Tag Archives: Alternativprodukte: Haushalt

Biologisch abbaubar: Ajaa! Aufbewahrungsboxen

12 Sep

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Als die E-mail von ajaa! kam, war eigentlich die Frage, ob ich denn die neuen Babylöffel testen möchte. Mangels Baby hab ich erst mal abgelehnt 😉 Aber die ajaa! Boxen wollte ich dann doch mal ausprobieren. Ich hab die rechteckige 0,9 Liter Box mit grünem Dichtungsring und grünem Verschlussgummi zugeschickt bekommen. Es gibt die Boxen auch in quadratisch und mit mehr als dem doppelten Fassungsvermögen.

Die Box ist aus einem völlig recyclebarem Biokunststoff, ist Bisphenol A frei, lebensmittelecht, in Deutschland hergestellt… eben alles was sich Mücke von nachhaltigen Produkten so wünscht 😉

In der Hand hält man nicht etwa eine massive Box, nicht etwa wabbeliges Tupper. Die Wände der Box sind bestimmt 2 mm stark. Aber mir wäre nicht aufgefallen, dass sie besonders schwer wäre. Der Schurke, der darin selbstgemachtes Sushi (Gurke, Frischkäse, Räucherlachs) herumgetragen hat, hat sich jedenfalls nicht beschwert.

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Die ajaa! Aufbewahrungsbox eignet sich weniger zum herumtragen von Brotzeiten mit hohem Flüssigkeitsgehalt – etwa Wassermelone – aber belegte Brötchen, Sushi, Gurke, das ist kein Problem.

Ich habe die Abdichtung der Box getestet, in dem ich sie mit Wassermelone befüllt habe und sie ein paar Tage aufrecht (mit dem beigefügten Verschlussgummi aus Naturkautschuk verschlossen) auf einen Teller im Kühlschrank gestellt. Ein, zwei Esslöffel sind ausgelaufen. Unterwegs ist der Gummi fürs verschließen echt nötig, auch wenn man nicht gerade saftige Wassermelonen mit sich umherträgt. Der Deckel passt perfekt, ist aber leicht abzuheben. Die Box kann in die Tiefkühltruhe und in die Spülmaschine. Letzteres habe ich aber mangels Spülmaschine nicht ausprobiert 😉 Ich vermute, dass man sie auch mangels der überstehenden Kanten (wie bei Tupper) und mit der quadratischen Form auch gut im (Tief-)kühlschrank stapeln könnte, wenn man mehrere hätte.

Die Dichtungsgringe und Verschlussgummis (Naturkautschuk) kann man auch in verschiedenen Farben nachkaufen, falls mal einer reißen sollte.

Die Preise bewegen sich zwischen 16 und knapp 22 Euro, je nach Größe. Ist bei meinem Studentenbudget leider meist nicht drin, aber für qualitativ hochwertige Boxen nicht unüblich.

Schluss mit Luftig! Selbstgenähter Zugluft-stopp

15 Nov

DSC_0487[1] Es ist gerade still um den Mückeblog – ich brüte gerade nicht über neue Artikel, sondern über diese gruselige Sache namens Abschlussarbeit. Da mein Schreibtisch allerdings direkt neben einem sehr zugigen Fenster steht, bibbere ich samt meinen Pflanzen. Nun habe ich mir nach einem produktiven Tag ein kleines Nähprojekt gegönnt: einen Zugluft-stopp für’s Fenster!

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~Kleine Nähanleitung für den Zugluftstopp~

1. Messen! Erst habe ich den Fenstersims ausgemessen und zusätzlich den Abstand zwischen Sims und Rahmen. Das waren ca. 120cm und 6 cm in die Höhe.

2. Rechnen! 6-8 cm Durchmesser hat meine Zugluftrolle also. Durchmesser 6 cm mal Pi sind aufgerundet 20 cm Umfang. Also brauche ich ein 120 cm langes  mal 20 cm breites Stück Stoff. Ich habe in der Länge noch einige Zentimeter hinzugefügt (ich habe die Enden einfach zugeschnürt, daher die Extra cm) und in der Breite eine Nahtzugabe von 0,5 cm pro Kante.

