ich schon ausprobiert, Ersatzkaffee aus den Wurzeln herzustellen, was zwar gut geschmeckt hat, aber eine Heidenarbeit war – Eichelkaffee ist bei weitem einfacher herzustellen. Und im Moment zieht ein Blütensud auf dem Herd, der morgen früh zu einem Gelee – „Löwenzahnhonig“ – verarbeitet werden soll. Mal sehen, wie das schmeckt.

Bärlauch – Über keine Pflanze habe ich so viele abschreckende Geschichten gehört wie über diese. Oder vielmehr über diejenigen, mit denen der Bärlauch gern verwechselt wird – giftiges Zeug wie Maiglöckchen usw. Weil Bärlauch aber so unglaublich lecker schmeckt, jedes Frühjahr tonnenweise aus der Erde schießt und mit dem einfachen Trick, ein Blatt abzupflücken und daran zu schnuppern (sollte nach Knoblauch riechen) ziemlich zweifelsfrei zu erkennen ist, sammle ich ihn weiterhin. Ich sollte allerdings hinzufügen, dass man mich vor dem reinen Vertrauen auf die Geruchsprobe gewarnt hat – immerhin kann der Knoblauchgeruch auch von früher gefundenen Bärlauchblättern noch an den Fingern haften und dann so wirken, als ginge er von der Pflanze aus.

Hat man dann aber mal das richtige Kraut gefunden, lässt es sich verarbeiten als Pesto (ich suche noch nach einem guten Rezept), Bärlauchsuppe, Gewürzkraut oder einfach nur pur aufs (Butter-)Brot. Nach einer Möglichkeit der Haltbarmachung suche ich noch, denn wie gesagt – meine Pesto-Versuche lassen bisher zu Wünschen übrig.

Gänseblümchen – Vor allem nett als essbare Dekoration – die Blüten, meine ich. Die Blätter habe ich früher als Tee gesammelt… aber, so weit ich weiß, nie getrunken. 😀 Das war wohl ein akuter Anfall von „Oh, ich kenn diese Pflanze und sie hilft gegen irgendwas (und seis auch noch so abwegig) – SOFORT SAMMELN!“

Schafgarbe – auch das habe ich lange Zeit als Tee gesammelt, aber eher weniger getrunken. Jetzt habe ich auf dem Kräuterspaziergang erfahren, dass man sie auch als Salatzugabe verwenden oder mit Butter und Zitronensaft vermischt als Brotaufstrich verwenden kann. Letzteres werde ich womöglich (unter Austausch der Butter gegen Margarine oder Pflanzenöl) bald einmal ausprobieren.

Buche – Auch das ist eine neue Entdeckung für mich – die jungen Blätter geben, wie ich seit Montag weiß, eine gute Salatbeigabe ab. Sehr zu meiner Verblüffung schmecken sie leicht säuerlich, wie übrigens auch die jungen Triebe von Fichten – das wusste ich allerdings schon länger.

Bayern2: „Das Hühner-Dilemma – Reizthema Massentierhaltung“. Und wieder stirbt ein Mythos.

22 Apr

Es gab mal eine Zeit, da habe ich lieber Hühnerfleisch gegessen als anderes Fleisch, „weil es ja fürs Klima viel besser ist“ – der CO2-Ausstoß pro Kilo ist bei Geflügelfleisch tatsächlich niedriger als bei anderen Fleischarten.

Aber wie es manchmal so geht, bin ich dabei dem bequemen Irrtum aufgesessen, dass ich mich jetzt mit dem Thema Fleisch genug beschäftigt hätte, und habe – obwohl mir irgendwie durchaus klar war, dass Massentierhaltung noch ganz andere Probleme verursacht als eine hohe CO2-Belastung der Atmosphäre – die Problematik für mich auf sich beruhen lassen.

Es sollte also nicht überraschen, dass mich eine Sendung, die gestern Abend von Bayern2 gesendet wurde, für mich einige üble Überraschungen bereithielt, obwohl ich mich normalerweise, was Umwelt- und Tierschutz angeht, als gut informiert betrachte. In dem Beitrag „Das Hühner-Dilemma – Reizthema Massentierhaltung“ hat sich der Sender mit den verschiedensten Aspekten der Hühnerhaltung beschäftigt und räumt vor allem mit dem Mythos auf, Hühner existierten immer noch als „Zweinutzungs-Huhn“ – nämlich als Eierproduzenten, die irgendwann auch Fleisch liefern.

Im Gegenteil, laut Beitrag sind Legehennen inzwischen so aufs Eierlegen gezüchtet, dass sie kaum noch Fleisch ansetzen – egal, ob das betreffende Tier nun männlich oder weiblich ist. Das bedeutet auch, dass männliche Küken praktisch nutzlos sind und noch am ersten Lebenstag geschreddert werden, weil es schließlich niemandem zu Gute käme, sie aufzuziehen. Die Tiere selbst sind in diesem Zusammenhang wohl „niemand“ –  allerdings ist auch zweifelhaft, ob die weiblichen Hühner, die ihr Leben noch eine Weile lang weiterführen dürfen, wirklich zu beneiden sind.

Und damit kommen wir zum zweiten Mythos, dem ich bisher auch aufgesessen bin: dass „Bodenhaltung“ eine tiergerechtere Art der Hühnerhaltung darstellt als andere Haltungsformen (Stichwort „Legebatterie“ oder „Kleingruppenhaltung“): Die Haltung auf engem Raum ohne Gelegenheit zum Auslauf, Scharren und Picken leistet nämlich zumindest bei einer Hühnerrasse dem „Federpicken“ Vorschub, einem Verhalten, bei dem die Hühner anstatt auf dem Boden aneinander herumpicken und ihr auserkorenes Opfer irgendwann umbringen und eventuell sogar auffressen.

