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Kennt ihr „Die Gute Schokolade“?

2 Jan

Freunde und Familie wissen (und fürchten) es schon lange: Ich bin verdammt verfressen. Richtig schlimm verfressen. Es ist ein Wunder, dass ich nicht durch die Gegend kugele. Das liegt vor allem daran, dass ich inzwischen fern vom elterlichen Kühlschrank lebe und bemüht bin, mir zumindest vegetarische Grenzen zu setzen. Die weihnachtlichen Feiertage haben mir trotzdem sehr zugesetzt (Pun intended). Ich bin so ziemlich jedem Essen verfallen und obendrein habe ich Schokolade genascht. Ich versuche möglichst zu vermeiden,  Schokolade zu kaufen, denn sie wird meist automatisiert verspeist. Süßes liegen zu lassen übe ich noch 😉

Genug von meinen Schwächen, die hier einleitend erzählt habe. Ja, natürlich geht es um Schokolade, speziell um DIE GUTE SCHOKOLADE, die es für einen runden Euro zu kaufen gibt.  Als ich auf dem Fairtrade-Award 2014 war, habe ich Plant-for-the-Planet, eine Initiative zur Pflanzung von Bäumen um das Klima zu fördern kennen gelernt. Pro fünf gekaufte Tafeln wird ein Bäumchen gepflanzt. Die Initiative produziert Fairtrade, teils Bio – die Verkaufsstellen, nach meinem Wissensstand, haben keine Gewinnbeteiligung.  Ich kaufe sie inzwischen im Tengelmann. Wo kriegt man sie denn noch her, die Gute Schokolade?  Tengelmann, Alnatura und gelegentlich DM sind augenscheinlich die Hauptanlaufstellen. In anderen Bioläden und Geschäften, in denen ich ab und an einkaufe, ist sie mir noch nicht aufgefallen. Und wichtig: Ich und der Schurke finden sie verdammt lecker, die gute Schokolade.

Möglicherweise ein Vorsatz fürs neue Jahr: Wenn Schokolade, dann die 😉

 

Anm.: Ich habe keine finanziellen oder materiellen Anreize angeboten bekommen/ erhalten, um positiv über die gute Schokolade zu berichten. Das ist aus völlig eigenem Antrieb!

 

 

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Gurken aus dem Inkareich

29 Sep

Eigentlich wollte ich gar keine Inkagurken – ich dachte es wären diese niedlichen mexikanischen Mini-Kürbisse, die wie kleine Wassermelonen aussehen. Aber die Pflanze, die ich gekauft hatte, stellte sich nach einigem Googeln als Inkagurke heraus, die irgendwann kleine stachelige Hörnchen hervorbringen sollte. Aber wenigstens haben die beiden Kürbispflanzen im Kleinformat eines gemeinsam: Sie schmecken gurkig!

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Erntebeutelchen mit Gurken, eine aufgeschnittene reife Gurke mit den Samen, die an Borkenstücke erinnern.

Also habe ich vor einigen Monaten (Juli?) die von der CityFarm Augsburg erstandenen Pflänzchen samt Mini-Klettergerüst an den Zaun gepflanzt. Selbiger Zaun ist nun Ende September zugerankt, eine Fläche von etwa 6-8 Quadratmeter ist bedeckt. Den Ertrag, der seit Ende August nicht abreißt, schätze ich bisher auf ein Kilo Inkagurken. Und es wachsen noch viiiele nach. Die Früchte der einjährigen Kletterpflanze Cyclanthera pedata  schmecken recht neutral. Sie sind gurkig und zart – zumindest, wenn sie etwa 2 Zentimeter groß sind. Werden sie aber größer als etwa 4 cm, muss man schon sehr auf Kernen und zäher Schale herum kauen. Meine scheinen eine Endgröße von etwa 10 Zentimeter zu bekommen. Vielleicht können diese noch gekocht verzehrt werden.