3. Ausschneiden! Zufällig hatte ich ein schönes Stück Baumwollstoff übrig, dass nur ein bisschen zu kurz war. Also habe ich an den Enden jeweils ein andersfarbiges Stück Stoff angenäht und dabei die 0,5 cm Nahtzugaben pro Stoffkante berücksichtigt und hinzugezählt.

4. Nähen! Erst mal meine Stoffstücke zusammengenäht (ich habe alles nochmal gebügelt) und die Kanten mit Zickzack versäubert. Die Enden ebenfalls schon mal versäubern, umschlagen und einmal nähen. Dann die längsten Seiten rechts auf rechts zusammenstecken, nähen, mit Zickzack versäubern und wenden.

5. Stopfen! Ein Ende zubinden, und mit Watte (ich habe ein altes Kinderkissen aufgetrennt an den Nähten und die Watte recycelt), Hirseschalen oder ähnlichem befüllen. Für die Wattestopferei hat ein Besenstiel großartige Arbeit geleistet. Wenn die Rolle voll ist (ruhig nicht zu fest stopfen) das andere Ende zubinden. Fertiiig! 🙂 Schluss mit Zugluft, ha.

Flohmarktfunde: Günstig und Individuell

9 Sep

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Bevor ich in meine Exkursion über meine persönlichen Flohmarktfunde abdrifte, erst mal eine kleine Liste, wo man günstig gebrauchte Artikel findet – leider ist es nicht leicht, mit einem speziellen Gesuch auf Flohmärkte u.ä. zu gehen. Zudem sind viele Flohmärkte auch Treffpunkt für fragwürdige Stände die Handy, Videospiele, Schuhe in Massen verkaufen. Dann noch Dachbodenkrempel hinzuaddieren, und der suchende tut sich schwer!

Flohmärktetermine findet man leicht übers verschiedene Seiten, z.B. marktcom.de in denen alle Termine aufgelistet sind, und die Art des Flohmarktes. Ich wurde besonders fündig auf dem Flohmarkt eines Klosters. Die Schwestern machten auch entzückende Witze wie „Bitte erlösen sie uns…    …von diesen ganzen Sachen!!“

Zweitens gibt es natürlich Secondhandläden, z.T. von großen Verbünden. Das Sozialkaufhaus in Augsburg hat alles von Möbeln, Kühlschränken über Geschirr und Elektronisches. Kleidung findet man auch ab und an. Und sie haben von jedem Kleinkram etwas. Man kann dort auch ungewollte Dinge hinbringen. Allerdings sind diese Geschäfte auch soziale Brennpunkte. Ich finde es jetzt nicht schlimm. Man muss sich auch nicht fürchten, dass man angesprochen wird ob man „wirklich hilfsbedürftig ist“. Schließlich werden die Sachen auch zu geringen Preisen verkauft, das hilft der Organisation auch.

Neben den üblischen Verdächtigen, Ebay.de,  Verschenkseiten wie „Alles-und-umsonst.de“ und Tauschticket.de gibt es inzwischen viele Gruppen auf Facebook, die Verschenken. Einfach nach Gruppen wie „Stadt XY verschenkt“ suchen.

Die Suche nach gebrauchten, schönen Artikeln ist schon eine Art Hobby. Ich bin beispielsweise meist zu langsam, um etwas auf den Facebookseiten zu ergattern. Aber: Immerhin bereits ein Teppich für mein Zimmer, und ein Rock in meiner Größe!

Weiss jemand noch weitere Orte, bei denen man gebrauchtes Schönes ergattern kann?

***

Die Motivation für diesen Post ist zweifellos meine wunderbaren Funde auf dem Flohmarkt den das Kloster Maria Stern in Augsburg vor kurzem veranstaltet hat. Ich hatte zwar davon in der Zeitung gelesen, aber der Zufall hatte mich in die Innenstadt verschlagen, und es war mein Gefährte der auf das „Flohmarkt“ Schild deutete.

