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MeLuna Sport oder Classic?

14 Feb

DSC_0288Ich würde mich als eine „erfahrene“ Menstruationsbecherbenutzerin bezeichnen, und ich muss gestehen, in der Hinsicht bin ich etwas eitel. Daher wollte ich unbedingt eine MeLuna ganz ohne Stiel, und dachte ich probier es mal mit Sport. Weil ich ja so erfahren bin. Schließlich geht Fräulein Mücke viel spazieren und macht einmal die Woche Sport.

Tatsächlich hat die Meluna Sport nicht unangenehm gedrDSC_0241ückt und war auch sonst nicht spürbar. Alles war gut, bis es nicht mehr gut war: Die MeLuna Sport hielt an zwei sehr schwachen Tagen, aber nicht an den entscheidenden Tagen. Ein Desaster, wenn ich mich nicht Stoffbinden abgesichert hätte 😉 .

Ich hatte etwa so lange Zweifel an der MeLuna als Cup (Sind die Luftlöcher zu groß? Ist es die Form? Ist es das Material?), bis ich nach einem Tag auf meine zweite MeLuna, eine MeLuna Classic wechselte. Der passende Weichheitsgrad machte einen ungemeinen Unterschied. Mir wurde gleich klar, dass sich in meinem Fall die MeLuna Sport einfach keinen leichten Unterdruck aufbauen konnte – wohl einfach wegen der Schwäche meiner Muskeln. Classic ist der Weichheitsgrad für eine normale Person ohne sportliche Aktivität mehrmals in der Woche. Wie mich.

Nur eines ärgerte mich: Meine MeLuna Classic hat einen Ring. So einen Anfängerring. Und ich bin doch schon Fortgeschritten! Ausserdem sitzt der Cup bei mir nicht so tief. So meine Denkweise, aber ich nehme alles zurück. Der Ring ist einer tollsten, handlichstenDSC_0226 Stiele überhaupt! Er ist toll zum Greifen und trotz seiner Größe stört er überhaupt nicht, daer ist ja rund ist und nirgendwo groß reindrücken kann. Ausserdem ist der Ring sehr weich und biegsam. Die MeLuna kann auch Mithilfe des Rings sehr kontrolliert entfernt werden, einfach toll. Da er so weich ist, kann man allerdings den gesamten Cup nur schwer drehen, indem man nur am Ring dreht. Da muss frau ein klein wenig höher greifen, aber der Ring erleichtert trotzdem den Griff.

Ich möchte allerdings Anmerkung, dass meine allererste Begegnung mit der Meluna Sport ohne Stiel nicht die Beste war. Es war spätabends, ich war aus dem einen oder anderen Grund verkrampft, und ich habe das Ding zum allerersten Mal seit meiner Zeit als blutige (haha) Anfängerin nicht reingekriegt. Wasser war als Gleitmittel auch nicht nützlich, und mir war schnell klar das wird heute nichts mehr. Also: Stoffbinde, ab ins Bett, was soll’s. Am nächsten Morgen hatte ich keine Probleme mehr.

Ich hatte mich auch ursprünglich für die MeLuna Sport entschieden, da ich dachte sie würde schneller aufploppen. Das war auch (bis auf einmal) immer der Fall, aber die MeLuna Classic hat jetzt auch keinerlei Probleme bereitet. In meinem persönlichen Fall war die Classic die richtige Wahl, und die Größe M sowieso (eine S habe ich allerdings noch nicht ausprobiert). Ich bin auf jedenfall noch auf Julias Erfahrungen mit ihren Sport MeLunas S und M gespannt. 🙂

Es lohnt sich meiner Meinung nach auf jedenfall, in mehrere MeLunas zu investieren um die Richtige zu finden. Aber ich meine dass der Härtegrad / Weichheitsgrad Classic den meisten Frauen passen sollte.

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MeLuna: Erste Eindrücke

19 Jan

Sie sind da!DSC_0238

Ich habe ziemlich großzügig bei MeLuna bestellt, aber Praxistests müssen noch ein paar Wochen warten. Tja, knapp verpasst ist auch vorbei, Vorkasse dauert eben ein wenig und es war Wochenende. Ich habe mehr als einen Cup bestellt, in verschiedenen Größen und Härtegraden. Besonders freue ich mich über den „Sport M Basic“: ergo, Weichheit: Sport, Größe: M und Stiel: Basic (–>kein Stiel).DSC_0239

Mein erster Eindruck ist auch etwas abhängig von meinen vorherigen Erfahrungen mit dem DivaCup; Ich bin immerzu am vergleichen.

