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Ostereier pflanzlich färben – ein Experiment

19 Apr

Rebecca hat 2011 Eier gefärbt – rein pflanzlich, ohne extra Eierfarbe zu kaufen. Unten seht ihr die Ergebnisse!
Die Zwergenmama hat übrigens auf ihrem Blog ebenfalls einen tollen Beitrag zum Ostereierfärben, sogar mit Motiven.

Es war einmal, in 2011…

xxx

Leider ist dieses Osterfest, was meine guten Vorsätze (plastikfrei, vegan oder zumindest vegetarisch) angeht, äußerst inkonsequent verlaufen. Mehr dazu in ein paar Tagen, wenn ich meinen für das Plastikprojekt gesammelten Müll „auswerte“ – ich kann jetzt schon mal verraten, dass er Einiges an Schokoladenpapierchen enthalten wird.

Aber jetzt erst mal zu den positiven Seiten: Mit Naturfarben gefärbten Ostereiern und veganen Osterlämmchen, die übrigens überall sehr gut ankamen.

Da man es nicht wirklich erkennen kann… diese Eier sind (untere Reihe von links nach rechts) grün, rot, blau, rot und gelb. Ja, sind sie wirklich! Man muss nur fest dran glauben! 😀

Die Färbemittel, die ich benutzt habe, waren rote Beete („rot“), Blauholz („blau“), Zwiebelschalen („gelb“) und Brennnesseln/Matetee („grün“). Mit Ausnahme der blauen sind alle ein bisschen anders geworden, als ich sie mir gewünscht hatte – rot und grün blasser, da hätte ich wohl den Farbstoff noch kräftiger dosieren dürfen, und gelb dunkler, als ich es wollte. Aber alles in Allem bin ich ganz zufrieden – das Ergebnis ist optimierbar, sicher, aber es hat immerhin vier unterschiedliche Farben ergeben.

Alle Farben noch mal in Nahaufnahme

Und…

Das gesamte Oster-Arrangement

Banane-Mango-Apfel-Kokos-Buchweizen-Kartoffel-Lämmchen an hartgekochten Eiern. 😉

Osterlämmchen: glutenfrei und vegan

18 Apr

Es gehört in meiner Familie zur Tradition, zum Osterfrühstück ein Osterlamm auf den Tisch zu bringen – aus Kuchenteig, versteht sich, nicht die Variante, die mal selbstständig blöken konnte. Und seit ich vor ein paar Jahren auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt (!) eine gebrauchte Backform mit vier Lämmchen (die Backform meiner Mutter bäckt „nur“ eines, dafür aber größer) erstanden habe, ist die Aufgabe, für dieses Gebäck zu sorgen ohne konkrete Absprache irgendwie an mich übergegangen.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wer die überzähligen Lämmchen bekommt – wir essen schließlich nicht mehr als eines selbst. Und weil ich mit unserer Nachbarin und mit Stephie zwei Personen als Empfänger im Auge hatte, die etwas spezielle Bedürfnisse im Bezug auf Nahrungsmittel haben (unsere Nachbarin verträgt kein Gluten und Stephie ist bekanntermaßen hauptsächlich vegan), habe ich mich voller Enthusiasmus ans Ausprobieren neuer Kuchenrezepte gemacht.

Der erste Kommentar, den meine Mutter parat hatte, als ich ihr von meinen Plänen erzählte, war: „Vergiss es! Ich esse nix, in dem kein Ei ist!“

Nach einigem Hin und Her ist es uns allerdings gelungen, einen Kompromiss zu schließen: Wenn ich ein zufriedenstellendes Rezept finde, darf ich dieses Jahr vegan backen. Glutenfrei war nicht das große Problem, denn dafür musste ich nur das herkömmliche Mehl durch Buchweizen- und Kartoffelmehl ersetzen.

Also gab es in Freiburg schon mal eine Probe-Backrunde, in der ich verschiedene Fruchtmuse als Eiersatz ausprobiert habe. Das Ergebnis: Apfel und Rhabarber schmecken zwar toll (Rhabarber war, denke ich, sogar mein Lieblingsgeschmack unter den ausprobierten), sinken aber etwas ein. Banane und Mango behalten dafür schön ihre Form.