Ganz erstaunlich, was die Franziskanerinnen aus ihrem Speicher geholt haben: Von einer stattlichen Sammlung an schönen Holzpfeifen, über Friteusen und Raclette, zu mehreren antiken (so aussehend, zumindest) Möbel. Darunter auch vier Truhen, in denen die Schwestern ihre Kleidung lagerten. Zwei davon waren sogar zu verschenken. Ich entschloss mich doch eine zu nehmen und am nächsten Tag abzuholen; Auch wenn der Platz etwas eng ist, ich möchte demnächst umziehen. Und die Truhe, abgesehen vom Augenschmaus, ist Stauraum und Sitzfläche zugleich. Sie ist nun erstmal ans Fußende meines Bett/Sofas gewandert, und beherbergt entweder Bettzeug oder Sofabezug, je nachdem 🙂 photo-2 photo-3

Aber es kann noch einiges restauriert werden, an dieser Kiste: Die Folie, mit der der Deckel überzogen wurde, habe ich abgemacht (ging zu glück leichter als ich dachte!), der Deckel ist noch leicht klebrig; Über Möglichkeiten, die Truhe abzuschleifen und/oder zu bearbeiten habe ich mich noch nicht informiert. Sie ist auch jetzt voll funktionsfähig, und ich habe die Papierauskleidung innen belassen. Ein paar Kleinigkeiten könnten erneuert werden, sofern ich es wollte. Aber vor allem: Sie hat nichts gekostet. Nur das Benzin. Aber mein Lebensgefährte hat sich auch ein paar Sachen mitgenommen, für die wir dann Geld gespendet haben. Ich habe mir auch eine Servierplatte mitgenommen, und fünf Euro für sie gespendet. Ich hätte gern noch mehr mitgenommen und gespendet, jedoch ist Platz und Geld eines Studenten Mangelware.

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A tale of two black pans

6 Feb

Ich liebe meine gusseisernen Pfannen. So schön robust, so schön unbeschichtet und so schön second hand (ursprünglich haben sie mal meinem Onkel gehört)! Leider… sehen sie, seit ich sie besitze, ungefähr so aus:

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Jup. Pechschwarz. Ich bin dieser Schicht schon verschiedentlich zu Leibe gerückt, nie sonderlich erfolgreich, aber nachdem ich kürzlich über ein paar neue „natural cleaning“ Tips gestolpert bin, war es mal wieder Zeit für einen neuen Versuch. Der Tip, den ich gelesen hatte, verlangte nach klarem Essig, was ich nicht zur Hand hatte, aber zu meinen Putzutensilien gehört seit einiger Zeit Zitronensäure, also habe ich stattdessen die verwendet. Speaking of which – weiß jemand, wo ich das plastikfrei herbekomme? Die dm-Hausmarke, die ich bisher hatte, kommt leider in plastikverkleideten Papiertüten. Anyway! Etwas von der Säure kam in die Pfanne:

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Und darauf etwas heißes Wasser. Später habe ich gemerkt, dass es Sinn macht, die Pfanne möglichst voll zu machen, weil dann auch der Rand sauber wird, aber andererseits kocht die Mischung auch etwas hoch, also nicht übertreiben!

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Die so präparierte Pfanne musste ich dann nur noch eine Weile auf dem Herd vor sich hinköcheln lassen, auswaschen, GRÜNDLICH mit einem Tuch ausreiben, fertig! Naja. Nicht „wie neu“. Aber immerhin… so, dass man das Ursprungsmaterial wieder erkennen kann!

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Ich bin mir sicher, mit ein-, zweimaliger Wiederholung der Prozedur und evtl. noch einer kräftigeren Bürste hätte ich den ganzen Belag abbekommen. Habt ihr irgendwelche Tips, wie man hartnäckigem Dreck „grüner“ beikommt?

Plastikfreies Putzen

14 Mai

Beth Terry empfielt in ihrem Blog, zum Geschirrspülen einfach Natron zu verwenden, ein Tip, dem ich eine Weile lang gefolgt bin – bis ich die Reinigungskraft doch irgendwie nicht mehr zufriedenstellend fand, zumindest nicht bei vertretbaren Mengen von verwendetem Natron. Eine Weile lang habe ich es deshalb mit Seife versucht, aber mein letzter Versuch, mir eine Basis-Spülseife zu sieden, schlug leider fehl – ich habe wohl doch das Verhältnis von Fetten zu Lauge falsch berechnet oder sonst etwas verbockt. Also was tun, um trotzdem nicht auf einem Berg dreckigen Geschirrs sitzen zu bleiben?

