Tag Archives: Reuse-Reduce-Recycle

Schluss mit Luftig! Selbstgenähter Zugluft-stopp

15 Nov

DSC_0487[1] Es ist gerade still um den Mückeblog – ich brüte gerade nicht über neue Artikel, sondern über diese gruselige Sache namens Abschlussarbeit. Da mein Schreibtisch allerdings direkt neben einem sehr zugigen Fenster steht, bibbere ich samt meinen Pflanzen. Nun habe ich mir nach einem produktiven Tag ein kleines Nähprojekt gegönnt: einen Zugluft-stopp für’s Fenster!

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~Kleine Nähanleitung für den Zugluftstopp~

1. Messen! Erst habe ich den Fenstersims ausgemessen und zusätzlich den Abstand zwischen Sims und Rahmen. Das waren ca. 120cm und 6 cm in die Höhe.

2. Rechnen! 6-8 cm Durchmesser hat meine Zugluftrolle also. Durchmesser 6 cm mal Pi sind aufgerundet 20 cm Umfang. Also brauche ich ein 120 cm langes  mal 20 cm breites Stück Stoff. Ich habe in der Länge noch einige Zentimeter hinzugefügt (ich habe die Enden einfach zugeschnürt, daher die Extra cm) und in der Breite eine Nahtzugabe von 0,5 cm pro Kante.

3. Ausschneiden! Zufällig hatte ich ein schönes Stück Baumwollstoff übrig, dass nur ein bisschen zu kurz war. Also habe ich an den Enden jeweils ein andersfarbiges Stück Stoff angenäht und dabei die 0,5 cm Nahtzugaben pro Stoffkante berücksichtigt und hinzugezählt.

4. Nähen! Erst mal meine Stoffstücke zusammengenäht (ich habe alles nochmal gebügelt) und die Kanten mit Zickzack versäubert. Die Enden ebenfalls schon mal versäubern, umschlagen und einmal nähen. Dann die längsten Seiten rechts auf rechts zusammenstecken, nähen, mit Zickzack versäubern und wenden.

5. Stopfen! Ein Ende zubinden, und mit Watte (ich habe ein altes Kinderkissen aufgetrennt an den Nähten und die Watte recycelt), Hirseschalen oder ähnlichem befüllen. Für die Wattestopferei hat ein Besenstiel großartige Arbeit geleistet. Wenn die Rolle voll ist (ruhig nicht zu fest stopfen) das andere Ende zubinden. Fertiiig! 🙂 Schluss mit Zugluft, ha.

Schlafsack reparieren – Reißverschluss und Riss

28 Mrz

Ich bin nicht der größte Fan von Schlafsäcken. Raschelndes Polyester und beengt in einem Sack liegen… uwah. Aber die letzte Woche in Berlin verbrachten mein Schurke und ich die Nächte größtenteils im Schlafsack auf Sofas. Und siehe da, eines morgens strecke ich mich und es macht Ratsch! – Schlafsack innen aufgerissen. Ich habe in dem Moment bereut, dass ich mein kleines Nähset nicht dabei hatte – aber dafür eben schnell mit der Nähmaschine, jetzt wo ich wieder Daheim bin.

Bei der Gelegenheit stelle ich gleich die kompliziertere Reparatur des Schurkens‘ Schlafsack vor, die ich vor ein paar Monaten unternommen habe – da war nämlich der lange Reißverschluss an der Seite kaputt. Lange war es damals auf meiner To-Do Liste diesen Schlafsack zu reparieren… aber wie? Und überhaupt, wo den Reissverschluss herkriegen? Ist das nicht teuer?