Material: DivaCup ist Silikon und fühlt sich sehr glatt an bei Berührung,während MeLuna aus TPE besteht. MeLuna ist ebenfalls glatt, aber etwas griffiger von der Oberfläche her, zumindest wenn beide unbefeuchtet sind. Der Geruch der MeLuna hat zu Beginn (er ist inzwischen komplett weg) doch an neues Plastik erinnert. Einmal waschen und weg, könnte einfach von der Produktion sein.

Stiel und Greifbarkeit: DivaCup hat gehobene Rillen am unteren Ende. Der Stiel ist sehr weich und rohrförmig. Meluna hat im Vergleich ausgeprägter Rillen. Der Stiel kann in verschiedensten Varianten bestellt werden (oder auch ganz weggelassen werden), und ist ausnahmslos massiv als Ring, Kugel oder länglicher Stiel. Auch der längliche Stiel ist jedoch gut greifbar, da er aufgesetzte Knubbel hat. Nichtsdestotrotz  finde ich ist auch der DivaCup gut zu greifen, da er an der Spitze – dem Stielansatz – knubbelig und recht hart (dickes Silikon)ist. Vom Stiel er könnte man den Divacup als eine Mischung zwischen MeLuna Basic (ohne Stiel also) und der Kugel beschreiben. Trotzdem meine ich, dass MeLuna insgesamt (Meluna Basic ausgenommen) besser zu greifen ist.

Weichheitsgrad: Der DivaCup ist weicher als „Classic“ oder „Sport“, und ich vermute auch weicher als „Soft“ Die MeLunas lassen sich nicht so leicht zusammenknautschen, auch wenn dies auch am Alter des DivaCups liegen könnte.

Design: MeLuna ist um einiges wandelbarer, aber folgendes lässt sich verallgemeinen und vergleichen: MeLuna hat KEINE Beschriftungen, d.h. hat mehr glatte Oberflächen und damit leichter zu reinigen. Dafür hat der DivaCup innen „ml“ Angaben, sodass man minutiöser überwachen kann, wie viel Blut man im Monat verliert, als mit der MeLuna (obwohl man dies immer noch besser als mit Tampons oder Binden abschätzen kann). Da alle Stiele von MeLuna massives TPE sind und nicht rohrförmig wie beim DivaCup, muss man auch hier nicht besonders beim Reinigen darauf achten. Meluna hat auch zwei „Luft“ Löcher im Gegensatz zu vier beim DivaCup. Weiterer, meiner Meinung nach ausschlaggebender Unterschied: MeLunas Löcher sind sehr kurz, nur halb so lang wie DivaCups und einen Tick größer, zumindest bei den Cups (S, M) die ich hier habe. Viel leichter beim Reinigen!

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Etwas ungewohnt für mich, farbige Cups zu haben. Die Farbe ist nicht ganz so frei wählbar, da gewisse Designs (z.B. MeLuna Basic ohne Stiel) nur in einer Farbe kommen. Aber insgesamt sind die MeLuna Cups viel diverser. Das erleichtert zwar nicht unbedingt immer die Auswahl der Cups, aber ist individueller, auch wenn ich mit dem DivaCup bisher zufrieden war.

Kleines Detail, dass ich trotzdem lobenswert fand: Die Melunas kamen alle zwar in einer robusten Plastiktüte, aber alle mit einem wiederverschließbaren Verschluss.

Zu guter Letzt: zwar sind die MeLunas laut der Seite so billig, weil sie aus TPE bestehen, doch ich fände es auch toll wenn einige Modelle aus Silikon angeboten werden würden.

Stoffbinden selber nähen

14 Jan

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Zunächst mal: Die Stoffbinden die ich hier vorstelle, sind eher für den Gebrauch in Kombination mit einer Menstruationstasse o. ä. da sie ohne eine wasserdichte Schicht genäht ist. Wenn ihr mögt, könnt ihr sicher eine unterste Schicht mit entsprechendem Stoff hinzufügen (z.B. undurchlässigen oder sehr dicht gewebten – ich gebe jedoch keine Garantie dass die auch dicht halten!)