Die meisten im Internet zugänglichen Rezepte für Spülmittel im engeren Sinne empfehlen, dafür unter anderem Flüssigseife zu verwenden. Aber woher sowas nehmen, ohne vorher eine Plastikflasche zu kaufen? Und dann kann ich auch gleich wieder das Öko-Spülmittel von Waschbär oder Alnatura nehmen. Bei der weiteren Suche stieß ich allerdings auf die Anleitung zu einem Putzmittel, das auch für den Einsatz am Spülbecken geeignet schien: Klick!

Das Grundrezept, an dem ich natürlich standesgemäß wieder ein bisschen rumgepfuscht habe, lautet folgendermaßen:

1 Liter destiliertes Wasser aufkochen,
da hinein
1 Esslöffel voll SpeiseSoda einrühren.

Gleichzeitig dieses vorbereiten:
In einer Tasse zusammenrühren:
1 EL Essig (einfacher Essig, kein Kräuteressig oder so etwas)
1 EL Zitronensaft (ggf.Konzentrat)
1 EL Teebaumöl.

Das Gemisch in das kochende Sodawasser geben, (nicht mehr kochen!) umrühren, abkühlen lassen, abfüllen .
Fertig.
Allerdings: Vor jedem Gebrauch die Flasche schütteln, weil sich die Inhaltsstoffe am Flaschenboden absetzen.
Ein Mittel für absolut alles.

Destilliertes Wasser war mir zu aufwändig – ohnehin ist das Wasser in Freiburg sehr weich, ich habe also einfaches Leitungswasser benutzt. Essig hatte ich auch nicht zur Hand, also einfach die Menge des Zitronensaftes verdoppelt – Säure ist Säure, oder nicht? Wahrscheinlich nicht, aber es hat immerhin funktioniert. 😉 Teebaumöl dagegen hatte ich nicht genug da – also einfach die Menge reduziert, es riecht trotzdem stark danach.

Bislang bin ich mit diesem „Spülmittel“ hochzufrieden. Es reinigt so, dass auch auf  Gläsern etc. kein unschöner Fettfilm o.Ä. zurückbleibt, was ich als ausreichendes Kriterium für Sauberkeit werte. Einziger Wehrmutstropfen noch, dass ich es bisher in eine Plastikflasche abfülle, weil sich aus meiner alten Spülmittelflasche das  Mittel gut dosieren lässt. Eventuell findet sich aber dafür ja bald noch ein gläserner Ersatz.

Ich mach Tofu, Tofu, Tofu – ähm… was hab ich denn da produziert?!

22 Feb

Ich habe bisher zwei Versuche unternommen, Tofu herzustellen, leider ist beim Zweiten nur das Ergebnis photographisch dokumentiert – aber der Vorgang war ja der Gleiche.

Nützlich hinsichtlich Anleitung war vegan-sein.de und Rezepte-nachkochen.de – dabei kann ich uneingeschränkt den ersten Link empfehlen.

Zur Tofuherstellung braucht man eigentlich nur Sojamilch und ein Gerinnungsmittel – und das kann Zitronensaft oder Essig sein, oder, obskurer klingend, Calciumsulfat, Calciumchlorid oder Nigari (Magnesiumchlorid).

Ähm, ich glaube ich halte mich erst mal an Zitronensaft und Essig. Das klingt so vertraut. Ansonsten braucht man nur ein Tuch (Windeltuch, Mulltuch) und ein Sieb.

Topf mit Sieb...

Das Rezept ist denkbar leicht: Einfach 1 Liter Sojamilch bis kurz vor den Siedepunkt erwärmen (ein Thermometer mag nützlich sein, aber ich glaube nicht zwingend) und 1 Teelöffel Gerinnungsmittel (Zitronensaft) einrühren. Dann warten, bis es gerinnt.

Versuch 1 –

Es gerinnt, es gerinnt!!

Nur leider nicht viel.

Einen Teelöffel zu dritteln ist wahrlich nicht leicht…

Ich halte mich genau an den beschriebenen Prozess von Rezepte-nachkochen, und rühre vorsichtig drittelweise den Teelöffel Zitronensaft in die (Bruno Fischer Sojadrink) Sojamilch. Der Effekt, möglichweiser auch aufgrund meiner Ungeduld, ist höcht mager. Es gerinnt, ja, aber an Tofu-artigem schöpfe ich nur einen Fingerhut voll aus der Molke.

