Tag Archives: upcycling

Sweatpants umgenäht zur Yogahose

28 Mrz

Bei Lidl gab es vor ein paar Monaten eine Yogahose mit engem Fußbündchen, die mir sehr gut gefällt – auch wenn ich öfters das Gefühl habe im Schlafanzug draussen unterwegs zu sein, wenn ich sie trage 😉
Eine alte Sporthose, bzw Sweatpants, die ich nie viel getragen habe, ist mir beim ausmisten untergekommen – fast aus dem selben Stoff wie die Lidl Esmara Yogahose!

Das Umnähen geht ganz einfach:
1. Ca 10-15 cm nach Belieben unten am Hosenbein abschneiden.
2. Die abgeschnittenen Beinteile in der Breite kürzen und wieder zusammen nähen. Bei dehnbaren Stoff einen kleinen, engen Zickzackstich statt eines Geradstichs verwenden. Darauf achten dass der Fuß noch durchpasst!
3. Die gekürzten Fußteile wieder an die Hose annähen – den Stoff des Fußteils an das weitere Hosenbein mit Stecknadeln feststecken. Durch Dehnen oder mit kleinen Falten die Länge des Fußteils an das Hosenbein anpassen. Bei mir haben Falten besser funktioniert.
4. Alles nähen und mit Zickzack versäubern!

Ich habe leider ein Fußteil falschrum angenäht – als ich dann das Zweite auch extra falsch herum annähen wollte, habe ich es prompt versehentlich richtig gemacht. Ups.

 

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Wie aus kaputten Socken Handschuhe wurden.

7 Dez

Kurz vorweg: Ich habe amerikanische Rechtschreibung aus irgendwelchen Gründen. That’s my excuse. Ich habe sicher nicht alle Fehlerchen korrigieren können. 😉 DSC_0033[1]

Ich habe viele Paar Socken zuhause herumliegen, die an den Ballen durchgelaufen sind. Besonders um Strumpfhosen und Overkneesocken tut es mir besonders Leid. Hier daher ein kurzes Tutorial, indem aus Overkneesocken schicke „Handschuhe (eigentlich der einfachheitshalber Fäustlinge) warden.DSC_0021[1]

Den Fußteil habe ich bereits abgeschnitten. Den aber nicht wegwerfen, denn aus diesen möchte ich die „Daumen“ formen.

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Dann schneide ich die Socken an einer Seite auf, ganz unten will ich das Daumenstück einsetzen. DSC_0024[1]

Und hier ist es auch schon. Es sollte aufgeklappt einem Dreieck nachempfunden werden, denn vor allem beim ersten Handschuh ist mir der Daumen unten etwas eng geraten.

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Daumen annähen. Dazu einfach eine Seite des Dreieck and das aufgeklappte untere Ende des Schnitts legen, und eine gerade Linie nähen. Ich habe einen Mini-zickzackstich furs Nähen, und einen großen Zickzakstich fürs Vernähen verwendet. Jetzt ist eine Seite des Daumens, und die Seite des Handschuhs sowie oben am Handschuh noch offen. Diese einfach je nach Größe der Finger zunähen und versäubern (den Handschuh natürlich vorher auf Links drehen und von innen nähen). Wichtig!! Damit sich nichts verzieht und es schön wird, immer von der Daumengabel anfangen zu nähen und zu versäubern. Also nicht von Daumenspitze zu Zeigefingerspitze, sondern! von Daumengabel zu Daumenspitze nähen, und von Daumengabel zu (Zeige-) Fingerspitzen.

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Dann wieder auf rechts ziehen und anprobieren! Fertig!

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Der erste Daumen ist etwas klein geraten.

Für kleine Socken mit Loch kann man auch ganz leicht Handytäschchen machen, indem man den Fußteil abschneidet und einfach zunäht:DSC_0035[1]

„Cycle“ up Bike Tires – Fahrradreifen unter der Nähmaschine

5 Dez

Wie so oft habe ich natürlich nicht WÄHREND des Prozesses Photos gemacht, sondern fröhlich vor mich hin experimentiert. Inspiration war ein Geschenk an mich, nämlich eine handgenähte Smartphonehülle aus altem Fahrradreifen Gummi! (Mit Zahnseide genäht, hihi!) Das hat mich dazu inspiriert, selber einen alten Reifen im Keller aufzustöbern und es mal mit der Nähmaschine zu probieren. Funktionierte überraschend gut, obwohl deutlich besser mit meinem Teflonbeschichteten Nähfuss. Der Nähfluss war um einigesbesser! Das Gummi ist eben etwas zu rutschfest. Aber das Filz hält das Handy super in der Tasche – ich kann meine umdrehen und sie gleiten nicht heraus, sind aber leicht zum reinstecken und rausnehmen.
An den Schenker: Danke für das tolle Geschenk und die Inspiration ❤

Und in dem Sinne: SUCHE KAPUTTE FAHRRADREIFEN! (und Jeans) 😉

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Alle mit Filz gefüttert, dass auch von alleine gut am Gummi haftet. Ich habe es nur oben immer etwas fixiert, zumindest bei diesem.
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Die ersten „eigenen“ Kreationen.

