Tag Archives: Alternativprodukte: Schreibwaren

Lädst du noch oder liest du schon? – Kleines eBook-Fazit

7 Jul

Was für ein Musterbeispiel für zielgruppengerechtes Marketing: vor nicht ganz einem Jahr bekam ich mit, dass der Umweltreferent des Freiburger u-asta einen eBook-Reader benutzt. Ich, die bis dahin immer die Nase über das zusätzliche Elektronikgimmick gerümpft, aber als Bücherfreundin auch mit dem neuen Leseerlebnis geliebäugelt hatte, wurde dadurch neu inspiriert, mich mit dem Thema zu beschäftigen, und besitze heute ebenfalls ein entsprechendes Gerät, angeschafft in der Hoffnung, ich würde mir dadurch das Ausdrucken vieler, vieler Vorlesungsfolien und Pflichtlektüren sparen.

Will ich hier also eine Lobeshymne auf das papierlose Lesen verfassen?
Im Gegenteil. Nach monatelanger Benutzung meines Geräts habe ich eine ziemlich gute Vorstellung davon, wozu so ein Reader gut sein kann – und auch, wozu er nicht taugt. Vor allem aber davon, dass man sich gut überlegen sollte, ob es die eigenen Bedürfnisse wirklich erfüllen kann, bevor man sich entschließt, in ein weiteres Luxusgut zu investieren.

Was für ein Modell ich persönlich benutze, halte ich für irrelevant, da ich hier ja keinen Technikblog betreibe und nicht auf eine detaillierte Rezension einer bestimmten Marke aus bin. Da es aber doch einige unterschiedliche Arten von Readern gibt, hier eine kurze Zusammenfassung von dem, was mein eBook-Reader kann:

– über eInk-Display Dokumente der Formate ePub, PDF, Word, TXT, RTF und BBeB anzeigen (für Texte – für andere Medien kommen noch mp3, AAC, JPEG, GIF, PNG und BMP dazu)

– über einen Touchscreen Elemente auswählen

– Notizen erstellen (sowohl handschriftlich als auch mithilfe einer Tastatur, die allerdings nicht wirklich Spaß macht) und Textpassagen markieren

Wozu ich den Reader tatsächlich nutze

– Vorlesungsfolien ansehen und ggf. mit Notizen ergänzen: mein ursprüngliches Vorhaben hat sich also tatsächlich bewährt. In diesem Semester habe ich keine Vorlesung, bei der die Folien schon vorab zur Verfügung stehen, ansonsten aber hat es sich als enorm praktisch herausgestellt, meine Notizen in elektronischer Form erstellen zu können, anstatt am Ende des Semesters auf einem zentimeterhohen Stapel abfallreifen Papiers zu sitzen.

– Artikel etc. lesen: in eingeschränktem Umfang. Davon abgesehen, dass nicht alle Dozierenden ihre Vorbereitungsmaterialien online zur Verfügung stellen, eignen sich unterschiedliche Datei(enformate) unterschiedlich gut, um am Reader gelesen zu werden. Meist benutze ich nur Dateien im PDF-Format, aber auch hier schwankt die Qualität – manchmal wurde etwas schlampig gescannt, sodass die Schrift schwer lesbar ist, manchmal ist das Layout so, dass sich kaum die gewünschte Textpassage vernünftig auf Lesegröße vergrößern ließe, aber alles in allem komme ich immer noch in vielen Fällen gut damit klar, für vorbereitende Lektüre meinen Reader zu verwenden.