Soweit, dass die Gurken von der Pflanze, die auch Temperaturen von minus fünf Grad Celsius noch wegsteckt, in Backofen oder Topf gelandet sind, ist es nicht gekommen. Für tolle Rezepte muss man einfach nur irgendwas á la Inkagurken+Rezept googeln. Meine eigene Familie ist zwar nur mäßig begeistert und hat sie nicht wirklich probieren wollen, aber ich knabbere sie sehr gern. Dafür ist die südamerikanische Pflanze bei der Familie meines Lieblingschurken umso beliebter! Die Schurkenmama ist bereits ein großer Fan dieses sehr gesunden Gemüses. Bei meinem letzten Besuch war sie ganz entrüstet, dass ich kein Schälchen voll zum Essen mitgebracht hatte. (Geständnis: Ich hatte ein Schüsselchen gepflückt, doch sie wurden vorher alle von mir zum Frühstück unterwegs geknabbert.)

Diese Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen zählt, ist sehr pflegeleicht. Außer auspflanzen und Gurken ernten, habe ich den Nachbargarten vor einer Invasion der Inkagurken bewahren müssen,  da ihre Büsche am Zaun schon als Kletterparadies herhalten müssen.  Ziemlich gesund  soll die Inkagurke auch sein. Etwa noch so eine Wunderpflanze? (Manchmal frage ich, wie man den gesunden Kram  überhaupt alles gegessen bekommt…). Jedenfalls, laut Internet angaben sind sie unter anderem gut für die Cholesterin- und Blutfettwerte. Auch für Diabetiker empfehlenswert.

Püriert als Smoothie oder als Saft kann man die Hörnchen ebenfalls …genießen? Na, als Salat schmecken sie viel besser, glaube ich. Die Stacheln sollte man vorsichtshalber abknicken oder glatt streifen, egal wie man die Gurken zubereitet. Manche Früchte haben fast keine Stacheln, andere sind davon überseht. Ganz gerissene Gürkchen zeigen einem die glatte Schokoladenseite und enthüllen beim Pflücken ihr wahres Gesicht. Autsch! Die Ranken und Blätter (auch essbar im Salat, aber selbst noch nicht ausgetestet) sind aber nicht pieksig, die „Gefahr“ sich zu Verletzen hält sich also in Grenzen. Im Gegensatz zu gewissen Litschitomaten, die ebenfalls im Garten wachsen.

Obwohl es meine Gurken bisher nur in Scheiben in den Salat geschafft haben, gibt es vielfältige Möglichkeiten die Gurkis zu verarbeiten oder haltbar zu machen. Schmorgurken sollen lecker sein und sauer einlegen geht auch problemlos. Jetzt muss ich mir nächstes Jahr nur noch neue Pflanzen an ein zugänglicheres Stück Zaun pflanzen  und dem erneuten Gurkenglück steht nichts im Wege. Pechschwarze Samen habe ich inzwischen vorsorglich von den größten Gurken geerntet. Und vielleicht gesellt sich dann die „echte“ mexikanische Gurke rankend dazu.

Mehr Infos, Rezepte und lesenswerte Erfahrungsberichte findet ihr hier auf der Rühlemanns Duft- und Würzkräuterseite und tolle Fotos und eine Nudelpfanne auf diesem Blog.DSC_0355

Oben seht ihr ein Schälchen mit Inkagurken, dazu eine der fünf geernten gelben Tomaten und einen Teil der schier endlos nachreifenden Johannisbeertomaten. Wenn euch jemand sagt, man könne Letztere „als kleinen Strauch“ auf der Fensterbank halten: Das wage ich zu bezweifeln! Siehe Foto…

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Johannisbeertomaten werden nicht ausgegeizt – die einzelnen Arme waren sicher im Schnitt 2 Meter lang.

Nach längerer Pause (Fotos von den zwischenzeitlichen Projekten existieren zuhauf, nur ins Internet hat es bei mir nichts geschafft!) endlich mal wieder ein Eintrag.   🙂

Sikkim Girls: Nicht nur für Mädchen…

2 Jul

Mein neues Parfüm von Lush ist da! Eigentlich dachte ich nicht, dass der etwas orientalische, rauchige Duft meinem Schurken besonders gefallen würde… aber bevor ich mich versah, benutzte der Kerl Sikkim Girls einfach selbst! 😀

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Das Parfüm und die Körperbutter kamen in einer schicken Holzbox.