Reste eines Mangomuffins

Nun bin ich aber persönlich kein riesiger Mangofan (ich mag den Geschmack ab und zu, aber meistens eher nicht so gerne) und mein Bruder lehnt Banane ab.

Im Endprodukt habe ich also als Geschmackszutat Apfelmus mit einer kleineren  Menge Banane und einem Rest Mango vermischt.  Die Lämmchen haben eine schöne Form bekommen und schmecken nach Kokos-Apfel mit einem Hauch Banane-Mango. 😀


Einziger Wehrmutstropfen: In meinem ersten Versuch habe ich Apfelmark verwendet, also ungesüßtes Mus. Für die Lämmchen stand das nicht zur Verfügung (es seidenn, ich hätte es selbst gekocht, was ich kurz in Erwägung gezogen, dann aber für dieses Mal wieder verworfen habe), ich habe die Menge zugesetzten Zuckers unterschätzt und deshalb etwas übersüßt.

Nun gibt es also pappsüße Osterlämmchen. 🙂

Ein Bild davon, wie sich das fertige Produkt auf unserem Osterfrühstückstisch ausgenommen hat, werde ich bei Gelegenheit (hoffentlich denke ich dran) nachliefern.

(Anm. Stepheph: Dies ist ein wiederveröffentlichter Beitrag von Rebecca  aus dem Jahre 2011)

Schokoladeeeeeeeeeeeeeee~~~~~~! – Vegane DIY-Alternative zum Kakao-Zucker-Schock

23 Okt

Ich liebe Schoko-Nuss-Aufstrich. So sehr sogar, dass selbst das große 500-g-Glas von Alnatura leider normalerweise keine hohe Lebenserwartung hat, wenn es einmal meinen Haushalt betreten hat – ich versuche also, wenn möglich, mich schon im Laden vom Kauf abzuhalten. Denn abgesehen von den Kalorien, die ich mit diesem Zeug zu mir nehme (die ja nun wirklich mein Privatproblem sind), stellt mich diese Creme noch vor andere Probleme:

1) Schoko-Nuss-Aufstrich ist teuer. Und obwohl ich Gott sei dank mit ausreichend Taschengeld bedacht bin, um ein komfortables Studentenleben zu führen, ist es eben genau das – ein Studentenbudget.

2) Vegane Nussaufstriche? Gibt es, sind aber äußerst selten.

Ich war also sofort neugierig, als Stella ihr Rezept für veganen, selbstgemachten Schoko-Nuss-Aufstrich im Blog veröffentlicht hat. Ähnliches hatte ich zuvor schon selbst versucht, allerdings ist es bei mir bisher bei einer Mischung aus Öl, Zucker und Kakao geblieben – ohne Nüsse. In meiner Nachbarschaft aber gibt es im Moment reichlich Walnüsse und Bucheckern, und so kann ich jetzt stolz verkünden, dass sich auch daraus ein wirklich leckerer Aufstrich herstellen lässt – sollte jemand, wie ich, das Pech haben, keine Haselnüsse zu finden.

Tada, und so sieht das Endergebnis aus:

Im Glas...

... und auf dem Brot. In meinem Magen bekommt ihrs leider nicht mehr zu sehen! 😉

Ach ja: Ein schöner Nebeneffekt dieses Rezeptes ist, dass ich sicherstellen konnte, dass wirklich alle Zutaten auch aus fairem Handel stammen – was insbesondere bei Kakao bei weitem nicht überflüssig ist, denn in dessen Anbau und Ernte wird immer noch oft mit Kinderarbeit und ähnlichen Verbrechen gewirtschaftet.

„Schwein gehabt“ oder doch eher „Armes Schwein“?

19 Aug

(so gelesen in der Badischen Zeitung am 19.8.2011)

Klingt das nicht putzig? „Spielend“ sollen sich die lieben kleinen Schweinchen die Zeit vertreiben, anstatt sich gegenseitig zu beißen und dadurch zu „nerven“ – ach ja, und viel wichtiger, massiven wirtschaftlichen Schaden anzurichten.

