Plastikfreies Putzen

14 Mai

Beth Terry empfielt in ihrem Blog, zum Geschirrspülen einfach Natron zu verwenden, ein Tip, dem ich eine Weile lang gefolgt bin – bis ich die Reinigungskraft doch irgendwie nicht mehr zufriedenstellend fand, zumindest nicht bei vertretbaren Mengen von verwendetem Natron. Eine Weile lang habe ich es deshalb mit Seife versucht, aber mein letzter Versuch, mir eine Basis-Spülseife zu sieden, schlug leider fehl – ich habe wohl doch das Verhältnis von Fetten zu Lauge falsch berechnet oder sonst etwas verbockt. Also was tun, um trotzdem nicht auf einem Berg dreckigen Geschirrs sitzen zu bleiben?

Die meisten im Internet zugänglichen Rezepte für Spülmittel im engeren Sinne empfehlen, dafür unter anderem Flüssigseife zu verwenden. Aber woher sowas nehmen, ohne vorher eine Plastikflasche zu kaufen? Und dann kann ich auch gleich wieder das Öko-Spülmittel von Waschbär oder Alnatura nehmen. Bei der weiteren Suche stieß ich allerdings auf die Anleitung zu einem Putzmittel, das auch für den Einsatz am Spülbecken geeignet schien: Klick!

Das Grundrezept, an dem ich natürlich standesgemäß wieder ein bisschen rumgepfuscht habe, lautet folgendermaßen:

1 Liter destiliertes Wasser aufkochen,
da hinein
1 Esslöffel voll SpeiseSoda einrühren.

Gleichzeitig dieses vorbereiten:
In einer Tasse zusammenrühren:
1 EL Essig (einfacher Essig, kein Kräuteressig oder so etwas)
1 EL Zitronensaft (ggf.Konzentrat)
1 EL Teebaumöl.

Das Gemisch in das kochende Sodawasser geben, (nicht mehr kochen!) umrühren, abkühlen lassen, abfüllen .
Fertig.
Allerdings: Vor jedem Gebrauch die Flasche schütteln, weil sich die Inhaltsstoffe am Flaschenboden absetzen.
Ein Mittel für absolut alles.

Destilliertes Wasser war mir zu aufwändig – ohnehin ist das Wasser in Freiburg sehr weich, ich habe also einfaches Leitungswasser benutzt. Essig hatte ich auch nicht zur Hand, also einfach die Menge des Zitronensaftes verdoppelt – Säure ist Säure, oder nicht? Wahrscheinlich nicht, aber es hat immerhin funktioniert. 😉 Teebaumöl dagegen hatte ich nicht genug da – also einfach die Menge reduziert, es riecht trotzdem stark danach.

Bislang bin ich mit diesem „Spülmittel“ hochzufrieden. Es reinigt so, dass auch auf  Gläsern etc. kein unschöner Fettfilm o.Ä. zurückbleibt, was ich als ausreichendes Kriterium für Sauberkeit werte. Einziger Wehrmutstropfen noch, dass ich es bisher in eine Plastikflasche abfülle, weil sich aus meiner alten Spülmittelflasche das  Mittel gut dosieren lässt. Eventuell findet sich aber dafür ja bald noch ein gläserner Ersatz.

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10 Antworten to “Plastikfreies Putzen”

  1. madddes 22. Mai 2012 um 16:48 #

    http://de.wikipedia.org/wiki/Australisches_Teebaum%C3%B6l#Risiken

    was sagt man dazu?
    für was braucht man das öl überhaupt?
    möge man evtl. sagen, ein EL auf 1 L ist nicht soooo schlimm?
    grüße

    matze

  2. madddes 22. Mai 2012 um 16:49 #

    http://de.wikipedia.org/wiki/Australisches_Teebaum%C3%B6l#Risiken

    was sagt man dazu?
    wozu braucht man eigentlich das teebaumöl?
    oder ist 1 EL auf 1 L nicht sooo viel?

    gruß

    ,matze

    • repek 22. Mai 2012 um 21:56 #

      Ich vermute mal, dass das Teebaumöl zusätzliche antibakterielle Wirkung haben sollte, möglicherweise auch einfach nur frisch riechen.
      Was mir nicht ganz klar ist, ist warum du nach der Menge fragst? Die Haut reizen wird das Öl in dieser Konzentration sicher nicht (siehe auch den Hinweis, dass es zu Ekzemen kam, wenn das UNVERDÜNNTE Öl über einen LÄNGEREN Zeitraum DIREKT auf die Haut aufgetragen wurde). Wenn es allerdings wirklich östrogene Wirkung haben sollte, ist eine kleine Menge kein Grund zur Entwarnung, denn Hormone wirken gerade in sehr kleinen Mengen.