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Polsterung und Füllmaterial der Sendung ist aus Kartoffelstärke!

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Und hier ist der Inhalt der Box

 

Bärlauchgeheimtipp für Augsburger

15 Mai

Ich muss mich wirklich mal bei mundraub.org mal anwenden – ich kenne so einige Orte, wo man Essbares einsammeln kann! Im Botanischen Garten zum Beispiel – aber eigentlich darf man dort keine Pflanzen entnehmen (kleinere Mengen Saatgut sind gestattet). Aber trotzdem: Wenn einer von euch den Botanischen Garten in Augsburg bald besucht, sollte er wissen, dass beim Eingang des japanischen Garten ein Meeeeeeer an Bärlauch zu finden ist. Sogar mit Schild (Allium Ursinus). Genug, um mehrere Fußballmannschaften zu ernähren.

Pflanzenwahnsinn auf der Fensterbank

4 Mai
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Litschitomate von oben

Ist Urban Gardening ein Trend, oder Symptom einer neuen Mentalität? Ich hoffe auf Letzteres. Mein noch sehr kleiner, aber feiner zweiter Vorstoss in die Fensterbankgärtnerei. 🙂

Blüte joh

Gelbe Johannisbeertomate Blüte

grün tomate

Noch grüne Tomätchen. Einige Blüten fallen jedoch komplett ab, ohne eine Tomate zu bilden.

    Das Urban Gardening hat mich wieder! Naja, falls man meine paar Pflänzchen auf der Fensterbank „Urban Gardening“ nennen kann. Die zwei Tönnchen mit Topinambur drin schon eher. Seit ich auf einer Samentauschbörse der Cityfarm Augsburg war, bin ich im Gärtnerfieber.  Meine dort gegen Spende erstandenen zwei (gelben) Johannisbeertomaten und die überlebende Litschitomategedeihen ganz prächtig, und im Falle der Litschitomate: ganz schön stachelig! Die 1 cm großen Sprößlinge sind seit Anfang März auf erstaunliche 30 cm herangewachsen. Die Pflanzen haben alle drei bereits Knospen, und: grüne Tomätchen! *_*

fliegenfang

Apfelsaft mit einem Spannungsbrecher (Seife, Spüli, Waschmittel) klappt bisher am besten

Für mich als Tomaten-Ersti natürlich eine ganz aufregende Sache. Insgeheim hoffe ich ja, dass die Tomaten bald reif werden und ich gleich neue Johannisbeertomaten anpflanzen kann :). Bisher waren alle Pflanzen ausser an sonnigen Tagen im Haus. Sie sind sehr gesund, allerdings habe ich eine schwarze wie eine weiße Fliegenplage, die ich mit Schälchen Apfelsaft mit einem Spritzer Spülmittel unter Kontrolle halte (naja, es versuche). Bei den schwarzen Fliegen klappt das.

Johannisbeertomaten

Gelbe Johannisbeertomate

Die weißen Fliegen sind offenbar eine richtige Tomatenplage, hui.  Aber am allerliebsten nisten die kleinen Viecher im Basilikum. Ich mache es einfach so, dass ich sehr oft die Unterseite der Blätter überprüfe. Wenn ich (viele) Eier sehe, entferne ich das Blatt. Bei einzelnen Eiern und Fliegen tu ich sie so zerdrücken, bisher hält sie das in Schach. Es gibt auch ganz verschiedene Mischungen an Natron/Öl/Spülmittel und so weiter um die Anzahl der Viecher zu reduzieren.