Der Reissverschluss war ganz einfach bei Schneidereibedarf Werner zu bestellen – ca 1,30 € pro Meter. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es der selbe Shop ist, indem ich damals gekauft habe, aber die Preise sind ähnlich. Damals war der Versand fast genauso teuer wie die 2-3 m Reissverschluss + extra Schieber den ich gekauft habe. (Inzwischen habe ich meine Rechnung wiedergefunden – ich habe im „Reissverschluss-Laden“ online bestellt. )

Aber wie nun einen Reissverschluss annähen? Den ganzen Schlafsack auftrennen? Nein – ich habe nichts aufgetrennt. Ich habe den vorherigen Reissverschluss geöffnet, und den neuen darunter genäht, in dem Teil zwischen eigentlichem Schlafsackflausch und Plastikreissverschlusszähnen. Der Schlafsack ist wieder funktionstüchtig – siehe Galerie für Näheres – allerdings sagt der Schurke, dass es durch den Reissverschluss etwas mehr reinzieht als vorher. Trotzdem hält der Schlafsack nun wieder warm und kann seiner Schlafsackfunktion nachkommen.

Ich habe den Reissverschluss mit der Nähmaschine angenäht, aber mit der Hand bekommt man es mit Sicherheit besser hin. Man muss auf jedenfall drauf achten, den Reissverschluss möglichst im geschlossenen Zustand zu vernähen – nicht dass er am Ende nicht mehr zugeht, weil die Zacken nicht mehr aufeinander passen!

Bei Fragen oder Klärbedarf gerne kommentieren oder mich auf muecke.blog@gmx.de anschreiben.

MeLuna Sport oder Classic?

14 Feb

DSC_0288Ich würde mich als eine „erfahrene“ Menstruationsbecherbenutzerin bezeichnen, und ich muss gestehen, in der Hinsicht bin ich etwas eitel. Daher wollte ich unbedingt eine MeLuna ganz ohne Stiel, und dachte ich probier es mal mit Sport. Weil ich ja so erfahren bin. Schließlich geht Fräulein Mücke viel spazieren und macht einmal die Woche Sport.

Tatsächlich hat die Meluna Sport nicht unangenehm gedrDSC_0241ückt und war auch sonst nicht spürbar. Alles war gut, bis es nicht mehr gut war: Die MeLuna Sport hielt an zwei sehr schwachen Tagen, aber nicht an den entscheidenden Tagen. Ein Desaster, wenn ich mich nicht Stoffbinden abgesichert hätte 😉 .

Ich hatte etwa so lange Zweifel an der MeLuna als Cup (Sind die Luftlöcher zu groß? Ist es die Form? Ist es das Material?), bis ich nach einem Tag auf meine zweite MeLuna, eine MeLuna Classic wechselte. Der passende Weichheitsgrad machte einen ungemeinen Unterschied. Mir wurde gleich klar, dass sich in meinem Fall die MeLuna Sport einfach keinen leichten Unterdruck aufbauen konnte – wohl einfach wegen der Schwäche meiner Muskeln. Classic ist der Weichheitsgrad für eine normale Person ohne sportliche Aktivität mehrmals in der Woche. Wie mich.

Nur eines ärgerte mich: Meine MeLuna Classic hat einen Ring. So einen Anfängerring. Und ich bin doch schon Fortgeschritten! Ausserdem sitzt der Cup bei mir nicht so tief. So meine Denkweise, aber ich nehme alles zurück. Der Ring ist einer tollsten, handlichstenDSC_0226 Stiele überhaupt! Er ist toll zum Greifen und trotz seiner Größe stört er überhaupt nicht, daer ist ja rund ist und nirgendwo groß reindrücken kann. Ausserdem ist der Ring sehr weich und biegsam. Die MeLuna kann auch Mithilfe des Rings sehr kontrolliert entfernt werden, einfach toll. Da er so weich ist, kann man allerdings den gesamten Cup nur schwer drehen, indem man nur am Ring dreht. Da muss frau ein klein wenig höher greifen, aber der Ring erleichtert trotzdem den Griff.

Ich möchte allerdings Anmerkung, dass meine allererste Begegnung mit der Meluna Sport ohne Stiel nicht die Beste war. Es war spätabends, ich war aus dem einen oder anderen Grund verkrampft, und ich habe das Ding zum allerersten Mal seit meiner Zeit als blutige (haha) Anfängerin nicht reingekriegt. Wasser war als Gleitmittel auch nicht nützlich, und mir war schnell klar das wird heute nichts mehr. Also: Stoffbinde, ab ins Bett, was soll’s. Am nächsten Morgen hatte ich keine Probleme mehr.

