Tag Archives: Augsburg

Wunderbares Frühlingsfest im Interkulturellen Garten

5 Mai

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Es war ein wunderbares Frühlingsfest und Gartenflohmarkt fand am Sonntag im Interkulturellen Garten! Ich war mit zwei Jacken viel zu warm eingepackt, denn die Sonne ist zum ersten Mal in Tagen herausgekommen. Bald hatten wir für unser Picknick alle Jacken abgeworfen. Die Musik (Didgeridoo, türkische Bands uvm) war sehr schön, auch wenn wir etwa nah am Geschehen saßen.
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Ich habe groß bei Ildi von der Cityfarm Augsburg eingekauft, und meine Pflanzenfamilie um zwei Jalapeno Chilis, einer gelben Spitzpaprika, einer orangen Tomate, etwas Melde und zwei Inkagurken erweitert. Zusätzlich gab es Info aus dritter Hand: Ildis Gärtnerfreundin meint wohl, in einer Woche könnte man alles rausstellen, da die jetzige Kälteperiode die „Eisheiligen“ wären. Na hoffentlich: Ich freue mich schon darauf, die Inkagurke (hoffentlich) den Balkon zuranken zu lassen.

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Chilis sind wohl ziemlich Blattlautanfällig, und auch die Paprika hatte einige Blattläuse – Tipp der Cityfarm war, sie nochmal mit Brennnesselsaft zu besprühen, aber nachdem ich alle Chilis und die Paprika jetzt umgetopft und von verlauster Erde und Läusen selbst befreit habe, suche ich sie jetzt jeden Tag nach Läusen ab. Ich hoffe nur, dass keine Verlausung auf die anderen Pflanzen übergreift.

Bildquelle: Neue Szene Augsburg

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Pflanzenwahnsinn auf der Fensterbank

4 Mai
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Litschitomate von oben

Ist Urban Gardening ein Trend, oder Symptom einer neuen Mentalität? Ich hoffe auf Letzteres. Mein noch sehr kleiner, aber feiner zweiter Vorstoss in die Fensterbankgärtnerei. 🙂

Blüte joh

Gelbe Johannisbeertomate Blüte

grün tomate

Noch grüne Tomätchen. Einige Blüten fallen jedoch komplett ab, ohne eine Tomate zu bilden.

    Das Urban Gardening hat mich wieder! Naja, falls man meine paar Pflänzchen auf der Fensterbank „Urban Gardening“ nennen kann. Die zwei Tönnchen mit Topinambur drin schon eher. Seit ich auf einer Samentauschbörse der Cityfarm Augsburg war, bin ich im Gärtnerfieber.  Meine dort gegen Spende erstandenen zwei (gelben) Johannisbeertomaten und die überlebende Litschitomategedeihen ganz prächtig, und im Falle der Litschitomate: ganz schön stachelig! Die 1 cm großen Sprößlinge sind seit Anfang März auf erstaunliche 30 cm herangewachsen. Die Pflanzen haben alle drei bereits Knospen, und: grüne Tomätchen! *_*

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Apfelsaft mit einem Spannungsbrecher (Seife, Spüli, Waschmittel) klappt bisher am besten

Für mich als Tomaten-Ersti natürlich eine ganz aufregende Sache. Insgeheim hoffe ich ja, dass die Tomaten bald reif werden und ich gleich neue Johannisbeertomaten anpflanzen kann :). Bisher waren alle Pflanzen ausser an sonnigen Tagen im Haus. Sie sind sehr gesund, allerdings habe ich eine schwarze wie eine weiße Fliegenplage, die ich mit Schälchen Apfelsaft mit einem Spritzer Spülmittel unter Kontrolle halte (naja, es versuche). Bei den schwarzen Fliegen klappt das.

Johannisbeertomaten

Gelbe Johannisbeertomate

Die weißen Fliegen sind offenbar eine richtige Tomatenplage, hui.  Aber am allerliebsten nisten die kleinen Viecher im Basilikum. Ich mache es einfach so, dass ich sehr oft die Unterseite der Blätter überprüfe. Wenn ich (viele) Eier sehe, entferne ich das Blatt. Bei einzelnen Eiern und Fliegen tu ich sie so zerdrücken, bisher hält sie das in Schach. Es gibt auch ganz verschiedene Mischungen an Natron/Öl/Spülmittel und so weiter um die Anzahl der Viecher zu reduzieren.