WIE BITTE?
Vielleicht trifft „genervt“ nicht so ganz meinen Geisteszustand, wenn mir mein Nachbar einfach ins Ohr oder sonstwohin beißt. Schon gar nicht, wenn ich keine Gelegenheit zum Ausweichen habe. Wütend, elend, verzweifelt, wie wäre es damit? Und warum sollte es bei Schweinen anders sein? Aber natürlich interessiert das nicht, wenn man nur daran interessiert ist, dass die Tiere möglichst schnell möglichst viel Fleisch abwerfen, das dann irgendwelche ohnehin übersättigten Wohlstandskinder in sich hineinstopfen können, damit sie auch ja ein „anständiges Essen“ bekommen.
Wie ich gelernt habe, nennt man so etwas dann „Intensivtierhaltung“, denn „Massentierhaltung“ klingt ja gar zu grauslig.

Der Wühltrieb gehört zum genetischen Verhaltensprogramm der Hausschweine. Denn sie stammen vom Wildschwein ab. Dieses verbringe die meiste Zeit damit, mit seiner Schnauze im Boden nach Nahrung zu suchen und die Umgebung zu erkunden, erläutert Jathe. Bisher versuchten die meisten Landwirte, ihre Schweine mit einer 30 Zentimeter langen Kette, die ursprünglich Bestandteil des Futtertransportsystems ist, zu unterhalten, sagt Dr. Richter. Die Schweine verlören aber schnell das Interesse an dieser Beschäftigungsmöglichkeit. Auch Versuche, das Borstenvieh mit Kinderbällen in der Schweinebucht bei Laune zu halten, seien fehlgeschlagen. Den Betonspaltenboden mit Stroh auszulegen, gehe aus arbeitswirtschaftlichen und technischen Gründen nicht.

(www.natur.de)

Wirtschaftliche Gründe lassen es also nicht zu, einem lebendigen Wesen wenigstens so viel Spielraum zuzumessen, dass es sich ein bisschen bewegen und seinen natürlichen Instinkten nachkommen kann. Stattdessen nimmt man lieber jahrelang in Kauf, dass sich die Schweine gegenseitig blutig beißen – und kommt erst auf die Idee, das zu ändern, als man merkt, dass es scheiße teuer wird, solche Tiere wieder wenigstens so weit zu päppeln, dass man sie schlachten kann. Was dem Ganzen dann noch die Krone aufsetzt, ist die Art und Weise, in der man sie beschäftigen will: mit am Trog angebrachten Bällen aus Polyurethan. Mhm… das klingt doch mal wirklich artgerecht und lecker!

Nein, ich werde jetzt nicht anfangen, irgendwelche Gefahren von Polyurethan aufzuzählen. Ich habe schlicht keine Ahnung davon und bisher auch keine Quelle, die mich auf irgendwelche Risiken hinweisen würde.
Woran ich mich störe, ist etwas anderes:

Ist es denn, verdammt noch mal, wirklich nötig, Tiere unter Bedingungen zu halten, unter denen man sie mit Plastikbällen beschäftigen muss, damit sie nicht aufeinander losgehen? Können wir uns nicht alle ein bisschen in unserem Fleischkonsum einschränken – sagen wir, nur noch jeden zweiten Tag anstatt jeden Tag ein Schnitzel oder eine Wurst auf dem Teller – und dafür die Tiere auf eine halbwegs humane Art und Weise großziehen?

Offenbarübersteigt das die Fähigkeiten unserer Gesellschaft. Da bleibt einem leider nur noch eines zu fordern:

(Bild via Wikimedia Commons. So ein ähnliches Schild habe ich neulich auch in Freiburg entdeckt, hatte aber leider keine Kamera dabei, also musste ich auf fremde Werke zurückgreifen.)

Gratisdusche gefällig? – Grüner Farbtupfer für das Sommerfest

6 Aug

Wie ironisch: Da wurde nun das Sommerfest unseres Seminars um zwei Wochen verschoben, um dem Regen auszuweichen, den wir zum ursprünglichen Termin befürchtet hatten – und heute durften wir uns grade deshalb in strömendem Regen unter kleine Pavillions drängen und trotz ZUSÄTZLICHER Regenschirme immer noch klatschnass werden.