Litschi

Litschitomate Blüte

Die stachelige Litschitomate ist eigentlich gar keine Tomate. Sie soll 1-2 Meter groß werden. Meine ist bisher 30 cm und hat jede Menge Stacheln! Ich schüttele täglich wenn ich vorbeigehe die Pflanzen etwas, damit sie kräftige Stämme entwickeln und die Bestäubung klappt (obwohl ich da auch mit einem Pinsel rum dilettiere) und die Litschi-Tomate ist wirklich pieksig. Von der Fliegenplage ist sie weitgehend verschont – in den letzten zwei Tagen sitzen schwarze Fliegen auf ihr, die komischerweise schon tot zu sein scheinen. Der Schurke freut sich auch schon ganz besonders auf die Früchte der Litschitomate. 🙂

Side Projects sind dann noch neben Topinambur der Okra. (Beides ebenfalls von der Cityfarm) Er kommt irgendwie nicht aus dem vier Blatt Stadium heraus, ist aber kräftig. Ich gieße ihn aber auch sehr wenig, da er angeblich viel Wasser nicht mag, und er ist noch in 10 cm Töpfchen. Okra ist eine afrikanische Schotenfrucht, die hier nicht so gut wächst. Deshalb ist sie auch im Haus, bis es draussen mindestens 15° C hat. Die trockene Erde um die Okras scheint jedoch ein Fliegenparadies zu sein.

Gerade freue ich mich ganz besonders auf Sonntag: Ich habe entdeckt das eine Urban Gardening Initiative, der Interkulturelle Garten in Augsburg, ein Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt veranstaltet! Und ein Gartenflohmarkt heißt hoffentlich viiiele Samen von alten Sorten und Setzlinge. Meine derzeitigen Ambitionen ist Chilils zu meinem Mini-mini Indoor Gärtchen  hinzuzufügen.

Ich gestehe, ich habe bei den nachfolgenden Links nur geschmökert und nichts gekauft. In Baumärkten und in Gärtnereien hatte ich auch immer wieder Chilis und Paprikas in den Händen, aber ich hoffe ja dass ich mir die alle bald ertauschen werden. Auf Rühlemanns Seite habe ich aber schon sehr viel Zeit verbraucht. Tolle Auswahl an Sorten, Samenfest, und dieses Mexikanischen Minigürkchen zum naschen muss ich irgendwann unbedingt ausprobieren.

Alte und Samenfeste Sorten kaufen:

Rühlemanns Duftkräuter, Würzkräuter und Heilkräuter. Und noch viel mehr! Viele ungewöhnliche Sorten gibt es hier zu finden.

Vern: Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von alten Nutzsorten.

Bingenheimer Saatgut

Zu „samenfesten“ Sorten hier ein toller Beitrag von BioBalkon.de

 

Urbane Gartenprojekte in Augsburg

Cityfarm Augsburg –> sucht gerade eine neue Fläche in der Umgebung von Oberhausen. Tipps erwünscht!

Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg –> Frühlingsfest und Gartenflohmarkt am 4.5.!

Guerilla Gardening Augsburg

 

Butterbier! (Weil „Margarinebier“ einfach nach nichts klingt…) *vegan*

30 Apr

Liebe Menschen, Zeit für ein Geständnis: ich habe Stephie seit Tagen einen Beitrag versprochen, aber es ist nicht dieser. Und ich weiß auch nicht, wann der versprochene Beitrag endlich kommt.
(Hallo übrigens an alle, die mich noch nicht kennen – ich bin Rebecca, einstmals Coautorin dieses Blogs, bevor ich Stephie damit herzlos habe sitzen lassen. *hust*)

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Aber dieses Rezept ist einfach zu gut, um es liegen zu lassen, bis meine ToDo-Liste abgearbeitet ist.
Als eifrige Hobbyköchin (oder … Experimentalpanscherin, wie meine Mutter vielleicht sagen würde?) und tragischerweise muggelgeborene Squib habe ich in meinem Leben nun wirklich schon viele Butterbier-Rezepte gelesen – viele davon nicht unbedingt solche, die mich zum Nachmachen angeregt haben, seriously, Kohlensäurehaltige Getränke und Eiscreme-Mischungen? *buärgh*

Mindestens zwei davon HABE ich allerdings ausprobiert, jedes Mal mit etwas unbefriedigenden Ergebnissen. Das erste Mal war ich noch zu jung für Bier und musste mich mit Karamalz zufrieden geben, was ansonsten in die Mischung wanderte, weiß ich nicht mehr, aber sehr wohl, dass ich hinterher extrem abgeneigt war, irgendetwas bierhaltiges zu probieren. Beim zweiten Mal haben Stephie und ich uns, soweit ich mich erinnere, über die Backvorräte ihrer Eltern hergemacht und eine Mischung aus Sahne, Rum und… noch mehr Sahne? zustande gebracht. Kurz ganz lecker, aber in größeren Mengen untrinkbar.