Was die Sendung von Bayern2 allerdings enorm bereichert, ist, dass sie nicht nur solche Problematiken anspricht, sondern auch, wie Wissenschaftler damit befasst sind, sie zu lösen. Mein Fazit dazu lautet, dass keiner der heute praktikablen Lösungsansätze gut genug ist, um mich zu überzeugen, und die einzige Möglichkeit, Tierquälerei zu verhindern, wieder einmal ist, nur solches Fleisch und solche Eier zu konsumieren, bei denen man absolut sicher sein kann, dass sie unter Bedingungen produziert wurden, die man selbst gutheißen kann. Aber wo kann man das schon, es seidenn, man zieht die Hühner zufällig selbst? Eben.

Also mal wieder ein Argument dafür, den Fleischkonsum drastisch herunterzufahren.

Die Sendung lässt sich unter http://www.bayern2.de als Podcast herunterladen. Ich selbst habe sie mir auch abgespeichert, sollte sie also nicht mehr verfügbar sein, kann ich sie gerne weitergeben.

3Sat: „Bio für die Massen…?“

19 Apr

Gestern war im 3Sat der Film „Bio für die Massen…?“ zu sehen, der der Frage nachgeht, ob Bio gleichzusetzen ist mit nachhaltig, ob ein nachhaltiger Ernährungsstil für die breite Masse der Bevölkerung zu bewerkstelligen ist, usw.

Das Thema wird aufgerollt anhand einiger Beispiele (Bio-Bananen aus Ecuador, „nachhaltige“ Thunfischzucht), schlägt aber auch den Bogen zu den größeren Zusammenhängen. Besonders positiv fand ich in diesem Zusammenhang, dass, wie man es von einem journalistischen Beitrag erwarten darf, sowohl Stärken als auch Schwächen bzw. Lücken im System der biologischen Landwirtschaft aufgezeigt wurden, und trotz positiver Worte über die Auswirkungen einer Umstellung auf Bio-Landwirtschaft nicht so getan wurde, als wären damit alle Probleme bereits gelöst.

Wiederholt wird der Beitrag am 18.4. um 21.30 Uhr, und weil ich nicht weiß, wie lange die Info-Seiten dazu im Internet abrufbar sein werden, hier der Teil, der mich persönlich am meisten beeindruckt hat, weil er nicht nur etwas bestätigt, das ich schon oft gehört habe und schon länger gefühlsmäßig weiß (wir werden unseren Konsum an Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs erheblich einschränken müssen, wenn wir uns nachhaltig ernähren wollen), sondern dieses „Wissen“ auch mit ein paar Zahlen unterfüttert:

Jesko Hirschfeld, Agrarökonom, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung:
„Die Landwirtschaft trägt in nicht unerheblichem Masse zum Klimawandel bei. In Deutschland macht sie ungefähr 13 Prozent der Treibhausgasemissionen aus. Das ist ungefähr so viel, wie der gesamte Straßenverkehr ausmacht und durch eine klimafreundliche Umstellung der landwirtschaftlichen Produktionsverfahren, wozu auch eine Umstellung zum Ökolandbau gehören würde, könnte man die Hälfte der Treibhausgasemissionen einsparen.

  Ist das realistisch? In einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung hat Jesko Hirschfeld Szenarien für Deutschland errechnet. Für eine komplette Umstellung auf klimafreundlichen ökologischen Landbau bei gleichbleibendem Konsum würden 70 Prozent mehr landwirtschaftliche Fläche benötigt als heute. Denn der Ökolandbau erwirtschaftet geringere Erträge pro Hektar. Für Deutschland undenkbar.

   Jesko Hirschfeld, Agrarökonom, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung:
„Deshalb haben wir ein zweites Szenario betrachtet und haben uns gefragt, was wäre denn auf der deutschen landwirtschaftlichen Fläche, so wie sie heute benutzt wird, möglich und haben gesagt, wir produzieren die gleiche Menge an pflanzlichen Lebensmitteln, wie viel tierische Lebensmittel wären dann noch möglich. Das wären nur noch 30 Prozent von dem Fleisch und der Milch, die heute produziert werden. Damit ließe sich dann aber eine Reduktion von Treibhausgasen um 70 Prozent der Menge, die die Landwirtschaft heute emittiert, leisten. Aber das würde natürlich eine deutliche Umstellung des Konsummusters bedeuten, eben nur noch 30 Prozent tierische Lebensmittel gegen dem, was heute im Durchschnitt konsumiert wird. Dazu raten aber auch gleichzeitig die Ernährungswissenschaftler und sagen, das wäre auch viel gesünder.“
Quelle: 3Sat

Abfallfreies Einkaufen und Plastiktütenverbot

14 Apr

Manche Produkte lassen sich relativ einfach plastikfrei einkaufen. Brot beispielsweise bekomme ich bei fast jedem Bäcker in der Papiertüte ausgehändigt – aber ist das eine ideale Lösung? Immerhin bleibt es dabei, dass für ein Produkt, das ich grade mal für den Weg vom Bäcker nach Hause „brauche“, Rohstoffe verpulvert werden. Das selbe gilt für Papier-Tragetaschen, die an der Supermarktkasse als Alternative zu Plastik angeboten werden. Zwar würde ich sie in einem Notfall – das heißt, wenn ich dringend große Mengen kaufen müsste und keine Möglichkeit hätte, auf Mehrwegtaschen zurückzugreifen – den Plastiktüten immer noch vorziehen. Denn die Tatsache bleibt bestehen, dass sich eine Papiertasche leichter entsorgen – sprich recyceln oder kompostieren – lässt als ihr Plastik-Gegenstück. Aber als Freibrief zum Verwenden von Papiertüten sehe ich diesen Vorteil noch lange nicht an, und das nicht nur wegen der unvermeidbaren Verschwendung von Rohstoffen:

In einer Publikation des Umweltbundesamtes heißt es mit Bezug auf Papier-Tragetaschen:

Die gängige Meinung, Papier sei generell besser als Kunststoff, stimmt nicht. Für Tragetaschen aus Papier sind besonders lange und damit reißfeste Zellstofffasern notwendig, zuvor behandelt mit Chemikalien. Ob
Papiertüten im Einzelfall besser oder schlechter sind als Tüten aus Kunststoff, hängt vom verwendeten
Rohstoff (Altpapier oder Recyclingkunststoff) und der Art der Entsorgung ab. Die Unterschiede
zwischen Papier- und Kunststofftüten werden jedoch bedeutungslos, wenn man bedenkt,
dass es mit der Mehrweg-Einkaufstasche eine wesentlich bessere Alternative gibt.

 

Wie so vieles hat auch die Frage, wie wir unsere Einkäufe nach Hause tragen, natürlich mehrere Dimensionen: Die eine ist meine ganz persönliche Entscheidung, die zwar absolut betrachtet keine große Wirkung haben mag, aber den Vorteil hat, dass ich die Möglichkeit habe, direkt und sofort darauf Einfluss zu nehmen. Einige Ansätze, wie ich mein Aufkommen an Verpackungsmüll reduziere, weiter unten in diesem Beitrag und sicherlich noch oft in zukünftigen Blogeinträgen.

 

Vom Sinn und Unsinn der gesetzlichen Regelung

Die zweite Dimension, die sehr viel mehr Menschen betreffen kann und damit auch die größere Wirkung erzielt, ist die gesellschaftspolitische. Beispielsweise wird immer wieder darüber diskutiert, ob man Plastiktüten nicht generell verbieten sollte – einige Länder haben das bereits getan. Das Problem: Wenn die Einstellung erhalten bleibt, dass es normal und problemlos ist, für jeden Einkauf eine neue Wegwerftüte zu verwenden, weichen Konsumenten unter Umständen einfach auf Papiertüten aus, was, wie oben bereits angedeutet, keine wirkliche Verbesserung der Lage darstellt.

Die wesentlich bessere Alternative scheint eine Steuer bzw. Abgabe auf Einweg-Einkaufstüten zu sein – die sowohl auf die Plastik- als auch auf die Papiervariante erhoben wird. Dabei bleibt es erstens dem Staat erspart, weitere unsinnig kleinteilige Verbote zu erlassen, während Verbraucher weiterhin im „Notfall“ zu praktischen Einwegtüten greifen können.

Zweitens wird der „Ausweicheffekt“ verhindert und stattdessen – hoffentlich – wirklich für eine größere Anzahl anMenschen eine Motivation geschaffen, Mehrwegtaschen zum Einkaufen mitzubringen. Um das zu gewährleisten, muss natürlich die Abgabe pro Einwegtasche auch spürbar sein – zwei, drei Cent machen kaum einen Unterschied. Dass eine spürbare „Besteuerung“ auch einen spürbaren Nutzen nach sich ziehen würde, lässt sich meiner Ansicht nach leicht nachvollziehen, wenn wir einen Blick auf das werfen, was heute schon Gang und Gäbe ist: in den meisten Lebensmittelmärkten sind Einkaufstüten – egal ob ein- oder mehrweg – nur gegen Aufpreis zu haben, in anderen Läden, beispielsweise Modegeschäften, werden sie kostenlos angeboten – wenn man die Selbstverständlichkeit, mit der sie einem nachgeworfen werden, noch als „Angebot“ bezeichnen will. Im Supermarkt beobachte ich eher selten, dass jemand zur Einwegtasche greift – Passanten mit Taschen, die das Logo eines Modelabels tragen, gehören dagegen zur Grundausstattung  jeder Fußgängerzone.

Dass sich eine Tüten-Abgabe realisieren lässt, zeigt das Beispiel Irland, wo sie bereits seit 2002 besteht.

Obwohl ich von Unterschriftenaktionen für das Plastiktüteverbot gehört habe, hat sich mir aber leider bisher noch nicht erschlossen, wie sich die Abgaben-Alternative unterstützen ließe. Sobald ich es herausfinde, mehr dazu.

Man könnte die Idee natürlich auch weiter denken – was ist mit den anderen Einweg-Verpackungen, die Straßen und Fußgängerzonen „verschönern“? Wie wäre es wohl, wenn wir für jeden Plastikeisbecher und jeden Coffee-To-Go-Becher einen Aufpreis zahlen müssten? Würde das mehr Leute motivieren, über abfallfreie Alternativen nachzudenken – beispielsweise einen Mehrwegkaffeebecher, womöglich sogar mit Thermosfunktion, um den Koffeinschock schön warm zu halten?

 

„Ich bin komisch, ich darf das!“ – abfallfreies Einkaufen

(Christiane, falls du das hier jemals lesen solltest, vielen Dank für diese auf alle Lebenslagen anwendbare Ausrede. :D)

Womit wir bei der Eigeninitiative wären. Manche Dinge, beispielsweise die Stofftüte für den Wocheneinkauf oder der wiederbefüllbare Thermos-Kaffeebecher scheinen sich ja glücklicherweise langsam durchzusetzen. Jedenfalls haben die meisten Menschen schon mal davon gehört – auch wenn erstaunlich wenige auch bereit sind, den minimalen Mehraufwand zu betreiben und damit Müll einzusparen.