Der Fingerhut voll Tofu…

Frustriert schütte ich das zwanzig Jahre alte Agar-Agar(eine wirklich übertriebende Menge Agar-Agar) meiner Mutter in die Milch  – noch immer kein großartiger Effekt. Ich kippe noch ein paar Haferflocken dazu, und beschliesse um 1:00 nachts, dass ich am nächsten Morgen eingeweichte Haferflockenpampe essen werde.

Am nächsten Morgen… Nach zwanzig Jahren funktioniert das Agar-Agar wohl doch noch. Oder haben das die Haferflocken verursacht? Egal, ich habe zwar kein Tofu, glaube ich, aber die Konsistenz schon!!

Aber, was tun mit diesem Sojaemmentaler? Ich hacke ihn in Würfel, und brate ihn mit Sojasauce an – er schmilzt in der Pfanne etwas, und wird dann wieder hart. Obwohl man es durchaus kritisieren könnte, schmeckt es gar nicht sooooooo  grausig schlecht… ein bisschen sehr nach Agar-Agar, bei der Menge die da reingekippt wurde auf jedenfall möglich….

 

 

 

 

 

 

 

Versuch 2 –

mit dem letzten Liter Sojamilch. Ich folge diesmal lieber den Anweisungen von vegan-sein.de.  Diese Dame hat ihre Erfolge schließlich photographisch festgehalten! Ich nehme eins meiner kostbaren Geburtstagsgeschenke, Zitronenessig, her und rühre auf einmal zwei Esslöffel davon in die Sojamilch (statt wie vorher nur einen Teelöffel). Ich stelle das ganze auf Stufe eins auf dem Backofen, stelle meinen Laptop in die Küche und mache etwas anderes. Später stelle ich ihn auf Stufe zwei – und schöpfe nach ca. 10-20 Minuten doch eine beträchtliche Menge in das vorbereitete Tuch im Sieb. Ich beschere das Ganze mit einem Holzbrettchen und viel Geschirr, und hoffe auf Tofu-konsistenz.

 

Im Endeffekt habe ich nun richtigen Tofu-streichkäse bekommen, bin damit aber auch sehr zufrieden. Ich konnte ihn auch gut vom Tuch lösen (und das Stoffmuster auf dem Tofu ist doch wirklich hübsch!) und auf Teller transferieren – die zwei Tage, die er überlebt hat, habe ich jeden Tag Wasser gewechselt im Teller. Er hat sich trotzdem nicht aufgelöst im Wasser. Dank dem Zitronenessig hat er auch ein ganz köstliches Aroma.

Vielleicht liegt es am Gerinnungsmittel Essig dass er cremig statt wabbelig geworden ist — zukünftige Versuche mit verschiedenen Gerinnungsmittel müssen Licht auf die Angelegenheit werfen!

Achja, die Molke… war immer noch gut als Sojamilch trinkbar, weshalb ich meine, dass ich da auch mehr Tofu hätte rausziehen können… vielleicht nächstes Mal ganz am Anfang noch mal besser umrühren. Ich war ein wenig Scheu, was das Rühren anging, da es auf vegan-sein.de hiess, dass sich das nicht-rühren bewährt hätte bei der Tofuherstellung.

Lieblingsmuffins: Backe, Backe Vegane Muffins – aber diesmal im Glas, bitte!

22 Feb

Ein paar Weck-Gläser von meiner Mutter entführt, und gleich ausprobiert: Backen und konservieren von Kuchen in einem Weckglas (bzw. Schraubglas… Vakuum eben). Ist ja erdenklich leicht: Gläser halb voll (2/3 ist zu viel, habe ich feststellen müssen) und nach dem Backen gleich zu machen. Eignen tun sich jegliche Kuchen- und Muffinrezepte – ich habe natürlich mein Standard-Lieblingsrezept „Kakao bzw Carob Muffins“ angewandt:

Rezept für 12 vegane Cupcakes von Ariane Sommer
Für den Cupcake-Teig:
225 Milliliter Kokosnussmilch
1 Teelöffel Apfelessig
150 Gramm Zucker (Stepheph: nehme ich ca. 2/3 der Menge)
80 Milliliter pflanzliches (Raps-)Öl
2 Teelöffel Vanilleextrakt
1 1/2 Teelöffel Mandelextrakt (lasse ich weg)
225 Gramm Mehl
100 Gramm Kakaopulver, ungesüsst (S: Ich nehme stattdessen ca. 2/3 der Menge Carob, einem Kakaoersatz aus dem Bioladen)
3/4 Teelöffel Natron
1/2 Teelöffel Backpulver
1/4 Teelöffel Salz

Mhmmm

Mmhmjamjam lecker schokoladig!

1. Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen (Stepheph: Sowas lasse ich immer bleiben…) und ein Dutzend Papier Cupcake-Formen in der Muffin- oder Cupcake Backpfanne auslegen. (S: Aber wir machen ja Muffin im Glas 🙂 )
2. In einer großen Schüssel die Milch mit dem Apfelessig zusammenrühren, ein paar Minuten stehen lassen und anschließend den Zucker, das Öl, den Vanille- und Mandelextrakt (S: Mandelextrakt lass ich immer weg) dazu mixen. In einer anderen Schüssel das Mehl, Kakaopulver, Natron, Backpulver und Salz vermischen, am besten gut durchsieben. Die trockenen Zutaten in zwei, drei Schritten den flüssigen beimengen und mit dem Rührbesen rühren bis keine großen Klumpen mehr sichtbar sind. Den Teig in die Formen (Stepheph: Weck-Gläser!) füllen, bis sie zu 2/3 (S: 1/2!!!) voll sind. Backen, bis an einem Zahnstocher, der in den Cupcake gestochen wird, kein Teig mehr kleben bleibt (ca. 17-20 Minuten (S: zum Teil doppelt so lang und länger, je nach Größe des Weckglases). Anschließend aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. (S: Und versiegeln! Sofort!)

~Ende von Arianes Rezept~

Eingefettet und (eigentlich) bemehlt die Formen, nur war mein Mehl leider aus...

Hier kommt wieder Stephanie zu Wort!

Dazu gibt es auch ein Veganes Frosting aus Tofutti Streichkäse, Puderzucker und Margarine, dass ich bisher nur beim ersten mal mit gekauften Tofu/Margarine versucht habe nachzustellen. Aber mit meinen Erfolgen mit den selbstgemachten Tofu, hust, Sojastreichkäse, liesse sich das nochmal ohne Tofutti versuchen.

Übrigens mache ich immer die doppelte Menge mit einer 400g Dose Kokosmilch (die man, wie ich auch feststellte, gut umrühren muss vor dem benutzen).

Mit den Backzeiten, kann ich nur sagen… das nächste Mal werde ich lieber gleichgroße und auch mehr kleinere Formen nehmen… Mit dem Zahnstochertest liess sich trotzdem gut bestimmen, wann die Muffins fertig waren, und mal ehrlich… ist ja kein Ei drin, dass gut verbacken sein muss… hihi.

Und batsch! Deckel drauf! Sollte jetzt eigentlich ein paar Monate haltbar sein...

Zwar bin ich bekannt dafür, einfach drauf loszuprobieren, aber Infoquellen waren die Chaosküche (mit Rezept Marmorkuchen im Glas) und vegan-und-lecker.de,

Jetzt sind schon zwei Gläser innerhalb zweier Tage vernichtet… die anderen verkneife ich mir, die sollen hübsch dekoriert verschenkt werden…

Ich finde es auch eine gute Möglichkeit für „Spontan“kuchen der nicht in Plastikverpackt gekauft werden muss, zum wenn mal Gäste kommen, und eben zum verschenken…

What are little girls made of? Sugar n‘ spice and everything that is nice!

6 Sep

Wenn allerdings mit dem bigger werden die Süße schwindet, muss man nachhelfen… mit Zuckerpasteee! *Trommelwirbel*

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Ich bin kurz aus meiner Hausarbeit-schreiben-versenkung zurückgekehrt um euch mit diesem Post daran zu erinnern dass dieser Blog von ZWEI knackig grünen, wahnsinnig motivierten und überzeugten Studentinnen geschrieben wird.