Jedenfalls hatte ich mich damit abgefunden, dass Butterbier zu den Elementen von Harry Potter gehört, die in meiner Welt einfach nicht funktionieren. Bis ich heute herausfinden durfte, dass es offenbar wirkliche, echte mittelalterliche englische Kochbücher gibt, die gebuttertes Bier enthalten. WHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAT?

Das Timing könnte nicht besser sein, immerhin planen meine Mitbewohnerin und ich gerade eine große Harry-Potter-Party. Und da ich nach einem mal Lesen ohnehin schon wusste, dass ich keinen Tag mehr warten konnte, um dieses Rezept auszuprobieren, habe ich das Experiment also einfach unter Partyvorbereitung verbucht.

Das Originalrezept verlangt nach Butter und Eiern, aber da ich selbst in extrem unveganen Phasen wie der, die ich im Moment durchmache, irgendwie nie so richtig einsehe, warum ich mir die Mühe machen soll, ein richtiges Rezept zu befolgen, wenn es dann nicht einmal vegan kann, habe ich ein bisschen daran herumgebogen. Normalerweise habe ich kein Problem damit, bei so etwas Pi mal Daumen vorzugehen (siehe das oben erwähnte Urteil meiner Mutter), aber hey. No one messes with butterbeer. Also musste zunächst noch ein wenig Recherche zum Thema Eiersatz her. Diese Website listet als hausmachbaren Eiersatz „2 EL Mehl (ganz normales!) + 1/2 TL öl + 2 EL Wasser + 1/2 Tl Backpulver gut mixen = 1 grosses Ei.“ Backpulver schien mir im Butterbier etwas fehl am Platz, schließlich sollte ja nichts aufgehen (obwohl ich dadurch vielleicht Schaum bekommen hätte?), und da in das Rezept ohnehin jede Menge Margarine kam, schien mir das Öl irgendwie überflüssig. Um nicht komplett das Gefühl zu haben, mich um vernünftigen Eiersatz herumzumogeln, habe ich 2/3 Sojamehl, 1/3 „normales“ Mehl verwendet, was ganz gut funktionierte hat.

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Anyway, hier das ganze Rezept!

0,5 Liter Bier (das Originalrezept verlangt Ale)

1/3 Tasse Zucker (nach Originalrezept braun… da ich nur weißen Zucker hatte, habe ich den genommen, funktioniert auch)

Eimischung (3 EL Mehl bzw. 2 EL Sojamehl, 1 EL Mehl, dazu 3-5 EL Wasser)

4 Esslöffel Margarine

Zimt, Nelken, Ingwer und Muskatnuss

Zuerst müssen Bier und Gewürze in einem Topf zum Kochen gebracht werden. Im Originalrezept waren Mengenangaben für die Gewürze enthalten, aber da ich das Rezept gedrittelt hatte und es schwierig fand, genau abzuschätzen, was ein Drittel eines halben (Zimt, Nelken) bzw. Viertel- (Ingwer) Teelöffels ausmacht, bin ich einfach nach Gefühl vorgegangen.

Sobald das Bier kocht, Hitze auf die niedrigste Stufe stellen und Topf von der Platte nehmen. Die Eiermischung und den Zucker einrühren, dann alles auf der Platte so lange weiter rühren, bis die Mischung leicht andickt. Zum Schluss die Margarine einrühren, und voila!

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Unbeschreiblich leckeres, magisch satt machendes Butterbier (In meiner Hogwarts-Tasse, obviously. Die ich, ohne angeben zu wollen, stilecht in Kings Cross an Gleis 9 3/4 erworben habe. Oder was auch immer dafür ausgegeben wird, da das richtige Gleis nicht einfach so zugänglich ist). (Bitte von Kindern und Hauselfen fernhalten.)

