Tag Archives: Handarbeit

„Cycle“ up Bike Tires – Fahrradreifen unter der Nähmaschine

5 Dez

Wie so oft habe ich natürlich nicht WÄHREND des Prozesses Photos gemacht, sondern fröhlich vor mich hin experimentiert. Inspiration war ein Geschenk an mich, nämlich eine handgenähte Smartphonehülle aus altem Fahrradreifen Gummi! (Mit Zahnseide genäht, hihi!) Das hat mich dazu inspiriert, selber einen alten Reifen im Keller aufzustöbern und es mal mit der Nähmaschine zu probieren. Funktionierte überraschend gut, obwohl deutlich besser mit meinem Teflonbeschichteten Nähfuss. Der Nähfluss war um einigesbesser! Das Gummi ist eben etwas zu rutschfest. Aber das Filz hält das Handy super in der Tasche – ich kann meine umdrehen und sie gleiten nicht heraus, sind aber leicht zum reinstecken und rausnehmen.
An den Schenker: Danke für das tolle Geschenk und die Inspiration ❤

Und in dem Sinne: SUCHE KAPUTTE FAHRRADREIFEN! (und Jeans) 😉

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Alle mit Filz gefüttert, dass auch von alleine gut am Gummi haftet. Ich habe es nur oben immer etwas fixiert, zumindest bei diesem.
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Die ersten „eigenen“ Kreationen.

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Mein Geschenk, den Filz habe ich selbst hineingenäht. Ursprünglich war er geklebt, aber das hielt leider nicht.

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Bandeau Top selber nähen #1: Aus einem Spannbetttuch!

2 Aug

oder: kleine, einfache Nähprojekte für Laien wie mich!

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Diesen Sommer springen viele in diesen trägerlosen Bandeautops umher, und mich muss gestehen die gefallen mir ausserordentlich gut. Aber für so ein bisschen Stoff Geld ausgeben? Traue ich mich das überhaupt zu tragen?

Aber wie der Blogtitel andeutet, ich habe mir zu helfen wissen 😉

Von meinem Aufenthalt in den USA habe ich noch ein altes graues Spannbetttuch aus zweiter Hand übrig. Der eigentliche Grund, weshalb ich es mit Heim gebracht habe war tatsächlich, dass ich es zerschnippel und etwas daraus nähen kann. Ich dachte eigtl an ein Kleid, aber der eingenähte Gummi bietet es ja geradezu an, ein Bandeautop zu nähen. Nun, ein Bandeaukleid hätte es auch werden können.

Das schöne, wenn man ein altes Spannbettuch weiterverwertet: Den Gummi muss man nicht selbst einnähen! Ich habe allerdings, BEVOR ich es zerschnitten habe jeweils rechts und links von den Einschnittstellen den Gummi mit einigen Stichen fixiert, da ich mir nicht sicher war, ob er innen festgenäht war.

Wenn man nun kein alten Spannbetttuch zur Hand hat, würde ich zwei Methoden vorschlagen: Entweder den Stoff an der Brust nach innen umschlagen, einmal rundumnähen und dann den Gummi mit einer Sicherheitsnadel zusammen durch eine offen gelassene Stelle ziehen und dann alles verschliessen.

Oder: Den Gummi oben mit Zickzack am stoff festmachen, und dann erst umschlagen mit einem geraden Stich vernähen. Da der Gummi bei mir schon drin war und es machinell (Overlockmaschine, gibt es auch zu kaufen) vernäht war, sieht es bei mir (zumindest oben 😉 professionell aus.

Ausmessen? Ich habe es mir einmal um die Brust gehalten und dann ungefähr die Länge geschnitten. Ich habe nicht mal zwei Teile ausgeschnitten – nur ein langes, rechteckiges Stück und es an einer Seite wieder zugenäht. Ergo: mein Bandeautop ist vollkommen untailliert und fällt locker (aber schön, wie ich finde) um die Hüften. Wenn man zwei Teile schneidet, kann man es wohl auch taillieren, damit habe ich aber wenig Erfahrungen. Meine Nähkünste reichen nur für einen Stoffschlauch.

