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Fahrrad fahren trotz Eis und Schnee

6 Feb

Ich habe eine geheime Passion für’s Fahrradfahren, und eine offensichtliche (teils möglicherweise übertriebene)  für meinen kleinen Hund – beide Hobbies führen mich trotz der Rekordkälte hinaus, und da gerät man doch in’s Bibbern, wenn man nicht ordentlich angezogen ist.

Ich finde, man sollte auch trotz des Wetters sich auf’s Fahrrad wagen – die Fahrradwege werden (zumindest hier) auch geräumt, und es ist einfach besser für die Umwelt und auch noch sportliche Betätigung. Wenn man einkaufen gehen will, kann man sich einen kleinen Anhänger kaufen, wie ich es getan habe (über Amazon – aber die örtlichen Fahrradhändler haben auch oft einen da zum angucken).

Und hier ist er:

Ich habe mich für den Monz Fahrradanhänger entschieden, nachdem ich einen Haufen Bewertungen angesehen habe, und Preise verglichen habe. Bei dem hier war vor allem noch ein Drittes Rad und eine ansteckbare Armatur dabei – das dritte Rad benutze ich hauptsächlich, wenn der Anhänger als (heissgeliebtes) Hundebettchen unterm Küchentisch steht.

Meine Begeisterung für den Anhänger war so groß, dass ich gleich bei nächster Gelegenheit meinen Hund hineingestopft habe (Photos folgen) und mit ihm in die Uni gefahren in, nicht bedenkend dass ich spät abends zurückfahren müssen würde, und dass ich dabei durch den Wald fahren müsste. Gegen die Kälte hatte der Kleine eine Wärmeflasche unter der Decke, wo er sich aufwärmen durfte nachdem er ein paar Kilometer neben/vor/hinter dem Fahrrad umhergesprungen war. Ich war leider nicht ganz so optimal angezogen, kältetechnisch. Schließlich habe ich das Fahrrad samt Anhänger dann bei Freunden in der Garage untergestellt und bin mit der Straßenbahn heim gefahren.

Seitdem bin ich schon einige Mal mit ihm Fahrrad-Gassi gefahren(Rufus will nach ca. 45-60 min in den Anhänger und dann radeln wir heim), zum Wertstoffhof, zum Einkaufen, und habe jetzt meine Kleidung optimiert.

Ich ziehe mich nach dem Zwiebelprinzip an, und fange mal am Kopf an – Photo folgt – Stirnband, drüber Mütze, Halstuch, 1-2 Schal, größeres Tuch um die untere Hälfte des Gesichts zu bedecken (sehr wichtig!!), was noch fehlt wäre eine Brille/Sonnenbrille. (Unterhemd,) langärmliges Hemd, langärmliches Kleidungsstück o.ä., dann mind. 2-3 Strumpfhosen/Leggins (die löchrigsten ziehe ich immer ganz unten drunter an), Hose/Rock, Socken, Schuhe.

Handschuhe: Ich empfehle Fingerhandschuhe mit Fäustlingen drüber (meine sind beide aus Wolle, die Fäustlinge von meiner Mutter ziemlich luftig gestrickt. Als es noch nicht gar so bitter kalt war, habe ich da sogar an den Händen geschwitzt! Mit der derzeitigen Kälte in Augsburg sind die Finger zwar ein wenig kalt, aber nicht so unerträglich wie mit nur einem Paar. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht dass zwei Fingerhandschuhe übereinander nicht viel nützt – da können sich die Finger dann wohl gar nicht mehr gegenseitig wärmen…

Das Tuch über der Nase lässt einen zwar wie einen Gangster aussehen, und soll nicht ganz legal sein (angeblich gibt es ein Gesetz gegen Gesichtsverhüllung, aber ich finde dazu im Internet nur „Gesetz gegen muslimischen Vollschleier“), aber die untere Gesichtshälfte wird dann vom Atem gewärmt und es ist um einiges angenehmer zu Atmen. Ich plane mir vllt etwas nützliches zu kaufen oder zu häkeln dafür  – vllt eine Sturmmaske? 😀

Ich würde für’s Fahrrad (leider gibt es da auch nur Plastiksachen) ein gutes Akkulicht empfehlen, ich möchte mir demnächst auch eines mit etwas mehr Power – Standlicht empfehlen. Und vor allem darauf achten dass es früh dunkel wird – ich hatte leider das Pech, dass ich das Kabel von meinem Fahrradakku wohl abgerissen habe, als ich ihn ans Rad bringen wollte. Gerade als ich ihn im Wald, bei vereisten Pfaden gebraucht hatte.

Letzlich ist auch ein Vorteil am Fahrradfahren, dass man so gut wie überall hin kann, wo der Fußgänger auch entlang laufen kann.  Nur schneller. Als ich noch in meiner alten Wohnung gewohnt habe, habe ich immer eine Stunde Fahrradweg durch den Wald nach Hause gehabt – genauso eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmittel übers Stadtzentrum. Man kann es an vielen Orten einfach ohne Gebühr abstellen (Ein Fahrradschloss wär aber nicht schlecht). Man kann sich mit Satteltaschen verschiedenster Qualität (Photos folgen) und  Fahrradkörben ausstatten — allerdings muss ich noch recherchieren inwiefern es PLASTIKfreie Satteltaschen usw. gibt. Dasselbe natürlich in Hinsicht auf Fahrradanhänger (auf Amazon schien der hier die plastikärmste Variante) – meine Eltern haben einen „Croozer Cargo“ und ich hätte auch gern einen zweiten, größeren Anhänger. Ja, ich gebe zu, ich phantasiere von einer Garage voller Fahrrader, Fahrradanhänger, verschiedene Fahrradsatteltaschen….