Schön war es trotzdem – vor allem während der Zeit, in der man sich über das Rauschen des Regens hinweg noch verständigen konnte 😉 –  und ich darf mit Genugtuung feststellen, dass wir zwar am Ende des Tages mehrere Säcke Müll wegzuschleppen hatten (es besteht also definitiv noch Verbesserungsspielraum), das Fest aber doch mit einigen grünen Punkten gesprenkelt war:

Geschirr, Besteck und Drumherum:

Denn obwohl die Begeisterung für Müllvermeidungs- und sonstige „Grünifizierungs“-Maßnahmen unter den allermeisten Organisatoren (Mitglieder der teilnehmenden Fachschaften: Islamwissenschaft, Sinologie, Judaistik und Vorderasiatische Altertumskunde) nicht allzu groß war, konnten wir uns schließlich darauf einigen, in Einladungen und auf Plakaten darum zu bitten, dass jeder sein eigenes Geschirr und Besteck mitbringt:

Ein einsamer Lichtblick inmitten von Einweg-Bechern?
Hier leider mit Plastikbesteck abgebildet – dabei hatte ich extra mein „gutes“ Besteck von zuhause mitgebracht!

Nun hatte ich bereits das vage Gefühl, dass daran nicht allzu viele Leute denken würden, und habe vorsorglich einmal fast alle meine Teller (auf dem Boden mit Namen beschriftet, denn zurück hätte ich sie ja schon gerne) in den Rucksack gepackt und mitgenommen. So ganz sicher, wie ratsam diese Aktion ist, war ich mir anfangs allerdings nicht: was, wenn etwas kaputt gehen würde oder einfach am Ende des Tages nicht mehr auffindbar wäre? Sicher, das ist nicht auszuschließen, aber das kaputtgehen hatte ich ja teilweise selbst in der Hand – mit einem Geschirrtuch gepolstert reisten meine Teller so weich wie möglich, wenn auch nicht gerade in Butter gegossen.

(Warum in Butter gegossen? Neulich habe ich gelernt, dass die Redewendung „alles in Butter“ daher kommen soll, dass früher wertvolle Tonwaren in Fässern voller Fett transportiert wurden, das sich im heißen Zustand hineingießen ließ, um anschließend fest zu werden und Brüche zu vermeiden. Hört sich für mich unglaublich teuer und verschwenderisch an – aber wer weiß? Vielleicht ist doch was dran.)

Was den Schwund während des Festes anging, kam mir sicher entgegen, dass regenbedingt die Zahl der Gäste durchweg überschaubar blieb – aber ich würde auch einfach einmal optimistisch davon ausgehen, dass bei solchen Festen, bei denen man sich untereinander kennt, nicht allzu viele Langfinger dabei sind. Oder Typen wie die wildfremden Kerle, die an unserem Platz vorbeiliefen, als wir bereits am abbauen waren, und uns zwei Flaschen Bier aus dem bis dato noch vollen Kasten klauten und damit erfolgreich verhinderten, dass wir den Kasten als ganzes wieder zurückgeben konnten – was dachten die, dass es zur Selbstbedienung dastand? Ich schweife ab. Von den Gästen, die da waren, hatten jedenfalls nur die allerwenigsten ihre eigenen Teller dabei, und meine Idee war insofern mit Erfolg gekrönt, als trotzdem viele die Gelegenheit nutzten, von einem richtigen Teller zu essen. Einen Teller sauber wieder mit nach Hause nehmen musste ich jedenfalls nicht – das heißt, höchstens so sauber, wie er durch diese Behandlung eben werden konnte:

Weniger erfolgreich verlief leider das Mülltrennen: trotz sorgfältig beschrifteter Säcke hatten wir am Ende lauter Restmüll-Sammlungen anstatt von separaten Beständen an Restmüll, Papier und Verpackungen (gelber Sack). Was also muss man tun, um zu erreichen, dass auch wirklich getrennt wird? Wäre es besser, die Säcke in einigem Abstand von einander zu positionieren? Dagegen spräche meine Vermutung, dass jemand, der Müll in der Hand hat, diesen in der Regel in den nächsten Mülleimer pfeffert. Oder ist es einfach utopisch, zu glauben, dass Mülltrennung bei einem Aufeinandertreffen von mehr als 10 Personen überhaupt funktionieren kann?