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Unten habe ich es nur mit Zickzack versäumt – ich stecke es einfach immer in meine Hose, und lasse den Rest überhängen (hat ja Bandeau Minikleid Länge). Am schönsten mit einem Bandeau BH (anders als im Photo ganz unten).

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Et voila:

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Online stricken lernen: Ressourcen

1 Dez

Ich kann legitim sagen, dass Stricken mein neues Hobby ist, nachdem ich heute, bevor ich aus dem Bett gestiegen bin, erst mal mein Strickzeug genommen habe, und ein wenig vor mich hin gestrickt habe, und dann mit dem gebraucht gekauften iPhone Stricktechniken nachgeschaut habe.

Ich habe Sockenstricken fast allein über Youtube gelernt, von daher: Ist gar nicht so schwer! (Ich wusste allerdings noch ungefähr wie stricken geht von früher, und habe inzwischen genug Übung, dass ich sehr regelmäßig stricke).

Also zu den Ressourcen:

Toll erklärt wird alles in Alpis Strickbuch – Strickvideos sind zwar auch sehr nützlich, aber ich mag es auch sehr wenn es eine „unbewegliche“ Anleitung nur mit Bildern ist. Dafür ist diese Seite eine ganz tolle Ressource – ich glaube, es wird auch regelmäßig ergänzt.

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Viele deutschsprachige Gruppen und Anleitungen (zugegebenermassen fällt mir Strickmuster lesen noch schwer) gibt es auf Ravelry.com, wo man sich kostenlos anmelden kann.

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Nadelspiel.com mag ich auch sehr gern, aber ich habe die Website gerade zum ersten Mal besucht – ich kenne die Seite über Youtube, wo man auch die vielen Videos zum Stricken lernen finden kann, mit denen ich Socken stricken gelernt habe. Alle Videos kann man auch auf der Website finden (z.B. unter Stricken und unter Häkeln)

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„Anleitung“ zum Hosen flicken

16 Apr

Meine Hosen gehen meistens an der gleichen Stelle kaputt: Sie scheuern zwischen den Oberschenkel, und dort entstehen dann die Löcher. Neue Hosen (selbst 2nd Hand) kosten mindestens 10-20 Euro. Ich kann mich wirklich nicht als Nähspezialist brüsten – nur damit, dass ich inzwischen nach 20x dilettantisch  Hosen flicken routiniert bin.

Wenn ich Hosen reparieren möchte, nehme ich einfach ein möglichst gleichfarbiges Stück Stoff aus dem selben Material wie die Hose und nähe es mit möglichst gleichfarbigem Faden INNEN an die Hose, und versuche es möglichst glatt an den Hosenstoff zu nähen. Nicht immer ein leichtes unterfangen im Schritt.

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CIMG7433Am besten den Stoff vorher per Hand mit groben Stichen zusammenheften – ich bin dafür meistens zu faul und fixiere den Stoff nur punktuell an den Ecken mit ein paar Stichen der Nähmaschine. Stecknadeln sind zwar nützlich bevor man sie fixiert, aber ich da ich  persönlich die Hose abwechselnd innen und aussen benähe, man nicht gut sieht ob der Stoff richtig sitzt von innen und ihn andererseits von aussen nicht gut befestigen kann – jedenfalls, ich finde es komplizierter nur mit Stecknadeln zu arbeiten und sie pieksen!! Den Nähmaschinenstich den ich gerne verwende ist der Zickzackstich der wie ein normaler gerader Nähmaschinenstich ist, nur halt im Zickzack (d.h. nicht zwei große Stiche bilden einen Zacken sondern mehrere Kleine).

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CIMG7435Bei sehr Jeansstoff ist es an den Nähten etwas problematisch. Hier den Stoff zusätzlich durch die Nähmaschine ziehen, langsam nähen (aber diese Stellen möglichst aussparen wenn möglisch) und gegebenenfalls den Nähmaschinenfuß etwas hochstellen. Achtung: hier gehen auch oft Nähmaschinennadeln kaputt! Man kann sie aber leicht ersetzen (immer ein Päckchen Nadeln auf Vorrat haben!) und auch spezielle Nadeln kaufen, die für Jeansstoff bestimmt sind.