Ich hatte mich auch ursprünglich für die MeLuna Sport entschieden, da ich dachte sie würde schneller aufploppen. Das war auch (bis auf einmal) immer der Fall, aber die MeLuna Classic hat jetzt auch keinerlei Probleme bereitet. In meinem persönlichen Fall war die Classic die richtige Wahl, und die Größe M sowieso (eine S habe ich allerdings noch nicht ausprobiert). Ich bin auf jedenfall noch auf Julias Erfahrungen mit ihren Sport MeLunas S und M gespannt. 🙂

Es lohnt sich meiner Meinung nach auf jedenfall, in mehrere MeLunas zu investieren um die Richtige zu finden. Aber ich meine dass der Härtegrad / Weichheitsgrad Classic den meisten Frauen passen sollte.

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MeLuna: Erste Eindrücke

19 Jan

Sie sind da!DSC_0238

Ich habe ziemlich großzügig bei MeLuna bestellt, aber Praxistests müssen noch ein paar Wochen warten. Tja, knapp verpasst ist auch vorbei, Vorkasse dauert eben ein wenig und es war Wochenende. Ich habe mehr als einen Cup bestellt, in verschiedenen Größen und Härtegraden. Besonders freue ich mich über den „Sport M Basic“: ergo, Weichheit: Sport, Größe: M und Stiel: Basic (–>kein Stiel).DSC_0239

Mein erster Eindruck ist auch etwas abhängig von meinen vorherigen Erfahrungen mit dem DivaCup; Ich bin immerzu am vergleichen.

Material: DivaCup ist Silikon und fühlt sich sehr glatt an bei Berührung,während MeLuna aus TPE besteht. MeLuna ist ebenfalls glatt, aber etwas griffiger von der Oberfläche her, zumindest wenn beide unbefeuchtet sind. Der Geruch der MeLuna hat zu Beginn (er ist inzwischen komplett weg) doch an neues Plastik erinnert. Einmal waschen und weg, könnte einfach von der Produktion sein.

Stiel und Greifbarkeit: DivaCup hat gehobene Rillen am unteren Ende. Der Stiel ist sehr weich und rohrförmig. Meluna hat im Vergleich ausgeprägter Rillen. Der Stiel kann in verschiedensten Varianten bestellt werden (oder auch ganz weggelassen werden), und ist ausnahmslos massiv als Ring, Kugel oder länglicher Stiel. Auch der längliche Stiel ist jedoch gut greifbar, da er aufgesetzte Knubbel hat. Nichtsdestotrotz  finde ich ist auch der DivaCup gut zu greifen, da er an der Spitze – dem Stielansatz – knubbelig und recht hart (dickes Silikon)ist. Vom Stiel er könnte man den Divacup als eine Mischung zwischen MeLuna Basic (ohne Stiel also) und der Kugel beschreiben. Trotzdem meine ich, dass MeLuna insgesamt (Meluna Basic ausgenommen) besser zu greifen ist.

Weichheitsgrad: Der DivaCup ist weicher als „Classic“ oder „Sport“, und ich vermute auch weicher als „Soft“ Die MeLunas lassen sich nicht so leicht zusammenknautschen, auch wenn dies auch am Alter des DivaCups liegen könnte.

Design: MeLuna ist um einiges wandelbarer, aber folgendes lässt sich verallgemeinen und vergleichen: MeLuna hat KEINE Beschriftungen, d.h. hat mehr glatte Oberflächen und damit leichter zu reinigen. Dafür hat der DivaCup innen „ml“ Angaben, sodass man minutiöser überwachen kann, wie viel Blut man im Monat verliert, als mit der MeLuna (obwohl man dies immer noch besser als mit Tampons oder Binden abschätzen kann). Da alle Stiele von MeLuna massives TPE sind und nicht rohrförmig wie beim DivaCup, muss man auch hier nicht besonders beim Reinigen darauf achten. Meluna hat auch zwei „Luft“ Löcher im Gegensatz zu vier beim DivaCup. Weiterer, meiner Meinung nach ausschlaggebender Unterschied: MeLunas Löcher sind sehr kurz, nur halb so lang wie DivaCups und einen Tick größer, zumindest bei den Cups (S, M) die ich hier habe. Viel leichter beim Reinigen!