– klassische Lektüre: vor allem englischsprachige Bücher sind im Netz massenweise kostenlos verfügbar, sofern das Urheberrecht abgelaufen ist – aber auch deutschsprachige Klassiker habe ich schon das eine oder andere Mal (z.B. über Projekt Gutenberg) auf meinen Reader überspielt. Ursprünglich war das Gerät ja nicht zur Freizeitlektüre gedacht, aber in manchen Fällen ist es hierfür schon recht praktisch – z.B. während meines letzten Ägyptenaufenthaltes, als ich nicht allzu viele Bücher im Rucksack mitnehmen wollte, oder wenn mir am Wochenende (außerhalb der Bibliotheksöffnungszeiten) spontan einfällt, dass ich gerne mal wieder Shakespeare lesen würde. Ganz zu schweigen von den Fällen, in denen die Bibliothek zwar auf hätte, ich aber zu faul bin, um hinzuradeln. 😉

Wozu sich der Reader (meines Erachtens) nicht eignet

– (Ausführliche) handschriftliche Notizen. Meist dauert es eine ganze Weile, bis das Geschriebene auf dem Bildschirm tatsächlich erscheint – völlig in Ordnung für Ergänzungen zu bereits vorhandenen Texten, unangenehm, wenn man sich schnell etwas mitschreiben möchte.

– Allgemeine Freizeitlektüre. Das Leseerlebnis ist zwar durchaus angenehm, dafür lässt aber das Angebot an eBooks, meines Erachtens, zu wünschen übrig. Vor allem, wenn man sich außerhalb des Amazon/Kindle-Universums bewegen möchte, was für mich aus verschiedenen Gründen gilt (unter Anderem dem, dass ich kein Verständnis aufbringe für den monopolhaften Umgang mit eBooks: Unsere eBooks sind NUR auf unserem Gerät lesbar und unser Gerät arbeitet auch NUR mit unseren eBooks.). Neulich habe ich mir zwar mein erstes eBook käuflich erworben – Sandra Krautwaschels „Plastikfreie Zone“, das Buch zum Blog „Kein Heim für Plastik“ -, war dann aber trotz Ausprobieren mehrerer Programme nicht erfolgreich damit, es auf meinen Reader zu überspielen, sodass ich es jetzt am PC lesen muss.

Einen Ersatz für herkömmliche Bücher stellt ein eBook-Reader also auf keinen Fall dar – für Uni- oder ähnliche Zwecke ist er in manchen Fällen dagegen ziemlich nützlich. Ob das eigene Aufkommen an Altpapier über diese Kanäle jedoch ausreicht, um den Kauf eines weiteren Elektrogeräts ratsam zu machen, muss jede*r Einzelne wohl selbst entscheiden.

Advertisements

Es besteht Hoffnung… biologisch abbaubares Plastik

6 Nov

Eigentlich habe ich mir nichts besonderes gedacht, als ich von irgendwo Zuhause mir ein paar Kugelschreiber geschnappt habe um ihn in der Uni zu verwenden. Dann die Erkenntnis, als ich den Kuli in der Uni ein bisschen rumgedreht habe in der Hand:

Und ich hatte diesen Stift nicht einmal absichtlich ausgewählt oder gekauft! Welch Freude 🙂

Mein Kugelschreiber is doch tatsächlich dazu fähig, zu verrotten! Biodegradable! Ist das zu fassen? 🙂

Natürlich habe ich vorher schon von biodegradable plastic gehört… Einkaufstüten, die gescheiterte Chipstütenaktion (Leute, schüttet die Chips halt in Schüsseln! Das machen wir immer!!)… Und dann werde ich tatsächlich in meinem Alltag damit überrascht. Hihi!

Wild aus dem Internet gesammelte Links zu biologisch-abbaubare Kulis kaufen:

www.idealo.de
www.amazon.de –> selbe Marke, „Paper-Mate“ (Die Minen für die Stifte gibt’s auch von der Marke & biologisch abbaubar!)

es gibt auch Biodegradable Paintball/Softgun Munition… selbst wenn ich die wohl nicht kaufen würde… und Biodegradable Seife für’s Zelten!!

Ich gesteht, jetzt bin ich leicht willkürlich geworden 🙂

Aber hier noch Biodegradable Klarsichtfolien… HundebeutelMüllbeutel…(alles auf Amazon gesehen jetzt) und einen ganzen Shop namens BioApply für Biodegradable Tüten und Taschen! Allerdings in der Schweiz. UPs.