Als junge Frau, und zunehmend auch als junger Mann sind glatte Beine, Achseln und so andere Stellen (hust, hust) sehr wichtig. Und obwohl rasieren auch ganz gut klappt, muss man das jeden Tag machen (naja, ich mach es alle paar Tage) oder muss auf langärmlige T-shirts und lange Hosen ausweichen wenn es stoppeligere Tage sind.

Als grüne Alternative haben wir ja schon den Rasierhobel und Öl als Rasierhilfe vorgestellt (und die Rasierseifen auch? bin mir gerade nicht sicher). (Rasierklingen zum Hobel gibt es übrigens auch bei Müller und kleineren Drogerien, wie ich festgestellt habe.)

Natürlich gibt es natürlich noch Epilation und Depilation – letzteres wäre Haarentfernung durch WACHS. Bei letzterem denken die meisten Leserinnen sicher AUA!! Und damit haben sie Recht, und der Grund warum ich nicht Wachs verwende: Aua!!

Aus Frustration mit der Rasur in der Bikini Zone hust hust habe ich jetzt aber wieder mal das Kapitel Wachs & Alternative Enthaarungsmethoden aufgeschlagen.  Neben Nadelepilation (DOPPEL-Aua!) und Laser (gelaserte Stellen sollen nicht der Sonne ausgesetzt werden) bin ich dann auf die …

ZUCKERPASTE alias HALAWA!

gestoßen.

… Äh, und was ist das? Ist eben auch bekannt als Halawa oder Sugar-Wax/Sugaring und ist eine Enthaarungsmethode aus dem Orient. Es ist eine Depilation wie herkömmliches Wax, jedoch mit dem Unterschied dass es weniger schmerzhaft ist. Die Zuckerpaste haftet nämlich nur an den Haaren, und nicht an der Haut im Gegensatz zu normalen Wachs. Und unter uns: Die (noch etwas mangelhafte) Zuckerpaste die ich produziert habe ist auch ziemlich lecker, so reiner karamellisierter Zucker.

Die Enthaarung mit der Zuckerpaste erfolgt folgendermaßen: die seeehr zähflüssige Masse (Walnussgroß) wird mit zwei Fingern GEGEN die Haarwuchsrichtung geschmiert und mit einem Ruck werden die Haare MIT Wuchsrichtung herausgerissen. Das wird solange wiederholt bis die Haare alle weg sind, oder man ein neues Stück Zuckerpaste/Halawa braucht; Erkennt man daran wenn das vorherige Stück eine milchige Farbe bekommt.

Vorteil von Zuckerpaste ist auch noch, dass es leicht mit Wasser abwaschbar ist, die Poren also nicht so verstopft –> daraus folgt weniger eingewachsene Haare! Yeah!

Nächste Frage: Woher krieg ich das Zeug? Good old Amazon hält wieder mal dafür her. Die Paste ist allerdings recht teuer… auf „Beauty Sugar“ einer Seite die ganz der Zuckerpaste gewidmet wird, kann man sie auch kaufen.  In vielen Kosmetikstudios wird Zuckerpaste auch angewendet.

Aber jetzt mal zu meinen eigenen Erfahrungen: NATÜRLICH habe ich sofort nach Rezepten für Zuckerpaste gesucht! Ich habe bisher nur einen Versuch gestartet (Wegen Hausarbeit-Schreiben-Versenkung und so) und es war nicht so erfolgreich, obwohl ich einige Härchen losgeworden bin. Der Grund war dass ich zuviel Wasser für das Rezept benutzt habe, es ist relativ flüssig und viiiiiiiel zu klebrig geworden – es ist dann auch an meiner Haut geklebt und war dann wie reguläres Wachs, nur hatte ich für die Variation keine Vliesstreifen da. Jedenfalls… Autschie. Vielleicht habe ich es auch nicht genug abkühlen lassen. Jedenfalls konnte ich die „Flicking“ technik (von Englisch „to flick“) nicht so gut umsetzen weil es zu klebrig war.