P.S.: Verlinkungen zu weiteren Anleitungen am Ende des Blogposts!

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Material: Ich habe ein altes, löchriges Handtuch ausgegraben und es dreilagig verwendet.

Schablone: Ich habe eine Flügelbinde irgendwo ausgegraben und sie als Vorlage verwendet. Allerdings habe ich die Flügel etwas breiter gemacht, damit sie sich unter der Unterhose überlappen.

Vorgehensweise: Zunächst einmal die Vorlage auf das Handtuch zeichnen, und 1x ausschneiden (oder so viele wie ihr Binden haben wollt). Ich habe dann zusätzlich zweimal die Vorlage OHNE Flügel ausgeschnitten, und mit Zickzack auf das Stück mit Flügeln draufgenäht, und die gesamte Binde dann noch mit Zickzack umrandet. Somit sind die Flügel einlagig, die Binde an sich aber dreilagig. Im Prinzip ist sie nun fertig. Ich benutze eine Sicherheitsnadel, um die Flügel aneinander und an der Unterhose zu befestigen.  Alternativ kann man natürlich auch ein Knopf/Knopfloch nähen, Fäden zum Zusammenbinden, Klettverschluss um die Flügel aneinander zu befestigen, oder auch Druckpunkte.

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Mit Stoff umranden: Ich habe zwei Stoffbindenstücke mit Flügeln aus rotem Stoff ausgeschnitten mit extra Nahtzugabe, und zweimal festgenäht – wie im Bild unten zu sehen, einmal noch aussen rum genäht. DEiesen Schritt halte ich jedoch für unnötig, da er zum einen viel Zeit gekostet hat, und zum anderen die Binde nicht so bequem ist wie die anderen, noch so aufnahmefähig.

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Fast drei Jahre später sind diese Binden immer noch ab und an im Einsatz 😉 Meistens fühle ich mich aber auch ohne Sie sicher genug. Ich meine, dass man auch extra Stofflagen in eine Unterhose nähen könnte und damit eine „Menstruationsunterhose“ nähen könnte um sie mit einer Menstruationstasse zu verwenden.

Ich habe damals einfach drauflosgelegt, aber hier noch weitere Anleitungen für Nählustige:

Von „frischgeschlüpft“ einer Hamburger Bloggerin, von deren Schablonenquelle, auf Englisch, und auf Blumenkinder gibt es nicht nur Baumwollslipeinlagen zu kaufen, sondern auch ein Binden-diy-Nähset. Letzteres ist jedoch, wie manche der angebotenen waschbaren Einlagen nicht ganz plastikfrei. Im Meluna Shop gibt es ebenfalls hübsche Baumwolleinlagen, aber ebenfalls mit einer Polyesterschicht.

Neues Jahr, neuer Cup!

9 Jan

Eine Frage die mich schon lange interessiert: Wie viele unserer Leserinnen (diese Frage kann sich wirklich nur auf Personen mit Gebärmutter beziehen) benutzen eigentlich eine Menstruationstasse á la Mooncup, Divacup, Meluna, Lunette und so weiter?

Ich habe ja nun seit Jahren einen Divacup, und benutze ein, zwei selbstgenähte Binden dazu, just to be safe.1 Die Binden brauche ich dann ab und an während meinen starken Tagen, wenn ich nicht viel Zuhause bin. Normalerweise halten die Cups ja an die zehn Jahre, doch mein Versuch die Löcher (blöderweise!) mit Wattestäbchen zu reinigen ging etwas schief. Risse an zwei Löchern.

Er funktioniert trotzdem noch. Starke Sache, aber ich wollte schon länger mal auch auf ein „härteres“ Modell umsteigen, wie z.B. Rebeccas Mooncup. Vor allem zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten den ziemlichen knautschigen Divacup zum entfalten zu bekommen. Ich bin wohl noch nicht so weit. Es sind schliesslich noch keine Kinder durch meinen Geburtskanal gerutscht. Den Stiel des Divas habe ich auch damals gekürzt. Es war nicht einmal viel Stiel da, aber das bisschen kürzen hat Wunder gewirkt.