Mit anderen Ideen wird man zwar mitunter etwas schräg angeschaut, bekommt aber in der Regel seinen Willen – so wie ich mit meinem Stoff-Brotbeutel, der Konsequenz aus der einleitenden Überlegung:

 

Durch ein paar zusätzliche Nähte umfunktioniertes Messemitbringsel von meinem Papa - zwar nicht plasitkfrei, aber sicherlich ressourcenschonender als ein niegelnagelneuer Baumwollbeutel

 

 

Und dann gibt es noch diejenigen Alternativen, die sich zwar bieten, aber nicht nutzen lassen – das durfte ich bei einem charmanten Gespräch an der Käsetheke eines Lebensmittelmarktes feststellen, wo sich die Verkäuferin schlicht weigerte, mir meinen Käse in eine mitgebrachte Glasdose abzupacken. An sich kein Problem, dachte ich, schließlich wird der Käse frisch geschnitten und dann erst verpackt. Es dürfte also doch wohl relativ egal sein, ob er in meine Dose oder eine 08/15-Wegwerfverpackung wandert? Fehlanzeige.

Die erste Verkäuferin, an die ich geriet, erklärte mir, sie müsste erst ihre Kollegin fragen, ob das ginge, und wollte schon damit anfangen, mir den Käse aufzuschneiden – natürlich unter Zuhilfenahme des plastikbeschichteten Papiers, das ich ja eben vermeiden wollte. Ich habe sie also gestoppt und erklärt, ich wollte erst wissen, ob ich meinen Käse so verpackt haben kann, wie ich das möchte, bevor sie ihn aufschneidet.

Erneutes Warten, dann erschien die Expertin – die mir rundheraus erklärte, sie könnte so was nicht machen.

Da müsste sie ja schließlich die Waage neu tarieren, habe ich auf meine Frage nach dem Grund erfahren.

Das würde dann dauern.

Und obwohl die Gewichtsangaben von Papier und verschiedenen Plastikbechern, wie ich gehört habe, sowieso eingespeichert sind (also vermutlich nicht gänzlich verloren gegangen wären, wenn sie auch noch meine Glasdose gewogen und dieses Gewicht dann von meinem Einkauf abgezogen hätte), schien das ein großes Problem zu sein.

Dabei war ich, wie ich hinzufügen möchte, weit und breit die einzige Kundin, ich hätte also niemanden ungebührlich lange warten lassen.

Sie könnte mir den Käse ja einpacken und ich könnte ihn dann selbst umpacken, lautete der Vorschlag.

Riesenidee. 😀

Schließlich habe ich ihr erklärt, ich würde meinen Käse woanders einkaufen, seitdem aber keinen Versuch gestartet, in einem anderen Laden das selbe zu probieren. Ein bisschen Käse war mir einfach bisher eine neuerliche Diskussion nicht wert. Vielleicht besser so – schließlich habe ich inzwischen herausgefunden, dass Käse in der Klimabilanz schlechter abschneidet als manche Fleischsorten – einige Tabellen ordnen ihn sogar noch CO2-„belasteter“ ein als Rindfleisch, andere vor diesem, aber hinter Schweine- und Geflügelfleisch. Die Unterschiede ergeben sich, nehme ich an, je nach dem, welche Faktoren in die Berechnung der CO2-Bilanz mit einbezogen werden. Ermutigend ist nichts von alledem, eher ein weiteres Argument, sich vegetarisch zu ernähren.

Wenn Käse bloß nicht so lecker wäre…

Die Sprossenzucht einer Studentin

12 Apr

Bestimmt hat jeder mal als Kind ein mal Kresse auf einem Teller oder in einem Kresseigel angebaut. Die verschiedenen Keimgläser, die ich im Alnatura, Basic oder Bios sah, machten mir dann Lust, es wieder zu probieren. Auch, dass ich bei meiner Suche nach pflanzlichen Quellen von Vitamin B12 auf Alfalfa gestossen war, hat mich dazu motiviert.

Nach einigen Fehlschlägen mit uralten Kressesamen und einem vermutlich ebenso alten Kresseigel kaufte ich mir verschiedene frische Samen – Alfalfa, Rucola und Kresse – nach…

…und von meiner Mutter stibitzte ich mir eine Packung Mungbohnen (auch Mungobohnen, in Deutschland oft fälschlicherweise  “Sojasprossen” genannt in der Umgangssprache).

Zunächst einmal versuchte ich meine Keime in Gläsern aufzuziehen; Das funktionierte mit den großen Mungbohnen gut,

doch die kleinen Samen (Alfalfa, Kresse, Rucola) bilden nach dem Einweichen eine Schicht um ihr Äußeres. Wegen der kleinen größere und den klebrig-glitschigen Hülle, war es schwierig diese gut durchzuspülen. Die Keime schwammen trotz abgießen immer noch im Wasser – das erhöht die Schimmelgefahr erheblich und ausserdem wachsen die Keime nicht wenn sie verderben.

Mit dem Kresseigel und einem Stück Küchenpapier (ohne funktionierte es trotz Packungsangaben nicht besonders) ist aber das ziehen von den kleinen Samen um einiges leichter. Wichtig ist nur, dass die Samen eingeweicht werden und obengenannte „Wasserhülle“ um jeden Samen bilden; Wenn sie die haben, verbinden sie sich fester mit dem Küchenpapier und werden beim Gießen/Spülen nicht fort geschwemmt.

Inzwischen habe ich auch ein Keimglas aus Plastik zum Geburtstag bekommen, dass an beiden Enden perforiert ist;

Leider sind die Löcher so groß, dass man auch nur Mungbohnen, Linsen und größere Samen (Weizen z.B.) darin ziehen kann.