Litschi

Litschitomate Blüte

Die stachelige Litschitomate ist eigentlich gar keine Tomate. Sie soll 1-2 Meter groß werden. Meine ist bisher 30 cm und hat jede Menge Stacheln! Ich schüttele täglich wenn ich vorbeigehe die Pflanzen etwas, damit sie kräftige Stämme entwickeln und die Bestäubung klappt (obwohl ich da auch mit einem Pinsel rum dilettiere) und die Litschi-Tomate ist wirklich pieksig. Von der Fliegenplage ist sie weitgehend verschont – in den letzten zwei Tagen sitzen schwarze Fliegen auf ihr, die komischerweise schon tot zu sein scheinen. Der Schurke freut sich auch schon ganz besonders auf die Früchte der Litschitomate. 🙂

Side Projects sind dann noch neben Topinambur der Okra. (Beides ebenfalls von der Cityfarm) Er kommt irgendwie nicht aus dem vier Blatt Stadium heraus, ist aber kräftig. Ich gieße ihn aber auch sehr wenig, da er angeblich viel Wasser nicht mag, und er ist noch in 10 cm Töpfchen. Okra ist eine afrikanische Schotenfrucht, die hier nicht so gut wächst. Deshalb ist sie auch im Haus, bis es draussen mindestens 15° C hat. Die trockene Erde um die Okras scheint jedoch ein Fliegenparadies zu sein.

Gerade freue ich mich ganz besonders auf Sonntag: Ich habe entdeckt das eine Urban Gardening Initiative, der Interkulturelle Garten in Augsburg, ein Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt veranstaltet! Und ein Gartenflohmarkt heißt hoffentlich viiiele Samen von alten Sorten und Setzlinge. Meine derzeitigen Ambitionen ist Chilils zu meinem Mini-mini Indoor Gärtchen  hinzuzufügen.

Ich gestehe, ich habe bei den nachfolgenden Links nur geschmökert und nichts gekauft. In Baumärkten und in Gärtnereien hatte ich auch immer wieder Chilis und Paprikas in den Händen, aber ich hoffe ja dass ich mir die alle bald ertauschen werden. Auf Rühlemanns Seite habe ich aber schon sehr viel Zeit verbraucht. Tolle Auswahl an Sorten, Samenfest, und dieses Mexikanischen Minigürkchen zum naschen muss ich irgendwann unbedingt ausprobieren.

Alte und Samenfeste Sorten kaufen:

Rühlemanns Duftkräuter, Würzkräuter und Heilkräuter. Und noch viel mehr! Viele ungewöhnliche Sorten gibt es hier zu finden.

Vern: Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von alten Nutzsorten.

Bingenheimer Saatgut

Zu „samenfesten“ Sorten hier ein toller Beitrag von BioBalkon.de

 

Urbane Gartenprojekte in Augsburg

Cityfarm Augsburg –> sucht gerade eine neue Fläche in der Umgebung von Oberhausen. Tipps erwünscht!

Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg –> Frühlingsfest und Gartenflohmarkt am 4.5.!

Guerilla Gardening Augsburg

 

Rettet die Hebammen! Mahnwache und Flashmob in Augsburg.

1 Mai

Leider kann ich selbst nicht daran teilnehmen, aber die Zwergenmutter veranstaltet eine Mahnwache am kommenden Montag, 15.30 am Moritzplatz. Das Thema ist natürlich die Situation der freiberuflichen Hebammen. Und wer will schon ohne fachkundige Betreuung von einer Vertrauensperson durch die Schwangerschaft gehen?

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Hebammen können werdende Mutter in vertrauter Umgebung betreuen.

Um 15.30 am 5.5. (Montag!) beginnt die Aktion mit einem Flashmob (yay!) am Moritzplatz. Und um der Zwergenmutter noch die Schlussworte zu überlassen: „Die aktuelle Situation berifft uns alle! Jeder hat irgendeine Freundin, Schwester, Tochter, will selbst noch ein Kind…Familien brauchen Hebammen!“

(Bildquelle)

Ölmühle Hartmann: Werksverkauf

8 Mrz

Gestern habe ich mit meiner Mutter einen kleinen Ausflug ins Nachbardorf, zur Ölmühle Hartmann gemacht. Das sind die Öle, die auch z.B. bei Rewe verkauft werden. Beim Werksverkauf kann man einige Schnäppchen machen, und manche Sorten (aber nicht alle) etwas billiger bekommen.