Enjoy!

Osterlämmchen: glutenfrei und vegan

18 Apr

Es gehört in meiner Familie zur Tradition, zum Osterfrühstück ein Osterlamm auf den Tisch zu bringen – aus Kuchenteig, versteht sich, nicht die Variante, die mal selbstständig blöken konnte. Und seit ich vor ein paar Jahren auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt (!) eine gebrauchte Backform mit vier Lämmchen (die Backform meiner Mutter bäckt „nur“ eines, dafür aber größer) erstanden habe, ist die Aufgabe, für dieses Gebäck zu sorgen ohne konkrete Absprache irgendwie an mich übergegangen.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wer die überzähligen Lämmchen bekommt – wir essen schließlich nicht mehr als eines selbst. Und weil ich mit unserer Nachbarin und mit Stephie zwei Personen als Empfänger im Auge hatte, die etwas spezielle Bedürfnisse im Bezug auf Nahrungsmittel haben (unsere Nachbarin verträgt kein Gluten und Stephie ist bekanntermaßen hauptsächlich vegan), habe ich mich voller Enthusiasmus ans Ausprobieren neuer Kuchenrezepte gemacht.

Der erste Kommentar, den meine Mutter parat hatte, als ich ihr von meinen Plänen erzählte, war: „Vergiss es! Ich esse nix, in dem kein Ei ist!“

Nach einigem Hin und Her ist es uns allerdings gelungen, einen Kompromiss zu schließen: Wenn ich ein zufriedenstellendes Rezept finde, darf ich dieses Jahr vegan backen. Glutenfrei war nicht das große Problem, denn dafür musste ich nur das herkömmliche Mehl durch Buchweizen- und Kartoffelmehl ersetzen.

Also gab es in Freiburg schon mal eine Probe-Backrunde, in der ich verschiedene Fruchtmuse als Eiersatz ausprobiert habe. Das Ergebnis: Apfel und Rhabarber schmecken zwar toll (Rhabarber war, denke ich, sogar mein Lieblingsgeschmack unter den ausprobierten), sinken aber etwas ein. Banane und Mango behalten dafür schön ihre Form.

Reste eines Mangomuffins

Nun bin ich aber persönlich kein riesiger Mangofan (ich mag den Geschmack ab und zu, aber meistens eher nicht so gerne) und mein Bruder lehnt Banane ab.

Im Endprodukt habe ich also als Geschmackszutat Apfelmus mit einer kleineren  Menge Banane und einem Rest Mango vermischt.  Die Lämmchen haben eine schöne Form bekommen und schmecken nach Kokos-Apfel mit einem Hauch Banane-Mango. 😀


Einziger Wehrmutstropfen: In meinem ersten Versuch habe ich Apfelmark verwendet, also ungesüßtes Mus. Für die Lämmchen stand das nicht zur Verfügung (es seidenn, ich hätte es selbst gekocht, was ich kurz in Erwägung gezogen, dann aber für dieses Mal wieder verworfen habe), ich habe die Menge zugesetzten Zuckers unterschätzt und deshalb etwas übersüßt.

Nun gibt es also pappsüße Osterlämmchen. 🙂

Ein Bild davon, wie sich das fertige Produkt auf unserem Osterfrühstückstisch ausgenommen hat, werde ich bei Gelegenheit (hoffentlich denke ich dran) nachliefern.

(Anm. Stepheph: Dies ist ein wiederveröffentlichter Beitrag von Rebecca  aus dem Jahre 2011)

Hanfsneaker aus dem Manufactum

5 Apr

Kennt eigentlich jemand das Manufactum? Ich gehe immer gerne in das Geschäft in München, und im (Haupt?)Geschäft in Berlin war ich bei meinem Besuch in der Hauptstadt auch schon auf Entdeckungsreise. Das Manufactum ist so ziemlich ein Paradies für alle, die Plastik möglichst vermeiden möchten. (Hat aber auch seinen Preis, das Manufactum erscheint mir auch auf Handgemachte Stücke mit geringer Auflage)

Ich habe auch schon die Topfpresse der Zwergenmutter gesehen, und war versucht, diese Mini-Giesskanne/Blumenbrause zum Anfeuchten beim Bügeln zu kaufen.