Auf meiner Terrasse (ich bin mit meiner derzeitigen Wohnung mit einem Garten gesegnet) ziehe ich auch gerade einige Sprösslinge. Dummerweise bin ich am Tag nach meiner Aussaat hinein getreten und habe alles wild zerstreut 😉

Der Tritt in Mamas Keimkasten hat einiges Durcheinander gebracht…

Jetzt wächst etwas, aber…. was? Ich werde sehen. Gespannt bin ich auf jeden Fall, auch wie die paar Alfalfa-Samen aussehen werden, die ich hinein gestreut habe. Und wie sieht eigentlich Kresse aus, wenn man die einfach weiter wachsen lässt? Geheimnisse, die ich vielleicht schon bald lösen werde 🙂

Update: Aber eben nur vielleicht. Damn!

flexitarisch, vegetarisch… vegan?

10 Apr

Nachdem Stephie bereits einen ausführlichen Beitrag zum Thema Veganismus vorgelegt hat und das Thema “Tiere essen“ bei mir erst neulich durch eine Facebook-Diskussion zum Thema „Darf man Kindern zeigen, wie ein Kaninchen geschlachtet wird?“ wieder aufgerührt wurde, finde ich es an der Zeit, meinen eigenen Standpunkt dazu mal wieder zu beleuchten. Und weil es immer einfacher ist, etwas von allen Seiten zu betrachten, wenn man es auch schriftlich festhält, landet es danach eben hier. 😉

Anders als Stephie lebe ich nicht vegan – nicht mal konsequent vegetarisch. Allerdings habe ich meinen Konsum von Tierprodukten seit ein, zwei Jahren immer weiter reduziert, und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ich irgendwann einmal hauptsächlich vegan leben werde.

Der erste Schritt auf meinem Weg war, einfach nur weniger Fleisch zu essen. Das war damals noch in so geringem Ausmaß, dass ich es nicht einmal als „flexitarisch“ bezeichnen möchte, und vor allem hat es für viel böses Blut gesorgt – leider. Der Grund dafür war hauptsächlich, dass meine Familie (vor allem mein Bruder) nicht mit mir zusammen auf Fleisch verzichten wollte… und ich mich jedes Mal dazu habe hinreißen lassen, wütend zu werden, wenn meine Mutter extra für ihn ein Stück Fleisch gekauft hat, wenn es etwas prinzipiell Vegetarisches zum Mittagessen gab. Wenn ich ab und zu das „fleischige“ mitesse, dann kann er doch auch manchmal einfach auf Fleisch verzichten – das war meine Logik. Ist sie eigentlich immer noch. Aber… inzwischen habe ich auch eingesehen, dass es niemandem hilft, giftspritzend und selbstgerecht durch die Gegend zu laufen. Was nicht heißt, dass ich immer Verständnis dafür aufbringe, wenn andere Leute nicht dieselben Werte vertreten wie ich – aber ich lerne, in manchen Dingen gelassener zu sein. Und es nicht als Niederlage zu sehen, wenn ich es nicht schaffe, die gesamte Tischgemeinschaft zu einer vegetarischen Mahlzeit zu bekehren.

Neben meiner reichlich angespannten Haltung gegenüber meiner Familie fällt mir, wenn ich mich an diese Zeit zurückerinnere, noch eine zweite Sache ein: Das immer wieder bemühte Argument, Fleisch sei nun mal „nötig“ für eine gesunde Lebensweise, man könnte Protein in ausreichenden Mengen nur über tierische Lebensmittel zu sich nehmen, und überhaupt – selbst wenn es ohne ginge, der Mensch sei zum Fleischfresser geboren, es wäre also „unnatürlich“, ihm das Fleischessen zu „verbieten“. Meine Meinung dazu?
Jein.

Zunächst einmal zum ersten Punkt: Es ist definitiv Quatsch, dass man sich nicht auf Dauer fleischlos ernähren kann. Proteine sind auch in vielen anderen Lebensmitteln enthalten, Hülsenfrüchten zum Beispiel, und obwohl ich mich noch nicht ausführlich mit dem Thema beschäftigt habe, weiß ich, dass es jede Menge Ratgeber und Hilfen gibt, um die Ernährung auf gesunde Art und Weise umzustellen.

Und zum zweiten Punkt? Das ist der eigentliche Grund, warum ich „Jein“ schreibe und die Argumentation nicht völlig in den Wind schreibe. Denn hier stimme ich weder mit der „Fleischfresservariante“ überein, noch kann ich vollständig dem zustimmen, was von Vegetarierseite oft ins Feld geführt wird. Grundsätzlich finde ich, hier wird das Argument, was „natürlich“ ist, allzu schnell herbeigezogen, um den eigenen Standpunkt zu untermauern.
Leute, die gern Fleisch essen, sagen deshalb: Der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen, schon, als wir noch in Höhlen gehaust haben, haben wir Tiere gejagt und uns von ihnen ernährt, das ist normal, es ist widernatürlich, es nicht zu tun.

Vegetarier setzen dem entgegen, der Mensch sei schließlich am engsten verwandt mit bestimmten Affenarten, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren, es läge also in der Natur des Menschen, das ebenso zu halten.

Und was fällt dabei auf? Beide Argumentationen haben ihren wahren Kern, lassen sich gegeneinander ausspielen, aber auch nebeneinander stellen, und keine hat dabei mehr recht als die andere. Besser gefällt mir da schon eine andere Argumentation von Vegetarierseite: Aus der Tatsache, dass etwas „schon immer so war“ oder „von Natur aus so und so eingerichtet ist“, ergibt sich noch nicht, dass es auch moralisch richtig ist. Menschen haben „schon immer“ Kriege geführt, deshalb wünschen wir uns trotzdem alle, das würde aufhören. Menschen sind „von Natur aus“ keine Wesen, die sich über tausende von Kilometern hinweg verständigen können oder fliegend von A nach B kommen – deshalb nutzen wir trotzdem gerne und ausführlich Telefon und Flugzeug.
Wenn wir also akzeptieren, dass Tiere lebende, fühlende Wesen sind, wäre die moralisch richtige Entscheidung, sich nicht nach der „Natur“ zu richten, sondern sich dafür zu entscheiden, keine Tierprodukte mehr zu essen.