Menü

Dass es Fleisch gibt, ist bei einem Grillfest wohl unvermeidbar und ja auch nicht grundsätzlich verwerflich. Dass es auch halal-Fleisch gab, freut mich unter dem Gesichtspunkt, dass zumindest theoretisch auch muslimische Gäste hätten anwesend sein können – wobei um 21 Uhr, als das Fastenbrechen angesagt gewesen wäre (schlau, wie wir sind, haben wir das Fest in den Ramadan verlegt) bereits die Sintflut über uns hereingebrochen war und keiner mehr Lust hatte, zu grillen.
Was wirklich etwas ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass wir eine Kiste voller Fleisch ungegrillt wieder mit nach Hause nehmen konnten – es schlummert jetzt, soweit ich weiß, in der Tiefkühltruhe eines Fachschaftsmitglieds. Sicher, es konnte keiner ahnen, dass es so schütten würde, trotzdem stellt sich die Frage, wie sich solche Verschwendung in Zukunft umgehen lässt. Vielleicht müssen wir einfach dazu übergehen, auch Carnivoren darum zu bitten, dass sie sich ihr eigenes Grillgut mitbringen – wie das die Vegetarier unter uns ohnehin schon tun mussten.

Wenn man das Grillgut einmal ausklammert, ist es ja nicht allzu schwer, ein typisches Sommerfest-Buffet vegetarisch oder sogar vegan zu gestalten – die verschiedensten Salate dürften das gewesen sein (darunter mein Lieblings-Couscoussalat und ein Nudelsalat, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob der vielleicht mit Mayonaise angemacht war – gibt es dazu eine vegane Alternative? Bestimmt.) und Brot ist es in der Regel ohnehin.

Ein schwacher Punkt in dieser Hinsicht waren vielleicht die Saucen und Dips – wobei das superleckere Hummus, das jemand mitgebracht hatte, beweist, dass auch dieser Teil des Buffets sich vegan gestalten lässt. Natürlich weiß ich nicht genau, welches Rezept der edle Buffet-Spender benutzt hat, aber http://www.chefkoch.de sagt dazu:

40 g Sesampaste
1 Dose Kichererbsen
50 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
30 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Wasser nach Bedarf

Das gesamte Rezept lässt sich hier abrufen. Ich muss dem noch hinzufügen, dass ich leider lernen musste, dass Konservendosen innen mit Epoxidharz beschichtet werden, das zu einem nicht unerheblichen Teil aus Bisphenol A entsteht, über das ich ja bereits ein paar Einträge verfasst habe. Ich persönlich würde also keine Kichererbsen aus der Dose verwenden, sondern sie einfach getrocknet kaufen und selbst durch vorquellen/kochen in einen Zustand bringen, in dem sie sich verarbeiten lassen. Sollte das aus Zeitgründen nicht möglich sein – vielleicht gibt es sie ja auch im Glas?

Eine kleine Rezeptsuche bei chefkoch oder anderen einschlägigen Internetseiten fördert ohne Probleme weitere Saucen- und Diprezepte zu Tage, die ohne tierische Inhaltsstoffe auskommen. Wenn ich es mir recht überlege, glaube ich, das wird mein Beitrag zum nächsten Sommerfest sein!