Viele Grundstoffe für die Öle, wie Leinen, baut die Ölmühle Hartmann selber an.

Es waren überraschend viele Leute da, und leckere Häppchen – Brotstückchen, mit denen man alle Öle kosten konnte und einen leckeren Streuselkuchen, der mit Espressoöl zubereitet wurde. Wir sind mit Knoblauchöl (denn ich liebe Knoblauch) und Leinöl (wahnsinnig gesund, Leinsamen tu ich prinzipiell in fast jeden Smoothie) nach Hause gegangen.

Der Werksverkauf ist jeden ersten Freitag im Monat, in Biburg bei Diedorf. Wenn man durch Biburg fährt, einfach den Schildern „Zum Werksverkauf“ folgen. An der Kirche muss man abbiegen.

Entdeckt: Fast Food, plastikfrei und vegan.

19 Feb

Als ich zum ersten Mal eins der neuen, veganen Restaurants in der Nähe des Augsburger Königsplatzes gesehen habe, bin ich nicht gleich rein (aus Zeit und Sättigungsgründen) sondern habe diesen Imbiss erst mal durch das Schaufenster beäugt. Er erinnerte mehr an einen Dönerladen als an einen veganen Imbiss. Alle Menüpunkte waren mit türkischen Vokabeln bestückt, und tatsächlich hat diese Fastfoodkette auch ihren Ursprung in der Türkei. „Vegan“ stand draussen auf dem Schaufenster. Ich machte mir eine geistige Notiz, diesen Imbiss, dessen Namen „Çiğköftem ich nicht mal sicher aussprechen konnte, bei Gelegenheit auszuprobieren.

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Gestern tappste ich dann in den Imbiss und guckte mir die ganzen Wörter auf der Speisekarte an… Çiğköfte, Dürüm, Lavaş-Brot… aber auch vertrautere Wörter wie Burger, Gemüse, Gemüseteller und Soße 😉 . Der nette Herr hinterm Tresen erklärte mir gleich alles, nachdem ich gestanden hatte, dass ich zum allerersten Mal hier war: Hinter dem Schaufenster waren zwei Berge aus vegetarischem „Çiğköfte“, dass Bestandteil sämtliche Burger, Dürüms und sonstiger Menüs (aber keine Döner) im Çiğköftem ist. Selbst besteht das Çiğköfte aus Weizengrieß, Tomatenmark, Chilischoten und Kräutern. „Scharf“ und „nicht so scharf“ (aber immer noch Scharf!! 😀 ) standen zur Auswahl. Ich bekam sogar eine Probe in einem Salatblatt zum Probieren und das Dürüm empfohlen. Das Dürüm war mit dem Çiğköfte, Salatblättern,  Minze (glaube ich), frisch gepresster Zitrone und einer Granatapfelsauce zubereitet.

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Zwar glücklich über die Entdeckung eines veganen Imbiss blieb zunächst noch ein wehleidiger Punkt: Ich hatte schon bereut „zum Mitnehmen“ gesagt zu haben, denn ich bekam alles in einer „Plastik“tüte in die Hand gedrückt. Dass  es nur den Anschein von konventionellen Plastik war, merkte ich dann später beim Essen: Sämtliches „Plastik“ war mit der Aufschrift „100% Biodegradable in Nature in 24 Months“ versehen (auf der einen Seite in Englisch, der anderen wie auf dem Photo in Türkisch) – 100% Biologisch-abbaubar in freier Natur innerhalb 24 Monaten. 🙂DSC_0292

Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob das Çiğköftem nun wirklich ganz vegan ist – in dem Menü dass ich mitbekommen habe, steht dass die „Içli Köfte“  Weizenbällchen mit Hackfleisch -Walnuss-Füllung sind.

(Update: Ich habe mir von meiner Mitbloggerin Rebecca sagen lassen dass es wohl ungefähr „tschihköftem“ ausgesprochen wird. Das „g“ ist wohl ein Art Wellenlaut.)