Ich habe so direkt bisher wenig Erfahrung mit Biodegradable Plastic gemacht, plane das aber demnächst zu ändern. 🙂

Aber Moment! Ist denn auch alles was grün wächst, Gras? Was sagt Wikipedia (die immer kritisch zu betrachtende Quelle)?

http://de.wikipedia.org/wiki/Biologisch_abbaubarer_Werkstoff

Ergo, es gibt Naturstoffe die sich nicht selber abbauen, und die biologisch-abbaubare Kunststoffe sind zu verschiedenen Graden abbaubar… manche schneller, manche langsamer. Und es gibt einen Unterschied zwischen „kompostierbar“ und „biologisch abbaubar“. Und „Bio-Plastik“ ist nicht gleich „Biologisch-abbaubares Plastik“ Ahja.

Kann mein Kuli jetzt also verroten oder nicht?

Vokabelkarten-Update: Recyclingpapier und Gummiband!

3 Nov

Ich bin im Moment so gut mit Karteikarten ausgestattet, dass ich noch lange keine neuen Vorräte anzulegen brauche, aber wenn es so weit ist, werde ich wohl hier zuschlagen:

http://www.memo.de/Bueroartikel/Registratur_und_Archiv/Karteikaesten_und_Zubehoer/Karteikarten.memo?groupId=12200&page=group.jsp

Anders als meine jetzigen Karten (und alle, die ich bisher in diversen Schreibwarenläden entdeckt habe), bestehen diese nämlich aus 100% Recyclingpapier – und sind nicht mal in Plastik verpackt, sondern mit einem Gummiband gebündelt. Was will man mehr?

Ein schnelles Vokabel-Update

13 Jun

Die letzten Wochen waren öko-technisch alles andere als rühmlich: in der Mensa (und auch sonst) gegessen, was sich gerade anbot, ohne auf tierische Bestandteile zu achten (außer beim Fleisch. Da war das noch relativ einfach), die letzten vier Tage beim Großmutter-Besuch gegessen, was auf den Tisch kam (das heißt, jeden Tag Fleisch), irgendwann in einer Übersprungshandlung eine Packung „Riesen“ gekauft und verspeist, ohne auf das Müllaufkommen zu achten, den Biomüll ignoriert, bis er Fruchtfliegen en masse ausgespuckt hat… you get the picture.

Einziger wirklicher Lichtblick dabei war wohl die vegane Suppe am Dienstag – es gibt Momente, da liebe ich die Mensa.

 

Bedingt durch diesen Lebenswandel, der Stressminimierung als höchstes Ziel der letzten Wochen definiert hat, gibt es auch an der Tip-Front nicht wirklich viel Neues. Wenigstens habe ich es endlich geschafft, mir meine eigenen Karteikästen zu basteln: Das System hat zum Vokabellernen doch immense Vorteile, aber da ich mich bisher geweigert habe, die Standard-Plastik-Vokabelkästen aus dem Schreibwarenhandel zu kaufen, musste ich eine ganze Weile lang ohne entsprechende Ausrüstung auskommen. Dabei ist es grundsätzlich ja nicht schwer, selbst eine Box aus Papier respektive Pappe zu basteln – im Internet wimmelt es ja nur so vor Anleitungen, die allerdings für meine Zwecke nicht alle unbedingt praktisch sind.

Ich habe mir meine eigenen Anweisungen erteilt und mich einfach an das Netz des von mir gewünschen „Endquaders“ gehalten, dem ich zusätzlich Klebeflächen an den Seiten hinzugefügt habe.
Grundmaterial waren, um das Abfallaufkommen zu minimieren, die Rückseiten alter Mal- und Zeichenblöcke.

Bei diesem doch recht festen Karton hat es sich bewährt, die Kanten an einem langen Lineal vorzufalzen und die Klebeflächen noch einige Zeit nach dem ersten antrocknen mit Büroklammern zusammenzuhalten.

Das Endergebnis sieht so aus:

Die Lücken in der Deckellasche dienen dazu, beim Schließen Raum für die Trennwände zu lassen.