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Mein Geschenk, den Filz habe ich selbst hineingenäht. Ursprünglich war er geklebt, aber das hielt leider nicht.

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Bandeau Top selber nähen #2: Aus einem alten T-shirt!

5 Aug

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Vor ein paar Tagen habe ich eine Kiste alte Kleider durchgesehen, und es waren Berge übergroßer T-shirts darin. Bisher hatte ich sie verräumt und vergessen, da fast jedes irgendwie Bedruckt ist auf der Brust.

ImageBei diesem T-shirt habe ich es einfach auf Links gewendet, auch wenn es dann nur links gewebte Maschen zeigt. Das muss ja nichts schlechtes sein. Image .

Nagut, ich wollte auch noch ein Bandeau Top haben…

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Erst mal habe ich die Ärmel abgeschnitten, und einen Teil von der oberen Hälfte. da ich faul bin, habe ich Nähte an den Ärmeln dran gelassen –> ergo, ich muss sie nicht vernähen (mihihi).

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Nach einigem Überlegen habe ich dann beschlossen, nicht den Gummi direkt mit Zickzack an das t-shirt zu nähen. Ich bin nicht so überzeugt von meinen Nähfähigkeiten, dass ich glaube es würde mir gleichmäßig gelingen. Also: oben mit Zickzack versäubern, mit Stecknadeln umschlagen und einmal mit einem Geraden Stich rundeherum. Ich habe allerdings die Nähte, wo ich die Ärmellöcher zugenähgt habe ausgespart, um den Gummi dann durchzufädeln. und ausserdem ist es dort immer etwas fitzelig, den Gummi durchzukriegen.

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Dann Gummi durchgezogen: natürlich habe ich versehentlich den Gummi innen verdreht. Da er sowieso etwas zu lang war, habe ich ihn an der verdrehten Stelle wieder herausgezogen, auseinandergeschnitten und dann erst mal mit der Sicherheitsnadel wieder zusammengeheftet und anprobiert zwecks Gummilänge.

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Dieses Bandeautop ist um einiges unförmiger (es war doch ein sehr großes T-shirt), vor allem wo ich ich Ärmel zugenäht habe. Ich habe es also unter den Achseln noch ein wenig enger genäht, und einen Gürtel hinzugenommen. Vielleicht werde ich es später noch etwas enger nähen – das T-shirt an sich hat allerdings keine Seitennäht (ist als Schlauch gewebt) an der ich mich entlanghangeln könnte.

Übrigens ist, da ich das T-shirt auf links gedreht habe auch die Naht unten auf links. Finde ich jetzt aber nicht schlimm und ich werde es auch nicht extra ändern.

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Hier nun eine kleine Linkliste von Anleitungen zum Bandeautop die ich allerdings nicht konsultiert habe…

http://handgemacht.edelight.de/b/tubetop/

http://punkelmunkel.blogspot.de/2012/05/bandeautoptubetop.html

Bandeau Top selber nähen #1: Aus einem Spannbetttuch!

2 Aug

oder: kleine, einfache Nähprojekte für Laien wie mich!

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Diesen Sommer springen viele in diesen trägerlosen Bandeautops umher, und mich muss gestehen die gefallen mir ausserordentlich gut. Aber für so ein bisschen Stoff Geld ausgeben? Traue ich mich das überhaupt zu tragen?

Aber wie der Blogtitel andeutet, ich habe mir zu helfen wissen 😉

Von meinem Aufenthalt in den USA habe ich noch ein altes graues Spannbetttuch aus zweiter Hand übrig. Der eigentliche Grund, weshalb ich es mit Heim gebracht habe war tatsächlich, dass ich es zerschnippel und etwas daraus nähen kann. Ich dachte eigtl an ein Kleid, aber der eingenähte Gummi bietet es ja geradezu an, ein Bandeautop zu nähen. Nun, ein Bandeaukleid hätte es auch werden können.