Na schön.

Was mich daran stört, ist lediglich der Anspruch, zu wissen, was das einzig Richtige ist. Das finde ich genauso überzogen wie die Argumentation, Sklaverei hätte man ja früher auch gutgeheißen, und in ein paar Jahren oder Jahrhunderten würde die Menschheit schon einsehen, dass es genauso moralisch verwerflich ist, Tiere als „Sklaven“ des Menschen zu betrachten. Meiner Ansicht nach müssen wir da zwischen zwei verschiedenen Arten der Moral unterscheiden: derjenigen, die sich auf andere Wesen erstreckt, die genauso in der Lage sind, diese Werte nachzuvollziehen und die damit verbundenen Rechte für sich einzufordern – und derjenigen, die sich auf andere Lebewesen bezieht, die aber mit unserer menschlichen Auffassung von Moral nichts am Hut haben. Das Problem mit dem Vergleich zwischen Sklaverei und Tierhaltung ist nämlich, dass Menschen – ob als Sklaven betrachtet oder nicht – grundsätzlich in der Lage sind, sich über Recht und Unrecht Gedanken zu machen und dazu eine Ansicht zu entwickeln. Tiere sind das, nach unserem Wissensstand, nicht. Und selbst, wenn wir eines Tages herausfinden, dass Tiere ihre eigene „Moral“ kennen, heißt das noch nicht, dass sie mit unserer übereinstimmt. Wir können also allgemein bindende Normen nur innerhalb unserer eigenen Spezies „feststellen“.

Das heißt nicht, dass ich nicht glaube, dass es auch „allgemeine“ moralische Normen gibt, die sich mit dem Umgang mit Tieren befassen, und die jedem Menschen einleuchten sollten. Ich sage aber bewusst: sollten.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es niemanden gibt, der es aktiv befürwortet, Tiere auf engstem Raum zusammenzupferchen, zu quälen und ihr ganzes, kurzes Leben lang leiden zu lassen. Und ich glaube auch, dass es gesellschaftlich möglich sein sollte, Regeln zu erlassen, die genau das verbieten.

Aber die Frage, ob Menschen Fleisch essen sollten oder nicht?
Das bleibt eine, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Meine erste Motivation, meinen Fleischkonsum zu senken, war, dass ich erfahren habe, wie katastrophal sich massenhafte Tierhaltung – vor allem von Rindern – auf das Klima auswirkt. Nur ein paar Fakten, die der WWF zusammen getragen hat: weltweit trägt die Landwirtschaft etwa 14 Prozent zum Gesamtausstoß an Treibhausgasen bei, genauso viel wie der Verkehr (und da denken wir immer, Autofahren wäre eine der größten Klimasünden, die man begehen kann…). Bei Methan und Lachgas liegt der Prozentsatz sogar bei 50 bzw. 70 Prozent – dabei ist z.B. Methan ein etwa 25 bis 33 mal wirksameres Treibhausgas als CO2.

Es stimmt, dass nicht alles davon auf Tierhaltung zurückzuführen ist, aber sie macht doch einen großen Posten aus.

Das war immer noch der wichtigste Grund für mich, auf Fleisch zu verzichten, als ich vor einigen Monaten zuhause ausgezogen bin und beschlossen habe, von nun an vegetarisch zu leben. Es ist nicht ganz dabei geblieben. Aber immerhin kann ich mich nicht erinnern, in meiner neuen Wohnung – wo ich die meisten meiner Mahlzeiten zubereite, in die Mensa gehe ich eher selten – jemals Fleisch zubereitet zu haben. Moment, das stimmt nicht ganz – einmal habe ich Speck gekauft, um für die Weihnachtsfeier am Orientalischen Seminar Datteln im Speckmantel zu machen. Also gut, einmal habe ich Fleisch im Haus gehabt. 😉

Während mein erster „Deal“ mit mir selbst war, immer, wenn ich auswärts esse, vegetarisch zu bestellen, und ich in einer Übergangszeit dieses Verhältnis umgedreht habe – zuhause vegetarisch, auswärts auch mal Fleisch – greife ich in letzter Zeit meistens in beiden Fällen zu vegetarischen Gerichten.

Gelegentliche Heißhungerattacken, bei denen ich ein saftiges Steak oder einen leckeren Döner bestelle, treten aber trotzdem auf.

Oder vielleicht sollte ich sagen… traten auf. Denn obwohl ich auch in letzter Zeit noch manchmal Heißhunger auf Fleisch hatte, gewinnt für mich mehr und mehr an Bedeutung, unter welchen Bedingungen dieses Fleisch „produziert“ wurde. Nicht, dass ich früher ein Fan von Massentierhaltung war – aber ich schätze, ich habe das Problem verdrängt. Nachdem es sich jetzt in den Vordergrund schiebt, ist die Motivation, völlig fleischlos zu leben, wieder stärker, und ich lebe zur Zeit vegetarisch.

Und was macht nun das „…vegan?“ im Titel meines Beitrags?