      • madddes 23. Mai 2012 um 11:51 #

        zitat paper bei wikipedia:
        …“The results of
        our in vitro studies indicate a dose–response relationship
        in the estrogenic and antiandrogenic activities
        of lavender oil and tea tree oil, suggesting
        that susceptibility to gynecomastia or other manifestations
        of endocrine disruption may require
        exposure to a threshold dose of these oils. The
        threshold might depend on several undefined factors,
        including the concentration of the oil in a
        product; the duration, frequency, and quantity of
        use of the product; and the genetic characteristics
        of persons exposed. Until epidemiologic studies
        are performed to determine the prevalence of
        gynecomastia associated with exposure to lavender
        oil and tea tree oil, we suggest that the medical
        community should be aware of the possibility
        of endocrine disruption and should caution
        patients about repeated exposure to any products
        containing these oils.“…

        da muss sich dann jeder selber entscheiden… (wobei man beachten sollte, dass die tests an MCF-7 zelllinien gemacht wurden, folglich also die ergebnisse bzgl. der gültigkeit im menschlichen organismus nochmal fragwürdig sein können)

  3. Bärbel 10. Juli 2012 um 19:37 #

    Hallo Mücke,
    genau wie Du bin ich schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Möglichkeit plastikfrei zu spülen. Dein Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Die anderen gängigen Rezepte fand ich auch nicht überzeugend aufgrund der Tatsache, dass man Flüssigseife kaufen muss.
    Hinweisen möchte ich auch auf das Angebot von Lush, die bieten nämlich ein festes Spülmittel an.Leider zu den hohen Lushpreisen. Ich habe an Lush geschrieben, dass ein günstigeres Angebot nötig ist. Nur so lassen sich mehr Menschen dafür begeistern.

    • repek 10. Juli 2012 um 23:23 #

      Hallo Bärbel, danke für den Hinweis! Leider habe ich mittlerweile festgestellt, dass das Spülmittel nach einer Weile seine Wirkung zu verlieren scheint (wahrscheinlich, weil die chemische Reaktion irgendwann abgeschlossen ist… wenn mein laienhaftes Chemieverständnis mich da nicht im Stich lässt), darum bin ich wieder auf der Suche nach einer neuen Lösung. Für den Übergang werde ich mir also tatsächlich vielleicht mal die Lush-Variante besorgen! Mit 7 Euro finde ich die jetzt nicht sooo teuer (für Lush-Verhältnisse), aber natürlich kommts darauf an, wie lange sie hält…

  4. Kathy 27. März 2013 um 17:54 #

    Wir machen unser Spülmittel auch selber, allerdings aus Wasser und selbstgemachter Flüssigseife plus ein Duftöl der Wahl. Klappt super und riecht toll, macht sauber. auch wenn es dünner ist als gekauftes. Bei uns wird die Plastikflasche jetzt durch eine alte Glasflasche vom Olivenöl ersetzt und oben drauf kommt ein Edelstahlausgießer wie man ihn auf Essigflaschen verwendet.

    • repek 28. März 2013 um 07:33 #

      Hallo Kathy,
      Das klingt super, hast du ein Rezept für die selbstgemachte Flüssigseife? Ich bin gerade mal wieder am Suchen nach Alternativen und würde das sehr gerne ausprobieren.

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  1. Challenge No.8: Meyer&Meyer versuchen es ursprünglich + plastikfrei | FindingSustainia. Ideenfabrik. - 11. Dezember 2014

    […] als Putzmittel reicht meistens aus und macht das Heim schön sauber. Hier ist ein tolles Rezept als Spül- und Putzmittel vom Mücke […]

  2. Challenge No.4: Meyer&Meyer verzichten auf Verpackung | FindingSustainia. Ideenfabrik. - 21. Dezember 2014

    […] als Putzmittel reicht meistens aus und macht das Heim schön sauber. Hier ist ein tolles Rezept als Spül- und Putzmittel vom Mücke […]

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