Das schöne, wenn man ein altes Spannbettuch weiterverwertet: Den Gummi muss man nicht selbst einnähen! Ich habe allerdings, BEVOR ich es zerschnitten habe jeweils rechts und links von den Einschnittstellen den Gummi mit einigen Stichen fixiert, da ich mir nicht sicher war, ob er innen festgenäht war.

Wenn man nun kein alten Spannbetttuch zur Hand hat, würde ich zwei Methoden vorschlagen: Entweder den Stoff an der Brust nach innen umschlagen, einmal rundumnähen und dann den Gummi mit einer Sicherheitsnadel zusammen durch eine offen gelassene Stelle ziehen und dann alles verschliessen.

Oder: Den Gummi oben mit Zickzack am stoff festmachen, und dann erst umschlagen mit einem geraden Stich vernähen. Da der Gummi bei mir schon drin war und es machinell (Overlockmaschine, gibt es auch zu kaufen) vernäht war, sieht es bei mir (zumindest oben 😉 professionell aus.

Ausmessen? Ich habe es mir einmal um die Brust gehalten und dann ungefähr die Länge geschnitten. Ich habe nicht mal zwei Teile ausgeschnitten – nur ein langes, rechteckiges Stück und es an einer Seite wieder zugenäht. Ergo: mein Bandeautop ist vollkommen untailliert und fällt locker (aber schön, wie ich finde) um die Hüften. Wenn man zwei Teile schneidet, kann man es wohl auch taillieren, damit habe ich aber wenig Erfahrungen. Meine Nähkünste reichen nur für einen Stoffschlauch.

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Unten habe ich es nur mit Zickzack versäumt – ich stecke es einfach immer in meine Hose, und lasse den Rest überhängen (hat ja Bandeau Minikleid Länge). Am schönsten mit einem Bandeau BH (anders als im Photo ganz unten).

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Et voila:

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Nachttisch für Intellektuelle

29 Jan

Ich liebe es, meine Möbel nicht neu kaufen zu müssen, sondern aus Sachen zusammenzuschustern, die ich bereits besitze:

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In diesem Fall handelt es sich um die hübsch gebundene, aber vermutlich nie wirklich gelesene (und von mir sicherlich inhaltlich nicht angemessen gewürdigte) Weltgeschichte-Ausgabe meines Großvaters. Ich kann zwar bezeugen, dass darin nützliche Informationen stehen (eine Freundin hat darin tatsächlich zufällig einen Aufsatz entdeckt, den sie sich einige Tage zuvor, ich glaube sogar per Fernleihe, in der Bibliothek bestellt hat), aber ich persönlich schätze doch Literatur, die online zugänglich ist. Oder zumindest über einen Katalog mit Schlagworten erschließbar. Zum Wegwerfen allerdings sind die Bücher definitiv viel zu schön. Was für ein Glück also, dass ich eine neue Verwendung für sie gefunden habe. Übrigens auch für mein Image, denn (O-Ton einer anderen Freundin): „Das sieht so aus, als wärst du total intellektuell!“
Vielen Dank auch. 😉

„Anleitung“ zum Hosen flicken

16 Apr

Meine Hosen gehen meistens an der gleichen Stelle kaputt: Sie scheuern zwischen den Oberschenkel, und dort entstehen dann die Löcher. Neue Hosen (selbst 2nd Hand) kosten mindestens 10-20 Euro. Ich kann mich wirklich nicht als Nähspezialist brüsten – nur damit, dass ich inzwischen nach 20x dilettantisch  Hosen flicken routiniert bin.

Wenn ich Hosen reparieren möchte, nehme ich einfach ein möglichst gleichfarbiges Stück Stoff aus dem selben Material wie die Hose und nähe es mit möglichst gleichfarbigem Faden INNEN an die Hose, und versuche es möglichst glatt an den Hosenstoff zu nähen. Nicht immer ein leichtes unterfangen im Schritt.

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CIMG7433Am besten den Stoff vorher per Hand mit groben Stichen zusammenheften – ich bin dafür meistens zu faul und fixiere den Stoff nur punktuell an den Ecken mit ein paar Stichen der Nähmaschine. Stecknadeln sind zwar nützlich bevor man sie fixiert, aber ich da ich  persönlich die Hose abwechselnd innen und aussen benähe, man nicht gut sieht ob der Stoff richtig sitzt von innen und ihn andererseits von aussen nicht gut befestigen kann – jedenfalls, ich finde es komplizierter nur mit Stecknadeln zu arbeiten und sie pieksen!! Den Nähmaschinenstich den ich gerne verwende ist der Zickzackstich der wie ein normaler gerader Nähmaschinenstich ist, nur halt im Zickzack (d.h. nicht zwei große Stiche bilden einen Zacken sondern mehrere Kleine).