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Etwas ungewohnt für mich, farbige Cups zu haben. Die Farbe ist nicht ganz so frei wählbar, da gewisse Designs (z.B. MeLuna Basic ohne Stiel) nur in einer Farbe kommen. Aber insgesamt sind die MeLuna Cups viel diverser. Das erleichtert zwar nicht unbedingt immer die Auswahl der Cups, aber ist individueller, auch wenn ich mit dem DivaCup bisher zufrieden war.

Kleines Detail, dass ich trotzdem lobenswert fand: Die Melunas kamen alle zwar in einer robusten Plastiktüte, aber alle mit einem wiederverschließbaren Verschluss.

Zu guter Letzt: zwar sind die MeLunas laut der Seite so billig, weil sie aus TPE bestehen, doch ich fände es auch toll wenn einige Modelle aus Silikon angeboten werden würden.

Stoffbinden selber nähen

14 Jan

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Zunächst mal: Die Stoffbinden die ich hier vorstelle, sind eher für den Gebrauch in Kombination mit einer Menstruationstasse o. ä. da sie ohne eine wasserdichte Schicht genäht ist. Wenn ihr mögt, könnt ihr sicher eine unterste Schicht mit entsprechendem Stoff hinzufügen (z.B. undurchlässigen oder sehr dicht gewebten – ich gebe jedoch keine Garantie dass die auch dicht halten!)

P.S.: Verlinkungen zu weiteren Anleitungen am Ende des Blogposts!

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Material: Ich habe ein altes, löchriges Handtuch ausgegraben und es dreilagig verwendet.

Schablone: Ich habe eine Flügelbinde irgendwo ausgegraben und sie als Vorlage verwendet. Allerdings habe ich die Flügel etwas breiter gemacht, damit sie sich unter der Unterhose überlappen.

Vorgehensweise: Zunächst einmal die Vorlage auf das Handtuch zeichnen, und 1x ausschneiden (oder so viele wie ihr Binden haben wollt). Ich habe dann zusätzlich zweimal die Vorlage OHNE Flügel ausgeschnitten, und mit Zickzack auf das Stück mit Flügeln draufgenäht, und die gesamte Binde dann noch mit Zickzack umrandet. Somit sind die Flügel einlagig, die Binde an sich aber dreilagig. Im Prinzip ist sie nun fertig. Ich benutze eine Sicherheitsnadel, um die Flügel aneinander und an der Unterhose zu befestigen.  Alternativ kann man natürlich auch ein Knopf/Knopfloch nähen, Fäden zum Zusammenbinden, Klettverschluss um die Flügel aneinander zu befestigen, oder auch Druckpunkte.

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Mit Stoff umranden: Ich habe zwei Stoffbindenstücke mit Flügeln aus rotem Stoff ausgeschnitten mit extra Nahtzugabe, und zweimal festgenäht – wie im Bild unten zu sehen, einmal noch aussen rum genäht. DEiesen Schritt halte ich jedoch für unnötig, da er zum einen viel Zeit gekostet hat, und zum anderen die Binde nicht so bequem ist wie die anderen, noch so aufnahmefähig.

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Fast drei Jahre später sind diese Binden immer noch ab und an im Einsatz 😉 Meistens fühle ich mich aber auch ohne Sie sicher genug. Ich meine, dass man auch extra Stofflagen in eine Unterhose nähen könnte und damit eine „Menstruationsunterhose“ nähen könnte um sie mit einer Menstruationstasse zu verwenden.