Das ist eine Frage, die ich seit einigen Tagen mit mir herumschleppe. Kann – und will – ich vegan leben? Ich KANN es sicherlich, wenn ich es genug WILL. Und je mehr ich zu diesem Thema höre – ich muss zugeben, Stephies Einwand zur Milchindustrie hat mich ins Grübeln gebracht, genauso wie ein Bericht über „Freilandhaltung“ bei Hühnern, die in dem Fall, über den berichtet wurde, in einem winzigen Streifen „Freiland“ für Heerscharen von Hühnern bestand – desto mehr macht es für mich Sinn, auch auf andere Tierprodukte als nur auf Fleisch zu verzichten.

Aber heißt das, dass ich mein Leben lang nie wieder eine Mahlzeit essen werde, die von einem Tier stammt? Mit Sicherheit nicht. Ich schätze den Geschmack von Schwarzwälder Schinken oder von Rührei viel zu sehr, um mir solche Genüsse bis in alle Ewigkeit zu verbieten.

Worüber ich momentan nachdenke, ist, in welchen Grenzen ich sie mir noch erlauben will.

Eine andere Ernährung

5 Apr

Die Umstellung meiner Ernährung und meiner Lebensweise war und IST keine 180° Drehung auf einen Schlag gewesen. Zwar meinte ich selber, Umwelt und Tiere lägen mir am Herzen, aber im alltäglichen Leben fällt es schwer, sich über Dinge aufzuregen die einen nicht offensichtlich tangieren. Obwohl der Handel und Verbrauch von Tierprodukten in Wahrheit viele Aspekte unseres Lebens und unserer Umwelt betrifft,  verschob ich es, (wie die meisten auf die eine oder andere Weise) immer gern auf “später” wenn ich eine eigene Wohnung haben würde und mein Leben selber in der Hand haben würde, und nicht mehr aus dem Kühlschrank meiner Familie leben würde. Doch die Person, die mir den entscheidenden Anstoß gegeben, hat u.a. der Umwelt zuliebe gleich Veganismus anzustreben, war mein älterer Bruder.

Um es kurz zu machen: Ich hatte nie daran gedacht, dass ER auf die Idee kommen würde sich der Umwelt und Tierschutz zu Liebe Vegetarisch und dazu noch Vegan zu ernäheren! Ich gestehe, dass ich ihn immer als recht ich-fokussiert angesehen hatte… und dann noch meine Vorurteile, dass er als Heavy/Death/Black Metal fan doch eine nicht unbedingt natur- und tierliebende Philosophie verkörpert. Aber da lag ich wohl gehörig falsch zum einen ihn auf diese Phase seines Lebens zu reduzieren, und mein selbstgeformtes Klischee auf alle Metaller zu projizieren. Offensichtlich falsch.

 Nach seinem Umzug nach Berlin, hörten meine Familie und ich nach ein paar Wochen, dass er zusammen mit seiner Freundin einen “Veganen Monat” mache. Es blieb für ihn nicht nur bei diesem Zeitraum. Da er mein Bruder ist, liess ich mir es natürlich nicht entgehen ihn ein klein wenig zu necken über diese meiner Meinung nach „uncharakteristischen“ Anwandlung (ganz schön blöd, aber wer lässt es sich entgehen ein Geschwister zu ärgern?), aber gleichzeitig war mein Interesse geweckt und ich löcherte ihn mit Fragen und bedenken und “machte immer mit” wenn er bei uns Zuhause war.

Als ich ihn nach meinem Schulabschluss besuchte, war ich bereits fest entschlossen mich gegen Umfeld und Eltern durchzusetzen und ebenfalls vegan zu leben. In Berlin erlebte ich dann wie es im richtigen Umfeld sein könnte – Vegane Fast-Food Restaurants, Vegane Eisbuden, Vegane Gourmet-Restaurants. Nicht verwunderlich, aber ironisch das gerade die Großstädte mehr für die Umweltfreundliche und ethische Ernährung zu bieten haben, und gerade in Berlin.

 Leider bin ich kein sehr konsequenter Mensch und nicht besonders mit Durchsetzungsfähigkeit gesegnet. Wieder Zuhause in Bayern fiel – fällt – es mir doch schwer mich gegen die Verlockungen des Familienkühlschrank zu wehren. Es ist schwer, wenn man sich in einem Umfeld befindet, dass einen nicht unterstützt. Vergleichbar mit jemanden, der mit Rauchen nicht aufhören kann, weil seine Freunde und Familie keine Rücksicht auf ihn nehmen.

Wenn ich zu Besuch bin oder im Restaurant, bestelle ich oft vegetarisch. Zuhause mache ich mir aus Sojamilch mit einem Ferment immer Sojajoghurt (das schmeckt einfach besser als Sojamilch!) und Honig esse ich. Ich mag Bienen, und ich habe noch nichts gehört was mich von dem Konsum von Honig abbringt.

 Mir ist vor allem wichtig, den Kreislauf der Schlacht- und Milchindustrie zu durchbrechen. Vielen Leuten – Vegetariern – ist wohl nicht bewusst dass um Milch zu geben, die Kühe jedes Jahr geschwängert werden müssen. Die Kälber werden dann weggenommen, die weiblichen Kälber können dann wiederum in die Milchindustrie eingegliedert werden aber wohin mit den Männlichen 50%? Es wäre nicht profitabel, sie ihr Leben glücklich an ihr Ende ausleben zu lassen. Und ganz geschweige von dem vielen Futtermittel dass ein Nutztier verbraucht, eben Nahrungsmittel die der Mensch ohne Umweg über Fleisch zu sich nehmen könnte.

Der Nahrungsertrag für den Endverbraucher würde sich sehr steigern, wenn man die Anbauflächen für Tierfuttermittel (z.B. Soja) stattdessen für pflanzliche Nahrung für Menschen benutzen würde. Zwar muss man weniger fleischliche als pflanzliche Nahrung zu sich nehmen um satt zu werden, aber wenn mit einrechnet wird wie viel Ackerfläche für die Herstellung von Fleisch aufgewendet wird, ist die pflanzliche – vegane – Ernährung eindeutig die bessere Wahl.