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CIMG7435Bei sehr Jeansstoff ist es an den Nähten etwas problematisch. Hier den Stoff zusätzlich durch die Nähmaschine ziehen, langsam nähen (aber diese Stellen möglichst aussparen wenn möglisch) und gegebenenfalls den Nähmaschinenfuß etwas hochstellen. Achtung: hier gehen auch oft Nähmaschinennadeln kaputt! Man kann sie aber leicht ersetzen (immer ein Päckchen Nadeln auf Vorrat haben!) und auch spezielle Nadeln kaufen, die für Jeansstoff bestimmt sind.

Man sollte möglichst früh, wenn die Löcher noch klein sind, das Loch mit Flicken schließen und verstärken, so bleibt die Hose noch ansehnlich. Wenn man sie trägt, fällt der Flicken auch überhaupt nicht auf.

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Andere Kleidungsstücke kann man wieder tragbar machen – ich bekomme oft Komplimente für den übergroßen Knopf der eine meiner Jacken ziert, den ich als knallige Alternative zu einem verlorenen Knopf angebracht habe (und das Knopfloch mit ein paar Schnitten und Stichen vergrößert). Eine Freundin brachte mir ihr Lieblingstop mit gerissener Naht, die man nur wieder zunähen musste und mit Zickzack die neue Naht versäubern. Für meine Longarm T-shirts, die nach 4-5 Jahren nun Löcher an Ellbogen und Armen bekommen, nehme ich gerne gemusterte Stoffstückchen die ich dann aussen draufnähe, über das gestopfte Loch (einfach im Schachbrettmuster fürs Stopfen per Hand drüber nähen – ich bin oft Faul und nähe wenn möglich mit Zickzack drüber).

Für Stofffetzen zum nähen nehme ich gerne von alten Hosen Stückchen – meistens gibt es ja auch Tante/Mutter/ andere männliche/weibliche Person die noch alte (bereits zerschnittene?) Klamotten rumliegen hat.

Mein Fazit ist hier, dass auch wenn man sagt man „kann“ nicht nähen, die meisten schon mal in der Schule genäht haben, und einen Faden in eine Nadel ziehen können. Das Kleidungsstück ist in den meisten Fällen mit Löcher eh nicht mehr tragbar, da kann man auch ein bisschen experimentieren 😉CIMG7419 CIMG7420 CIMG7421  CIMG7423   CIMG7426

Papiertaschentücher?! Introducing the HankyBook

12 Apr

Schneuzbuch, der Prototyp!

Ich benutze schon länger Stofftaschentücher, aber ich bin zum Glück auch niemand, der ständig eine laufende Nase hat.  Mir gefällt vor allem die Wiederverwendbarkeit, und die Tatsache dass das Taschentuch nicht zerfällt!!

Nur beim Schnupfen muss ich dann immer mehrere dabei haben und das Tuch ist durchnässt und in Folge dann auch woauchimmer man besagtes Tuch aufbewahrt.  Ich nehme meine Taschentücher meistens doppelt beim Nase putzen und falte sie dann ordentlich bevor sie zurück in die Tasche gehen, aber um nicht jedes bei starkem Nasenausfluss durchzuweichen muss ich doch mehrere mitführen.

Der Gedanke des in der Hosentasche zerbollten Rotzschleuder schreckte bisher auch Rebecca vom Gebrauch eines Stofftaschentuchs ab. Aber es war Rebecca, die mich auf das „HankyBook  aufmerksam machte. Quasi ein Stoffbüchlein mit hübschem Umschlag, dessen Seiten man als Taschentuch benutzt.

Klar, ich mache dir eins, sage ich, und gesagt getan (wenn auch ein paar Wochen später, im Rahmen einer großangelegten Reperatur sämtlicher angesammelten löchrigen Kleidungsstücke)

Für den Stoff meiner ersten Schneuzbuchs war ich weder wählerisch, noch habe ich ihn besonders ordentlich zugeschnitten. Ein altes T-shirt, dass meine Mutter spendete, hat den Grundstoff gestellt. Ich habe die Ränder der ausgeschnittenen Stücke (ich habe 5 x 7 Zoll genommen, ca 13 x 18 cm) mit einem Zickzackstich eingefasst, ein Stoffstück mit einem hübschen Stöffchen eingefasst, und alles Stücke aufeinandergelegt und einfach in der Mitte zusammengenäht!