Aber welche Marke soll nun der Nachfolger meines treuen DivaCups2 werden? Ich war nun lange unentschlossen, aber habe mich nun dazu entschlossen eine Meluna zu bestellen.

Pro: Unglaublich individuell wählbar in hinsicht auf Feste UND Größe UND Form UND Stiel. Zudem ist sie sehr günstig. Und sie besteht aus medizinischem TPE. Wiederverwendbar über viele, viele Jahre.

(Mögliches) Contra: Besteht nicht aus Silikon, sondern aus besagtem medizinisches TPE, „Thermoplastisches Elastomer“, ein Fakt dass von Meluna als positive Eigenschaft vermarktet wird. Ist im Grunde ein Plastik, hat jedoch fast identische Eigenschaften wie Silikon und ersetzt dieses auch als ein in der Medizin eingesetztes Material. Genausowenig recyclebar wie Silikon, aber immerhin braucht man nur einen Cup in zehn Jahren. Auf der Seite von Meluna findet man dann noch ein halbes Dutzend Zertifikate zu dem TPE dass die Firma verwendet.

Ich habe mich nun für die Meluna entschieden und freue mich schon auf meine Bestellung. Es gibt die unterschiedlichsten Starter-Sets, je nach Vagina Körperbau und Verfassung. Beim Melunagrößenrechner wurde ich dann etwas stutzig. Ich soll meine Statur einschätzen. Schmal und Klein bin ich nun wirklich nicht, aber bin ich bereits „kräftig?“ Und ich bin haargenau bei 1,70, wo es doch heisst bis und ab 1,70 Körpergröße! Zwischen „Unter 1,70+Mittel“ und „Über 1,70+Kräftig“ liegen immerhin 4 Punkte, der Unterschied zwischen Cupgröße „S“ und Cupgröße „L“, jedoch beides mit Tendenz zu M. Größe M wird es wohl also für mich sein, aber die Beschreibung der Statur finde ich doch schwammig.

Coolerweise hat Meluna auch noch verschiedene Härten. Doch wie liegen die in Relation zum DivaCup? Recherchen und der Konsum von „Vergleichsvideos“ zwischen den Marken ergaben, dass die Meluna M, Classic fast die gleiche Größe hat wie der DivaCup, und wohl auch die gleiche Härte. Meine Tendenz geht also in die Richtung des „Sport“ Härtegrades, obwohl es sich auf der MelunaSeite so anhört, als ob man seinen Beckenboden täglich dafür trainieren müsste. Aber vermutlich ist es auch persönliche Präferenz der einzelnen Frauen wie… „hart“ sie es mögen. Das Wortspiel war keine Absicht. Ehrlich!

Im Grunde erhoffe ich mir von dem neuen Meluna, dass er sich besser entfaltet als der DivaCup (obwohl ich das nun ganz gut handhaben kann, nach langer Zeit), aber hoffentlich genauso ein unmerklicher blinder Passagier ist, und dass er auch an den schweren Tagen dicht hält. Da Meluna M etwa die gleiche Größe hat wie der DivaCup, besteht für mich immernoch die Frage, ob ich eine „L“ Größe bestelle. Anderseits reicht womöglich die unterschiedliche Härte schon aus, dass der Cup an allen Tagen immer komplett dicht hält.

Glücklicherweise hat Meluna auch etwas Abhilfe für die Entscheidungsnot der Käuferinnen: Man kann Startersets, mit zwei Cups in verschiedenen Größen etwas reduzierter kaufen. Was ich allerdings schade finde, ist dass es dasselbe Angebot nicht mit Unterschiedlichen Härtegraden gibt.

Ein Testbericht meiner hoffentlich bald ankommenden Melunas folgt! (Möglicherweise sogar mit einem Rabattcode für die MelunaSeite 😉 )

1 Die Binden habe ich mal dreilagig aus einem alten Handtuch genäht, und befestige sie mit einer Sicherheitsnadel, zusammen mit meinem DivaCup sind sie zweckmäßig.
2 Der DivaCup ist nun immerhin 3 Jahre alt, in meinem Fall ein Ersparnis von mind. 150 Euro.