Der Hauptgrund für meinen Besuch beim Manufactum waren allerdings die Hanfschuhe.

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Schon länger hatte ich die Intenstion, die Hanfsneaker von Grand Step Shoes im Manufactum zu kaufen. Ich war zunächst unter dem Eindruck, dass diese Sneaker komplett biologisch abbaubar sind. Das erklärte mir zumindest auf Nachfrage ein Verkäufer großspurig im Manufactum München. Aber im Manufactum Berlin hing eine Info aus, dass die Schuhe teilweise aus synthetischem Gummi bestehen.Wie enttäuschend!

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Wir  kamen (als ich deswegen nachfragte) mit einem Verkäufer ins Gespräch, der unter anderem erzählte, dass die typischen „Converse“ Sohlen, (auch die Hanfsneaker sind damit besohlt) überhaupt nicht mehr in Deutschland produziert werden. Alle Maschinen zur Produktion sind inzwischen in China . Er meinte auch, dass das Manufactum auch sicher geht dass ihre Produkte unter fairen Bedingungen produziert wird – seine Kollegin sei hingefahren. Natürlich nur eine mündliche Zusicherung, aber immerhin.

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Letztendlich bin ich doch mit einem Paar Hanfsneaker nach Hause gegangen. Das Oberaterial ist in dem Fall von diesem Converse-ähnlichem Schuh aus Hanf und sehr robust. Auf dem Bild vielleicht nicht deutlich, aber Gummi, Schnürsenkel und Nähte sind nicht rein weiss sondern beige. Der Schuh ist eher breit geschnitten – aber das passt mir ganz gut. Meine Füße schwitzen in den Hanfsneakern etwas weniger als in meinen vergilbten „Billig-Chucks“ in denen ich noch herumlaufe, aber das kann auch am unterschiedlichen Alter und Verbrauchtheit der Schuhe liegen. Immerhin, der Hanfsneaker ist günstiger als ein vergleichbarer Converseschuh, aber dafür aus Hanf und zum Teil aus Naturlatex. Um das Gummi haltbarer zu machen, habe ich den Tipp bekommen, es mit Glycerin zu pflegen. Was ist denn nun Glycerin eigentlich? Laut Wikipedia ein Zuckeralkohol. Ich habe ihn schon häufig auf der Zutatenliste von Cremes und Kosmetika gesehen, und in dem einen oder anderen Nahrungsmittel. Es gibt Glycerin im Internet auf Dragonspice und in der Apotheke (am Besten in so einer braunen Glasflasche :D) zu kaufen. Aber vorher muss ich noch etwas weiter recherchieren.

Andere interessante Dinge im Manufactum waren zweifellos die Hundehaarshampooseife (allerdings gab es keine für Menschen), Kupferbadewannen und Holzzuberbadewannen. Für die letzten zwei handgemachten Artikel müsste ich aber noch etwas sparen 😉 Im Manufactum kaufe ich zwar eher selten ein, aber ein Tagesausflug zum angucken ist immer drin 😀

Update nach ca. 2 Monaten tragen /9. Mai 2014: Der Hanfstoff ist wahnsinnig robust, das Gummi etwas weniger. Ich bin vorsichtig, die Schuhe beim Ausziehen nicht zu sehr zu zerknautschen, da sich bei mir an den Seiten das Gummi bei allen Sneakern immer etwas ablöst. Vielleicht endlich mal Glycerin kaufen und mal behandeln? Allerdings weiß ich nicht, ob das helfen würde. Es soll der Gummi-Langlebigkeit helfen. Aber der Hanf Canvas zeigt kein einziges Loch oder überhaupt irgendwelche Gebrauchsspuren. (Die Baumwollstofffütterung hat innen das erste Loch allerdings) Etwas Abrieb an den Sohlen sieht man bereits.