 

Außerdem durfte ich inzwischen feststellen, wie besorgniserregend schnell meine Vokabelkarten-Stapel dahinschmelzen, weshalb ich inzwischen die Größe der Kärtchen nochmals reduziert habe, um aus einem Pack Karten das Maximum herauszuholen:

 

 

Das wars mit diesem ultrakurzen Beitrag – morgen folgt hoffentlich eine Zusammenfassung meiner bisherigen Versuche zum Theme plastikfreies Zähneputzen.

Pünktlich zum neuen Semester: Grün in die Uni ;-)

12 Mai

Während wir im ersten Semester noch grün hinter den Ohren waren, nimmt die Färbung dort langsam, ganz langsam ab und wir können uns dem Einfärben anderer Körperteile zuwenden. 😉

Natürlich ist mir bewusst, dass die meisten der Dinge, die ich hier aufführen kann als kleine „grüne“ Punkte in meinem Unileben sich auf absolutem Basic-Niveau bewegen… eigentlich handelt es sich also um eine Bestandsaufnahme, die mich vielleicht auf Ideen bringt, wo es noch Spielraum zur Verbesserung gibt.

Harry Potter lässt grüßen: Federkiel 2.0


Ein „grüner“ Tip, den ich bereits lange befolge, ist die Verwendung einer wiederauffüllbaren Tintenpatrone. Das spart nicht nur Abfall im Vergleich zu Wegwerf-Patronen, sei es nun für Füller oder Kugelschreiber, sondern hat auch immer wieder den positiven Nebeneffekt, dass es einen leicht ins Gespräch bringt. 😀 Die meisten Menschen, durfte ich feststellen, sind äußerst erstaunt, wenn sie sehen, dass jemand sein eigenes Tintenfass dabei hat, und mitunter führt es sogar zu so netten Aussprüchen wie: „Jetzt hab ich Respekt vor dir. Du schreibst noch mit Tinte?“ – so geschehen diese Woche an der Uni. Fragt sich natürlich, warum mein Kommilitone diese Beobachtung brauchte, um Respekt vor mir zu haben…? 😉

Kostenfaktor dürften (bei Neuanschaffung der Patrone) ca. 4 Euro sein.

Vokabel-Overload – Konsumverhalten einer Irren, die gerade vier neue Sprachen gleichzeitig zu managen versucht

Mit leichter Bestürzung habe ich festgestellt, wie selbstverständlich ich für meine Vokabelkarten zu plastikverpackten Kärtchen aus nicht-recyceltem Papier greife, obwohl ich der Ansicht war, eigentlich in allen wesentlichen Bereichen, soweit es mir möglich ist, zum Recyclingpapier zu greifen – aus gutem Grund. Wie Bayern2 in einer Sendung vor einigen Wochen anführte, spart das z.B. bei Toilettenpapier 50% Energie und Rohstoffe und sogar zwei Drittel Wasser. Bei regulärem Papier wird es wohl ähnlich sein. Das schreit nach einer Alternativensuche!

Aber gesetzt den Fall meine Suche sollte nicht erfolgreich sein und ich finde keine Vokabelkarten aus Recycling-Karton. Was bleibt dann noch, um diesen Einkauf doch ein bisschen grüner zu gestalten? Auf jeden Fall werde ich die Gewohnheit beibehalten, die ich bisher aus Sparsamkeitsgründen verfolgt habe: anstatt des kleinstmöglichen Vokabelkarten-Formats die größte Variante im Angebot zu kaufen und dann selbstständig zu zerteilen. Nach dem Prinzip, dass kleine Körper im  Verhältnis zu ihrem Volumen die größte Oberfläche besitzen (was man nicht alles mitnimmt aus dem Bio-Unterricht…) spart das zumindest an der anscheinend obligatorischen Plastikumhüllung. Natürlich gibt es Karton auch unverpackt in Bögen zu kaufen, aber bisher ist mir da noch keiner untergekommen, der meinen Vorstellungen entspricht.