Kunst- und Secondhandflohmarkt im CityClub Augsburg

30 Jan

Für alle die in Augsburg wohnen: Das mache ich diesen Samstag 🙂 cityclubflohmarkt Februar

 

 

Kunst- und Secondhandmarkt im City Club Augsburg

15 Dez

Während draussen die Augsburger ihren neuen Königsplatz erkundeteten, besuchten wir heute den zweiten „Kunst – und Secondhandmarkt“ des City Clubs.

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Eine gemütliche Ecke im CityClub

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Der zweite Markt zog mehr Kunsthandwerker an als im letzten Jahr, einige mit „Dawanda“ Hintergrund, der beliebten kunsthandwerklichen Verkaufsplattform im Internet. Andere kommen aus einer Tradition von Hobbyverkäufern. „Meine Eltern haben auch schon immer auf Weihnachtsmärkten verkauft und dafür gebastelt“ erzählt mir Nini, während sie für ihr Sortiment noch eine Erdbeere strickt.

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Nini beim Stricken

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Ninis Rollmäppchen, Loopschals, gestrickte Früchte u.v.m.!

Bianca, mit selbstgebackenen Keksen neben ihren Bhuddafigürchen, und anderen Kleinigkeiten und Klamotten, zieht demnächst um. „Eine gute Gelegenheit ein paar Kleidungsstücke loszuwerden.“ Ausserdem war Bianca auch im letzten Jahr dabei, und möchte es auch in Zukunft dabei sein, denn der Kunst – und Secondhandmarkt soll demnächst öfter stattfinden. Vielleicht sogar jeden Monat, erzählt die Organisatorin Birgit, denn „der Andrang an Verkäufern und Besuchern war auch diesmal sehr groß.“

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Bianca an ihrem Stand, neben dem Tresen des Cityclubs

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Auch ein Stand mit Getöpfertem

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Getöpfertes und schöner Schmuck

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Jo-und-anna’s Ohrringe, Tabakbeutel, Schmucktücher und vieles mehr

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Nur noch auf Märkten unterwegs: gittistrigida

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gittistrigida’s Komplimentbroschen

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gittistrigida’s kreatives Grundmaterial: Blaue Müllbeutel, Putztücher und und und

Zwischen dem Stand von Johanna, die auf Dawandageschäft „jo&anna“ ebenfalls selbstgenähte Tabakbeutel, Ohrringe und Broschen verkauft, und Anja Brigitte, die inzwischen ihren Dawandashop „gittistrigida“ geschlossen und nur noch auf Märkten ihre Täschchen und Beutel aus so kreativen Materialien wie Putzlappen und Müllbeutel näht, sitzt Karolina: Ihre bronzene Kollektion an Ohrringen, Armreifen, Ketten und Ringen kommt von weither, aus Burkina Faso in Afrika, wo ein Freund den bronzenen Schmuck aus geschmolzenen Wasserhähnen schmiedet.

Eben für diesen befreundeten Künstler, Oumarou, nachdem auch ihr Dawandashop benannt ist, verkauft sie den Schmuck in Deutschland, damit er seine Familie besser ernähren kann. Ich probiere ihre Ringe an, bis ich einen finde, der passt. Während der Unterhaltung mit Karolina vergesse ich ganz, dass ich ihn am Finger habe. „Die Armreife müssten weiter hinten über den Arm geschoben werden.“ erklärt mir Karolina und demonstriert wie man die enge Öffnung der mit Leder ausgekleideten Armreife ganz einfach anlegen kann. Für den Ring möchte sie weniger als 10 Euro, und hat auch Skrupel die Armreife für ihren tatsächlichen Wert zu verkaufen. „Ich sage den Leuten immer, dass der Grundpreis so und so viel ist, aber dass sie gerne mehr geben können, um meinem Freund in Afrika zu helfen.“ erklärt sie. Ich kaufe den bronzenen Ring und verlasse nicht ohne Bedauern das gemütliche Kissen hinter Karolinas Tisch.

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Karolina verkauft für Oumarou

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Karolina und ihr kleiner Stand mit Armreifen, Ketten, Ohrringen und Ringen

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