Nun hat man (mein Vater) bereits argumentiert, dass diese Tiere „dankbar“ sein sollten, da sie ohne uns gar nicht am Leben wären.

Erstens: Ohne Einwirkung von den Menschen würden sich die Tiere auf. Gar. Keinen. Fall. In diesen Massen reproduzieren.

Zweitens: Die Behandlung der Tiere ist absolut mies, die Grundbedürfnis werden nicht befriedigt. D. h. Eingeschränkte Bewegungsfreiheit und kein normales Sozialleben, sowie eine traumatische Trennung von Kühen und Kälbern.

Weniger im Interesse der Tiere, sondern im Interesse der Menschen ist die Reduzierung der Umweltbelastung, die durch die Massentierhaltung entsteht: Zum einen die bereits erwähnten Anbauflächen für Futtermittel und nicht zuletzt die Freisetzung von Methan, dass wie bereits in einem früheren Post erwähnt, ein starkes Treibhausgas wird.

 Für mich ist es auch nicht unbedingt die Frage, ob Fleisch essen ethisch ist oder nicht. Für den größten Teil der Menschheitsgeschichte waren Menschen zu den einen oder anderen Zeit, aus dem einen oder anderen Grund (Winter, unwirtliche Gegend, Missernten u.v.m) Fleisch überlebensnotwendig. Hierbei ist nun nicht gemeint, dass Tierprodukte für den menschlichen Organismus notwendig sind – über diese Frage wird ja in der Wissenschaft auch noch diskutiert – sondern um prekäre (Über-)Lebensumstände, die wir heute, hier in Deutschland nicht mehr haben. Deutsche können sich leisten, nicht auf Fleisch angewiesen zu sein. Aber die Industrie wohl nicht…

Mir ist klar, dass die Massentierhaltung nicht von heute auf morgen verschwinden wird, aber nur weil es keine schnelle Zauberlösung gibt, lass ich mich in meinem Streben nicht aufhalten. Eine Behandlung von Menschen in diesen Zuständen wäre absolut undenkbar. Ich bin der Meinung dass es unter der Würde der Menschen und nicht den Werten unserer Weltreligionen entspricht, andere Lebewesen auf diese Weise zu behandeln, auch wenn man Tiere essen als ethisch empfindet.

 Als möglichst Vegan lebende Person, ist mir nicht nur das Wohl der Tiere und das Überleben von Tierarten wichtig. Sich pflanzlich zu Ernähren bedeutet auch eine geringere Umweltbelastung durch antibiotika-verseuchte  Fäkalien en masse der Tierindustrie , Zerstörung von Lebensräume (Tropischer Regenwald, der gerodet wird für Anbauflächen) und Erhalt der Meere (Zerstörung des Meeresgrunds mit Schleppnetze um Garnelen u.ä. zu fischen. Und als Nebenprodukt was sonst wenig-essbares da unten rumkrabbelt oder wächst.)

 Aber mein Wissen habe ich mir nicht nur aus dem Internet zusammen gesammelt, obwohl es für schnelle Infos praktisch ist. Während meiner Wochen in Berlin habe ich „Animal Liberation“ gelesen von Peter Singer (durchaus radikal), ein Buch meines Bruder sowohl als „Eating Animals“ von Jonathan Safran Foer „The Rough Guide to Green Living“ die mir meine Mit-Bloggerin Rebecca geschenkt hat 🙂

Unsere Gesellschaft ist fähig, ohne viele Tierprodukte zu leben. Jetzt müssen es nur noch genug wollen. Natürlich ist das nicht das einzige Problem in unserer Welt, aber ich hoffe es wird einmal einfach normal  sein, dass man wenige Tierprodukte zu sich nimmt und auch bei großen deutschen Fastfoodketten mehr vegetarisches Angeboten. Ich bin nicht der Meinung, dass man eine gesunde Ernährungsweise erzwingen soll (sich vegan/vegetarisch ernähren heisst nicht automatisch sich „gesund“ zu ernähren!!), aber dass der heutige Trend zu einem langfristigen Umdenken führt, der sich hoffentlich auch in der Massenproduktion unserer Nahrung niederschlägt.

Gründe für eine bewusste Ernährung (soll heissen ohne Massentierproduktion!) in Stichpunkten…

  • weniger Tierleid
  • mehr Nahrung für alle. Die Population wächst! Die Fläche bleibt gleich! (Jetzt sollten wir nur noch die Verteilung dieser Nahrungsmittel hinkriegen)
  • mehr Wasser für alle. Für die Massen an Fleisch braucht man nicht nur jede Menge Futter für die Tiere, sondern auch jede Menge Wasser.
  • weniger Umweltverschmutzung. Durch Fäkalien, Methan und und.
  • weniger antibiotika-resistente Bakterien. Diese entstehen weniger in den Krankenhäusern, als in den Tierfabriken wo die armen Viecher von vorneherein einen Medikamentencocktail bekommen.
  • Mehr Regenwald. Mehr Luft zum Atmen bei steigender Bevölkerung klingt doch ganz gut.
  • Weniger Ozonloch, wegen weniger Methan und so.
  • Weniger Gifte im eigenen Körper. Je höher man auf der Nahrungspyramide ist, desto mehr bekommt man ab. Vor allem von Fleisch und Fisch.
  • Weniger Krankheiten durch Überkonsum von Fleisch. (Keine Garantie dass ihr dann nicht andere Krankheiten bekommt 😉 Ist jedoch in der Regel weniger Unangenehm als z.B. eine Herzkrankheit)