In diesem Semester habe ich – im Unterschied zum letzten – nun doch beschlossen, meine Vokabelkarten in einen Karteikasten einzuordnen – genau so einen, wie man ihn uns in der Unterstufe immer aufzwingen wollte. So einen, wie ich ihn dann regelmäßig verabscheut und in der Ecke verstauben lassen habe. Aber es hat sich einiges geändert, und an Arabisch muss ich ganz anders herangehen als an Englisch, wenn ich will, dass meine Bemühungen mit Erfolg gekrönt sind. Kurz war ich versucht, ein Fertigmodell aus stabilem Plastik zu kaufen – „Hält sicher einige Semester!“ – aber im Endeffekt habe ich dem doch widerstehen können und selbst einen gebastelt. Die ursprüngliche Idee war sogar, ihn ganz selbst zu machen, dann habe ich mich allerdings an eine nahezu perfekt dimensionierte Pappschachtel in meinem Fundus erinnert und diese nur noch unterteilen müssen.

Schmierfink: Konsumreduzierung beim Notizpapier

Ein weiteres Thema ist natürlich das klassische Recyclingpapier… entgegen meiner ursprünglichen Annahme tatsächlich auch liniert zu haben (die gängigen Drogeriemärkte scheinen zu meinen, alle Ökos benutzen nur kariertes Papier). Allerdings bei weitem nicht immer und überall – Glück hatte ich vor allem in Eine-Welt- und Bio-Läden. Aber selbst recyceltes Papier ist eigentlich noch zu schade für meine hingekrakelten Arabisch-Übungssätze… die dann einmal vorgelesen und nie mehr angekuckt werden. Dafür bietet sich eine weitere „Papierquelle“ an – trotz vorbeugender Maßnahmen erhalte ich doch hin und wieder Post, die höchstens einmal gelesen und dann weggeworfen wird – frei Haus auf einseitig bedruckten Bögen. Oder ich schicke Stipendien-Bewerbungen (auf Wunsch der Stiftung ebenfalls einseitig bedruckt) ein und bekomme sie mit ablehnendem Bescheid zurück. Kurz: Ich habe eigentlich immer einen reichlichen Vorrat an „Schmierpapier“. Den zu lochen und für solche Wegwerf-Aufgaben bereitzuhalten, kostet höchstens minimalen Aufwand.

… und noch mehr Papier!

Auch wenn ich es versuche, manchmal lassen sich Kopien und Ausdrucke nicht vermeiden. Schade finde ich es in dem Zusammenhang, dass der Druckerpool und die Kopierer der Uni mir nicht die Möglichkeit geben, auf Recyclingpapier zu drucken – aber sooo viel drucke ich dann auch wieder nicht, dass sich (meiner Ansicht nach) die Anschaffung eines eigenen Druckers lohnen würde – und Kopien sind sowieso meistens vor Ort zu machen, wenn die Bücher, aus denen ich kopiere, zum Präsenzbestand gehören.

Darum hat sich eigentlich nur Folgendes bewährt: Doppelseitig drucken/kopieren und durch Verkleinerung möglichst viele Seiten auf ein Blatt bringen. Das macht vor allem Sinn bei Folien, die meistens viel größere Schriftarten verwenden, als es in einem Ausdruck notwendig ist. Bücher kleinzukopieren ist dagegen wohl eher nicht sonderlich zielführend.

Seit einiger Zeit überlege ich, ob es Sinn macht, mir für PDF-Dokumente einen e-Book-Reader oder Ähnliches zu besorgen, damit ich sie gar nicht mehr ausdrucken muss. Da ich aber nicht glaube, dass ich auch für reguläre Bücher auf ein e-Format umsteigen möchte (das Angebot an Titeln ist einfach nicht so riesig, außerdem schätze ich es, Bücher nicht immer kaufen zu müssen, sondern auch leihen zu können), lohnt sich das wohl eher nicht.

Drumherum: Unileben besteht nicht nur aus Lerninhalten

Die Sache mit dem Transport dürfte sich von selbst erklären – aber welcher Student fährt denn auch jeden Tag mit dem Auto zur Uni? Die Mode haben wir wohl doch in der Oberstufe abgehakt.