Ich habe damals einfach drauflosgelegt, aber hier noch weitere Anleitungen für Nählustige:

Von „frischgeschlüpft“ einer Hamburger Bloggerin, von deren Schablonenquelle, auf Englisch, und auf Blumenkinder gibt es nicht nur Baumwollslipeinlagen zu kaufen, sondern auch ein Binden-diy-Nähset. Letzteres ist jedoch, wie manche der angebotenen waschbaren Einlagen nicht ganz plastikfrei. Im Meluna Shop gibt es ebenfalls hübsche Baumwolleinlagen, aber ebenfalls mit einer Polyesterschicht.

Kleines Tutorial: Unorthodoxes Strumpfhosenflicken

12 Dez

Ich weiss nicht, ob irgendwer einen Bezug dazu hat, doch ich trage sehr gerne blickdichte Strumpfhosen. Ich bilde mir dann ein, dass meine Beine darin besser aussehen als unbekleidet, und das mag ich 😉  Wenn ich im Winter mit Rock unterwegs bin, trage ich dann schon mal zwei, drei übereinander. Die schönste kommt dann nach ganz oben, die durchgelaufenen, zerschlissenen nach unten.

Folgende Löcher tun sich jedoch schnell auf, und wachsen ins Unendliche: Schritt, Ferse, vordere Ballen und Zähen. Als ich nun neulich in eine solch befallene Baumwollstrumpfhose schlüpfte, war mir klar, so geht es nicht weiter. Mindestens 10 Strumpfhosen, und keine heile dabei. Und bei den Löchern in der Strumpfhose wäre ich ja bis Weihnachten am Stopfen. Was tun?

Lösung: Fussteile abschneiden, aufschneiden, draufnähen 😉 Und wieder eine Leggins. Ich war lange mit dem Zickzackstich beschäftigt, Das Loch an einem Bein hätte noch mehr Stoff vertragen… es sitzt nun etwas eng. Aber zumindest zieht es nicht mehr im Schr…itt.DSC_0036

Es ist zwar eine berechtigte Frage, ob sich das Nähen lohnt, aber immerhin muss ich fürs erste nicht nochmehr Strumpfhosen kaufen. Ich entschuldige mich jedoch für die unanschaulichen Photos… aber als die Löcher noch drin waren, wollte ich die Strumpfhose „bei Leibe“ nicht angezogen photographieren 😉

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Ehemaligen Fußstoff auf das Loch stecken. Bei Strumphosen gar nicht so leicht… etwas Karton zum Drunterlegen oder ein „Riesen“ Stopfei… Jedenfalls habe ich es nicht ganz hingekommen, es hat sich an einem Bein etwas verzogen.

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Die fertig geflickte Strumphose… die Fußöffnungen habe ich auch nochmal mit Zickzack versäubert.  DSC_0039 DSC_0040

Kleines Tutorial: Löcher stopfen. So mach ich das.

12 Dez

Ich hoffe dieser Post ist nicht zu Basic im Sinne von „Das wussten wir ja alle eh schon…“DSC_0058

Nicht nur bei Socken, auch bei T-shirts und anderen Kleidungsstücken schleichen sich Mikrolöcher ein. Wie verhindern, dass die größer werden? Diese Methode ist eigentlich das ganz normale Stopfen, wie es mir mal meine Großmutter gezeigt hat. Kann für Socken, T-shirts, so ziemlich jeden Stoff angewandt werden. Bei Jerseystoffen (T-shirts, Söckchen etc) und etwas gröber gestrickten Socken ist es natürlich um einiges unfauffälliger.

Zunächst: Möglichst einen Faden finden der (im Gegensatz zu hier, er ist nur der Anschaulichkeit wegen weiss) möglichst die selbe Farbe und Dicke hat wie der eigentliche Stofffaden. Vor allem bei sichtbaren Stellen ist dies wichtig. (In diesem Fall wird ein Loch in einer Strumpfhose mit Nähmaschinengarn geflickt.)

1. Ich umnähe gern erst mal das Loch 1-2 mal, dies ist aber nicht unbedingt nötig. Genug vom Anfangsfaden über lassen, haltet ihn bei den ersten Stichen einfach fest. Danach verrutscht er nicht mehr.