Ein kleiner Höhepunkt des Abends war für mich zweifellos die Entdeckung, dass der leckere Schokopudding, den ich so genossen hatte, auch noch vegan war! 😉 Ich habe nur ein paar Worte mit demjenigen gewechselt, der ihn mitgebracht hatte, dabei aber erfahren, dass es sogar eine Initiative gibt, die sich für veganes Essen in der Mensa einsetzt – nun bin ich ja keine Veganerin, aber ich habe mich schon oft gefragt, warum das vegetarische Essen nicht weniger ei- und käselastig gekocht wird – ich jedenfalls würde die Chance gern nutzen, in der Mensa vegan zu essen. Wem es genauso geht, der mag vielleicht mal die Website des Bündnisses in Augenschein nehmen und sich überlegen, wie er selber daran teilnehmen kann…:

http://www.vegane-mensa.de/


Vegane Brotaufstriche selbst gemacht

17 Jul

Long time, no write!
Aber ich war nicht faul und habe die Zeit genutzt… um zu studieren und meine schlechten Essgewohnheiten weiter auszubauen! 😉

Zwischenzeitlich wurde es wirklich erschreckend, wie oft am Tag man mich ins Studentencafé rennen und etwas zu essen kaufen sah… erschreckend nicht nur im Bezug auf meine Figur (die erholt sich auch wieder), sondern auf auf mein Konto! Um also wenigstens dieser Entwicklung entgegen zu steuern, bin ich dazu übergegangen, mir wieder wie zu Schulzeiten Pausenbrote zu schmieren… was den zusätzlichen Vorteil hat, dass ich den Belag vegan gestalten kann!

Nun gibt es eine wunderbare Vielzahl an veganen Brotaufstrichen im Glas bei meinem Stammsupermarkt, aber leider haben die einen gravierenden Nachteil: sie sind teuerteuer! (Ist das nicht toll? Im Türkischen, habe ich gelernt, lassen sich Betonungen ausdrücken, indem man das Wort ganz einfach verdoppelt. Ich bin dafür, das auch im Deutschen einzuführen.) Nicht absolut (ein Glas kostet zwischen zwei und drei Euro), aber relativ gesehen dazu, wie lang es vorhält, dann doch.

Also bin ich dazu übergegangen, selbst zu experimentieren, und obwohl meine Rezepte noch nicht so vielfältig sind wie die Auswahl im Regal, muss ich sagen, ich bin bislang sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Mein Grundrezept sind bisher passierte Tomaten (könnte man sicher genauso mit frischen Tomaten machen, aber ich hatte noch passierte im Glas aus der Zeit, als es keine Regio-Tomaten gab), Zwiebeln und Leinsamen (als noch in meiner Küche vorhandener Ersatz für Nüsse und dergleichen). Die Zwiebeln, durfte ich feststellen, schmecken erheblich besser, wenn man sie vorher kurz andünstet, ansonsten bringt es aber auch schon viel, den aus lauter rohen Zutaten zubereiteten Brotaufstrich ein paar Tage „ziehen“ zu lassen.

Außerdem ist es mir bisher gelungen, den Brotaufstrich erfolgreich um eine Currynote zu erweitern, mit anderen Gewürzen und Gemüsen will ich in Zukunft noch experimentieren.

Das Bild deutet es schon an, die ganzen Zutaten kommen einfach Pi mal Daumen proportioniert in den Mixer und werden zu einer Paste verarbeitet. Funktioniert genauso mit dem „Zauberstab“ (Pürierstab“), ist aber mühsamer und macht u.U. eine größere Sauerei.

Die Haferflocken befinden sich übrigens mit im Bild, weil es unter Umständen vorkommen kann, dass die Mischung ein wenig zu flüssig wird – in dem Fall helfen sie, das Ergebnis ein bisschen einzudicken und streichbar zu machen.

Chuck Norris verbrennt sich nicht an Brennnesseln. Brennnesseln verbrennen sich an Chuck Norris…

1 Mai

Aber auch Rebecca erscheint immun gegen die Brennhaare der Brennnesseln zu sein.

Seelenruhig und mit Eleganz pflückte sie Brennnessel um Brennessel, während ich mir in Schutzhandschuhen nur wie ein Abklatsch der steinzeitlichen Sammler vorgekommen bin;

Rebecca war die letzten Tage bei mir zu Besuch und weihte mich ein, wie viel ich aus meinem Garten essen kann. Nun, über Bärlauch weiss ich Bescheid und kann ich auch leicht erkennen (die Stiele werden unten sehr schmal und sie sind lappriger und intensiv grüner als Maiglöckchenblätter), aber von „Giersch“ hatte ich wahrlich noch nie etwas gehört. Im Nachhinein ist mir jetzt klar, dass ich Giersch schon reichlich im elterlichen Garten gesehen haben. Das war es also, was meine Kaninchen früher immer gegessen haben.