Weniger selbstverständlich scheint die Verpflegung zu sein – muss es denn wirklich jeden Tag ein Kaffee aus dem Wegwerfbecher sein? Es gibt so viele formschöne Tassen und Becher, die sich jeden Tag wieder neu befüllen lassen – viele davon sogar mit Thermo-Funktion und für diejenigen, die gar nicht auf das Coffee-To-Go-Feeling verzichten mögen, sogar in einschlägigem Design. Oder man bastel-häkelt sich einfach selber einen transportablen Kaffeebecher… so wie ich. Allerdings ist es mir bis heute nicht geglückt, ihn wirklich dicht zu gestalten. Habe ich immer falsche Schraubgläser benutzt? Lassen sich heiße Flüssigkeiten grundsätzlich nicht auslaufsicher in Schraubgläsern lagern? Fragen über Fragen.

Ein anderes, sehr verwandtes Thema sind Wasserflaschen – und spätestens damit bin ich in diesem Beitrag an einem Punkt, wo ich merke, dass ich nur alte Erkenntnisse gebetsmühlenartig wiederhole. Einwegflaschen wandern meistens in den Mülleimer, im günstigsten Fall in irgendeine Werstofftonne, sodass sie (unter im grunde in diesem Fall unnötigem, weil weitgehend vermeidbarem Energieaufwand) recycelt werden können – sofern das bei ihrem Grundstoff überhaupt möglich ist: mir ist immer noch nicht ganz klar, welche Arten von Kunststoff sich nun wiederverwenden lassen und welche nicht. Eine andere Art der Wiederverwendung ist die, die manche Leute ziemlich ausdauernd praktizieren: Eine Einwegflasche einfach immer und immer wieder zu befüllen, bis sie irgendwann verloren oder kaputt geht. Das spart zwar Abfall (wenn auch nicht so viel, wie möglich wäre, denn immerhin wird das Teil ja früher oder später doch ersetzt), aber dafür setzt man seinen Körper unter Umständen  unnötig ausgewaschenen Chemikalien aus, vor allem, wenn die Flüssigkeit heiß ist/erhitzt wird (beispielsweise durch Sonneneinstrahlung) oder Säuren enthält, die die Oberfläche angreifen. Ich persönlich bevorzuge darum eine zu diesem Zweck angeschaffte Trinkflasche. Wenn ich es heute zu tun hätte, würde ich darauf achten, dass ich eine unbeschichtete Edelstahlflasche bekomme (Glas ist mir zu bruchanfällig, ansonsten wäre eine wiederverwendete Pfandflasche meine erste Wahl). Da ich meine schon vor einigen Jahren erworben habe, besitze ich nun eine SIGG-Flasche mit Innenbeschichtung, von der mir nicht ganz klar ist, woraus sie eigentlich besteht. Die SIGG-Homepage sagt etwas von Copolyestern und einer Beschichtung, die nicht mit anderen Stoffen reagiert – aber wie gesagt, wenn ich es wieder zu tun hätte, würde ich auf Nummer sicher gehen und eine unbeschichtete Flasche wählen.

Wem übrigens eine Motivation fehlt, auf Leitungswasser (eventuell selbst aufgesprudelt und/oder mit Säften versetzt) umzusteigen, der sei an den Preis erinnert: Während Leitungswasser so gut wie umsonst ist, kostet Flaschenwasser, obwohl es sich qualitativ nicht sonderlich von ersterem abhebt, ein Vielfaches seines „Ausgangsstoffes“. Und wenn ich „vielfach“ sage, meine ich keine ein- oder zweistellige Ziffer… sondern eine mindestens dreistellige. Eine ziemlich aufschlussreiche Dokumentation über die Problematiken von Flaschenwasser kam vor einiger Zeit auf Arte unter dem Titel „Flaschenwahn statt Wasserhahn“.

Das solls erst mal gewesen sein… sicherlich folgen bei passender Gelegenheit noch mehr Beiträge zum Thema Studium und Uni.