Man sollte möglichst früh, wenn die Löcher noch klein sind, das Loch mit Flicken schließen und verstärken, so bleibt die Hose noch ansehnlich. Wenn man sie trägt, fällt der Flicken auch überhaupt nicht auf.

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Andere Kleidungsstücke kann man wieder tragbar machen – ich bekomme oft Komplimente für den übergroßen Knopf der eine meiner Jacken ziert, den ich als knallige Alternative zu einem verlorenen Knopf angebracht habe (und das Knopfloch mit ein paar Schnitten und Stichen vergrößert). Eine Freundin brachte mir ihr Lieblingstop mit gerissener Naht, die man nur wieder zunähen musste und mit Zickzack die neue Naht versäubern. Für meine Longarm T-shirts, die nach 4-5 Jahren nun Löcher an Ellbogen und Armen bekommen, nehme ich gerne gemusterte Stoffstückchen die ich dann aussen draufnähe, über das gestopfte Loch (einfach im Schachbrettmuster fürs Stopfen per Hand drüber nähen – ich bin oft Faul und nähe wenn möglich mit Zickzack drüber).

Für Stofffetzen zum nähen nehme ich gerne von alten Hosen Stückchen – meistens gibt es ja auch Tante/Mutter/ andere männliche/weibliche Person die noch alte (bereits zerschnittene?) Klamotten rumliegen hat.

Mein Fazit ist hier, dass auch wenn man sagt man „kann“ nicht nähen, die meisten schon mal in der Schule genäht haben, und einen Faden in eine Nadel ziehen können. Das Kleidungsstück ist in den meisten Fällen mit Löcher eh nicht mehr tragbar, da kann man auch ein bisschen experimentieren 😉CIMG7419 CIMG7420 CIMG7421  CIMG7423   CIMG7426

Papiertaschentücher?! Introducing the HankyBook

12 Apr

Schneuzbuch, der Prototyp!

Ich benutze schon länger Stofftaschentücher, aber ich bin zum Glück auch niemand, der ständig eine laufende Nase hat.  Mir gefällt vor allem die Wiederverwendbarkeit, und die Tatsache dass das Taschentuch nicht zerfällt!!

Nur beim Schnupfen muss ich dann immer mehrere dabei haben und das Tuch ist durchnässt und in Folge dann auch woauchimmer man besagtes Tuch aufbewahrt.  Ich nehme meine Taschentücher meistens doppelt beim Nase putzen und falte sie dann ordentlich bevor sie zurück in die Tasche gehen, aber um nicht jedes bei starkem Nasenausfluss durchzuweichen muss ich doch mehrere mitführen.

Der Gedanke des in der Hosentasche zerbollten Rotzschleuder schreckte bisher auch Rebecca vom Gebrauch eines Stofftaschentuchs ab. Aber es war Rebecca, die mich auf das „HankyBook  aufmerksam machte. Quasi ein Stoffbüchlein mit hübschem Umschlag, dessen Seiten man als Taschentuch benutzt.

Klar, ich mache dir eins, sage ich, und gesagt getan (wenn auch ein paar Wochen später, im Rahmen einer großangelegten Reperatur sämtlicher angesammelten löchrigen Kleidungsstücke)

Für den Stoff meiner ersten Schneuzbuchs war ich weder wählerisch, noch habe ich ihn besonders ordentlich zugeschnitten. Ein altes T-shirt, dass meine Mutter spendete, hat den Grundstoff gestellt. Ich habe die Ränder der ausgeschnittenen Stücke (ich habe 5 x 7 Zoll genommen, ca 13 x 18 cm) mit einem Zickzackstich eingefasst, ein Stoffstück mit einem hübschen Stöffchen eingefasst, und alles Stücke aufeinandergelegt und einfach in der Mitte zusammengenäht!