Tipp: Am besten die ersten Experimente in der Badewanne vollziehen und alles Zuckerpaste abwaschen bevor ihr durch die Wohnung tramped, in der Küche hantiert, auf dem Bett herumrollt, auf Stühle rumklettert, Blätter in den Scanner einlegt und den Computer benutzt. Für verärgerte Boyfriends übernehme ich nur für meinen eigenen die Verantwortung!!

Fürs erste – ich mache selbstverständlich noch weitere Experimente – werde ich euch mal hier die Videos reinstellen die am verheissungsvollsten waren in Hinsicht auf Erfolg. Die benutzen nämlich NICHT so viel Wasser 😀

Hier ist ein Rezept (ohne Mengenangaben, aber die stehen auch in den Kommentaren auf einer Biokosmetikseite.

Hier ist ein Youtube Video von einem Mann (hui:D) wie er Zuckerpaste macht.  „Bis das Gemisch eine Bierähnliche gelbe Farbe bekommt“. Ist das wirklich ein rein objektiver Vergleich?

Und noch eins von einem jungen Fräulein mit einer sehr hübschen Stimme, wie ich finde… bisschen spannender zum Anschauen als das erste 😉 und mit fröhlicher Musik untermalt.

P.S.: Weiteres von der Sugar-wax front wird folgen – hoffentlich esse ich es nur nicht alles auf 🙂

P.P.S.: Gerade gesehen das Stella auf ihrem Blog Leben-ohne-Plastik bereits die Zuckerpaste entdeckt hat.

23. Oktober 2011 Update:

Gestern war der zweite Versuch, Zuckerpaste herzustellen und zu verwenden und ist um einiges besser verlaufen (dass die Zuckerpaste ganz leicht angebrannt geschmeckt hat, ist stark zu vernachlässigen 😀). Ich und eine Freundin haben uns getroffen und lange, lange (Geduld haben!)  Zucker, konzentrierten Zitronensaft und Wasser gerührt bis es Honigfarben war und eine Honigkonsistenz hatte. Und immer wieder tropfenweise den Erkaltungstest gemacht, ob es denn die richtige Konsistenz hat. Für den konzentrierten Zitronensaft habe ich leider keine Mengenangabe 😦 Wir haben einfach so lange getestet, bis es gut geklappt hat…

Die Konsistenz des Halawas war dann erwärmt EXTREM klebrig konnte aber dann dennoch mit geübten Fingern (gell Nati 😉 ) und leicht erkaltet zu einer Kugel gerollt werden. Unserer Erfahrung nach, sollte man eine Portion beim Enthaaren nicht zu lange verwenden – sie wird dann milchig, aber vor allem immer klebriger, bis das „Flicking“ nicht mehr funktioniert und man es nur noch abkratzen/abwaschen kann.

Das Ergebnis? Mit der richtigen Konsistenz hat es mindestens genausogut funktioniert wie normales Wachs, allerdings ist für manche das Flicking eine Übungssache (gell, Nati!!), diese müssen sich dann den (erbarmungslosen) Händen von geübteren Sugarwaxern übergeben 😛 (hier Unholdlache einfügen). Wir haben dann ein wenig mit der Pinzette nachgezupft, einem Feld indem ich übertrumpft wurde, for allem waren die meisten Haare auch sehr locker und leicht zum Zupfen nach dem Sugarwaxen.

Falls es schwierig wird, das erkaltete Halawa aus der Schüssel zu ziehen (wie es bei uns der Fall war), ganz kurz in die Mikrowelle oder in das Wasserbad. Das wird sehr schnell weich (ich hab es in die Mikrowelle).

Zum Aufräumen: Das Zeug ist klebrig, sehr schwer in erkalteter Form aus der Schüssel zu kriegen. Aber dafür: EXTREM wasserlöslich. Ich habe die Schüsseln einfach mit Wasser aufgefüllt, die klebrigen Löffel u.ä. rein und am nächsten Morgen (oder früher) hatte sich alles aufgelöst. Das Sugarwax von den Händen zu waschen ist ebenso einfach.

Zur Aufbewahrung: In ein Schraubglas oder eine Plastikbox, was man da hat. Es hält sich… und was soll denn daran schon verderben? Und es ist ja nicht zum Essen 🙂 Nur keine Feuchtigkeit sollte hinkommen.