Mir armen Studenten der nicht gut mit Geld umgehen kann (mein werter Lebensgefährte erzählt darüber gern Anektdoten) ist eine kostenlose Nahrungsquelle (neben Mamas Kühlschrank) nur Recht. Der Brennnesselspinat schmeckte auch gut (Rebecca hat dazu „Brenne“ gemacht, aus Mehl, Margarine und Butter) und wir aßen Nudeln dazu. Heute morgen gab es dann noch  Beeren- Smoothies mit ein paar Gierschblättern und ein paar Sprossen untergeschmuggelt.

Brennnesseln weich kochen

Das fertige Gericht! Mjam.

Mhmm. Ein gesundes und leckeres Gericht ohne dafür was zu bezahlen… perfekt für mich!

Die Sprossenzucht einer Studentin

12 Apr

Bestimmt hat jeder mal als Kind ein mal Kresse auf einem Teller oder in einem Kresseigel angebaut. Die verschiedenen Keimgläser, die ich im Alnatura, Basic oder Bios sah, machten mir dann Lust, es wieder zu probieren. Auch, dass ich bei meiner Suche nach pflanzlichen Quellen von Vitamin B12 auf Alfalfa gestossen war, hat mich dazu motiviert.

Nach einigen Fehlschlägen mit uralten Kressesamen und einem vermutlich ebenso alten Kresseigel kaufte ich mir verschiedene frische Samen – Alfalfa, Rucola und Kresse – nach…

…und von meiner Mutter stibitzte ich mir eine Packung Mungbohnen (auch Mungobohnen, in Deutschland oft fälschlicherweise  “Sojasprossen” genannt in der Umgangssprache).

Zunächst einmal versuchte ich meine Keime in Gläsern aufzuziehen; Das funktionierte mit den großen Mungbohnen gut,

doch die kleinen Samen (Alfalfa, Kresse, Rucola) bilden nach dem Einweichen eine Schicht um ihr Äußeres. Wegen der kleinen größere und den klebrig-glitschigen Hülle, war es schwierig diese gut durchzuspülen. Die Keime schwammen trotz abgießen immer noch im Wasser – das erhöht die Schimmelgefahr erheblich und ausserdem wachsen die Keime nicht wenn sie verderben.

Mit dem Kresseigel und einem Stück Küchenpapier (ohne funktionierte es trotz Packungsangaben nicht besonders) ist aber das ziehen von den kleinen Samen um einiges leichter. Wichtig ist nur, dass die Samen eingeweicht werden und obengenannte „Wasserhülle“ um jeden Samen bilden; Wenn sie die haben, verbinden sie sich fester mit dem Küchenpapier und werden beim Gießen/Spülen nicht fort geschwemmt.

Inzwischen habe ich auch ein Keimglas aus Plastik zum Geburtstag bekommen, dass an beiden Enden perforiert ist;

Leider sind die Löcher so groß, dass man auch nur Mungbohnen, Linsen und größere Samen (Weizen z.B.) darin ziehen kann.

Auf meiner Terrasse (ich bin mit meiner derzeitigen Wohnung mit einem Garten gesegnet) ziehe ich auch gerade einige Sprösslinge. Dummerweise bin ich am Tag nach meiner Aussaat hinein getreten und habe alles wild zerstreut 😉

Der Tritt in Mamas Keimkasten hat einiges Durcheinander gebracht…

Jetzt wächst etwas, aber…. was? Ich werde sehen. Gespannt bin ich auf jeden Fall, auch wie die paar Alfalfa-Samen aussehen werden, die ich hinein gestreut habe. Und wie sieht eigentlich Kresse aus, wenn man die einfach weiter wachsen lässt? Geheimnisse, die ich vielleicht schon bald lösen werde 🙂

Update: Aber eben nur vielleicht. Damn!