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DSC_00612. „Längs“ über das Loch nähen. Immer ein paar Stiche im Stoff, über das Loch, ein paar Stiche gegenüber. Nicht zu fest zusammenziehen, sonst verzieht sich der Stoff! Ein Stoffei kann zur Stabilität hergenommen werden, doch ein Stüch Karton oder irgendein anderer Gegenstand geht auch. In dem Falle dieser Strumpfhose und dieses Loches bin ich selbst dieser Gegenstand (haha). Ganz kleine Löcher gehen auch ganz ohne, man muss eben achtsam sein, dass man den Faden nicht zu sehr zusammenzieht. Ich versuche auch beim Stopfen möglichst so zu nähen, dass die Kanten nach innen gefasst werden. Also dass ich, wenn ich in den Stoff (wenn ich auf die rechte Seite Schaue) immer von oben einsteche.

DSC_00633. Quer über das Loch nähen. Dabei möglicht abwechselnd die Nadel unter und über die Längsfäden weben. Ansonsten genau wie 2! Ihr kreiirt ein Schachbrettmuster, mit dem ihr das Loch schliesst. Falls nachdem ihr fertig seit noch größere leere Stellen zwischen den Fäden sind die ihr nicht haben wollt, einfach nach Gefühl weiter weben.

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4. Faule(hust)verknoten das Anfangs- und Endstück, aber das ist hier und beim Stricken verpöhnt. Ansonsten die Enden einfach gut verweben, das hält zum einen gut, zum anderen scheuert ihr euch (bei Socken vor allem!) nicht an dem Knoten. Ich habe schon Löchlein in T-shirts mit Nähmaschinenfaden geflickt, und 3 cm Löcher mit dickerem Garn.

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Ich führe ja inzwischen immer mein entzückendes Reisenähset mit, so kann man in einer freien Minute schnell Löchlein stopfen.

Wie aus kaputten Socken Handschuhe wurden.

7 Dez

Kurz vorweg: Ich habe amerikanische Rechtschreibung aus irgendwelchen Gründen. That’s my excuse. Ich habe sicher nicht alle Fehlerchen korrigieren können. 😉 DSC_0033[1]

Ich habe viele Paar Socken zuhause herumliegen, die an den Ballen durchgelaufen sind. Besonders um Strumpfhosen und Overkneesocken tut es mir besonders Leid. Hier daher ein kurzes Tutorial, indem aus Overkneesocken schicke „Handschuhe (eigentlich der einfachheitshalber Fäustlinge) warden.DSC_0021[1]

Den Fußteil habe ich bereits abgeschnitten. Den aber nicht wegwerfen, denn aus diesen möchte ich die „Daumen“ formen.

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Dann schneide ich die Socken an einer Seite auf, ganz unten will ich das Daumenstück einsetzen. DSC_0024[1]

Und hier ist es auch schon. Es sollte aufgeklappt einem Dreieck nachempfunden werden, denn vor allem beim ersten Handschuh ist mir der Daumen unten etwas eng geraten.

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Daumen annähen. Dazu einfach eine Seite des Dreieck and das aufgeklappte untere Ende des Schnitts legen, und eine gerade Linie nähen. Ich habe einen Mini-zickzackstich furs Nähen, und einen großen Zickzakstich fürs Vernähen verwendet. Jetzt ist eine Seite des Daumens, und die Seite des Handschuhs sowie oben am Handschuh noch offen. Diese einfach je nach Größe der Finger zunähen und versäubern (den Handschuh natürlich vorher auf Links drehen und von innen nähen). Wichtig!! Damit sich nichts verzieht und es schön wird, immer von der Daumengabel anfangen zu nähen und zu versäubern. Also nicht von Daumenspitze zu Zeigefingerspitze, sondern! von Daumengabel zu Daumenspitze nähen, und von Daumengabel zu (Zeige-) Fingerspitzen.

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Dann wieder auf rechts ziehen und anprobieren! Fertig!

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Der erste Daumen ist etwas klein geraten.

Für kleine Socken mit Loch kann man auch ganz leicht Handytäschchen machen, indem man den Fußteil abschneidet und einfach zunäht:DSC_0035[1]