Tag Archives: Einkaufsnetze selber machen

Einkaufsnetze – Alternative zu Plastik

21 Apr

Bindfaden-Einkaufsnetz, Testobjekt und Prototyp

Vor einiger Zeit gab mir meine Mutter ein uraltes geflochtenes Einkaufsnetz aus Plastik mit den Worten „du magst doch so altes Zeug“.  Leider war das Teil dann so alt, dass es mindestens an einer Stelle zerbrochen ist; Aber das Konzept des Objekts gefiel mir gut, als Alternative zu den Plastiktüten die natürlich auch im Bioladen in der Gemüseecke. Worin soll man das Zeug auch sonst ohne extra Gewicht reintun?

Wenn man nun „Einkaufsnetz“ bei http://de.dawanda.com eingibt (eine Seite wo man eigene Sachen aber vor allem selbst Hergestelltes verkaufen kann), oder auch in Google, bekommt man eine Vielzahl an Einkaufsnetzen die nicht aus Plastik sind, sondern gehäkelt sind oder sonstwas.  Man findet auf Dawanda sogar andere Versionen des Plastiknetzes dass ich von meiner Mutter bekommen habe („Vintage Einkaufsnetz 70er Jahre“)

Aber da dass zum selber machen nicht so schwer aussah, setzte ich mich dann gestern hin, um das Plastiknetz mit Bindfaden nachzuflechten, war mir schnell klar dass ohne konkrete Anleitung ich keine Ahnung hatte, wo ich ansetzen sollte!

Ich vermutete das „Fischernetz“ als Grundkonzept, und fand tatsächlich schnell eine Anleitung im Internet wie man ein Netz zu knüpfen hat :). Die Technik war zwar nicht genau so wie meine Vorlage (dort war wegen dem Plastik keine Fäden zusammengeknotet, sondern lediglich umeinandergeschlungen), aber das Ergebnis war sich Nahe genug.

Links – Plastiknetz; Rechts – Bindfadennetz

Mein erster Knüpfversuch ist nur ein kleines Netz. Es bringt ganze vier Gramm auf die Waage! (Zugegebenermaße wiegt die kleine Plastiktüte die ich heute im Biomarkt auf die Waage gelegt habe 2 Gramm. Und es passt mehr rein. Seufz.)

Man sehe das Loch Links im Plastiknetz. Und ja, das sind ein Kerzenleuchter und eine Eieruhr!

Das Knüpfen ist auch ganz simpel.  Nachdem Rebecca mir gesagt hat, dass meine schriftliche Anleitung dazu – angeblich –  vollkommen unverständlich war, habe ich hier früher einen Link zu meiner Quelle gepostet – der ist jedoch leider nicht mehr aktuell. Neben meiner gleich folgenden, simplen Anleitung, hierzunächtst  ein PDF mit Anleitungen, und hier verschiedene alte Knüfptechniken.

Aber eigentlich ganz einfach: Fäden in der gewünschten Länge nebeneinander legen, und dann jeweils paarweise zusammenknoten. Wieder nebeneinanderlegen und nun mit etwas Abstand jeweils den Linken Faden eines Paares an den Rechten Faden von einem zweiten Paar aneinander. Den linken Faden dieses Paares dann an den rechten des rechten Fadens des nächsten Paares knoten und immer so weiter. So lange machen, bis alle Fäden so verknotet sind, ihr könnt die Paare nun auch zu einem Kreis schließen. Weiter die Fäden zusammen knoten, bis sich ein Netz bildet (also immer die Enden des frisch geknoteten Knotens an die anderen Enden der anderen Knoten knoten. Ah, Rebecca hatte Recht.  Das hier schreit nach einem Diagramm, dass ich nun wohl selber zeichnen muss.

Papiertaschentücher?! Introducing the HankyBook

12 Apr

Schneuzbuch, der Prototyp!

Ich benutze schon länger Stofftaschentücher, aber ich bin zum Glück auch niemand, der ständig eine laufende Nase hat.  Mir gefällt vor allem die Wiederverwendbarkeit, und die Tatsache dass das Taschentuch nicht zerfällt!!

Nur beim Schnupfen muss ich dann immer mehrere dabei haben und das Tuch ist durchnässt und in Folge dann auch woauchimmer man besagtes Tuch aufbewahrt.  Ich nehme meine Taschentücher meistens doppelt beim Nase putzen und falte sie dann ordentlich bevor sie zurück in die Tasche gehen, aber um nicht jedes bei starkem Nasenausfluss durchzuweichen muss ich doch mehrere mitführen.

Der Gedanke des in der Hosentasche zerbollten Rotzschleuder schreckte bisher auch Rebecca vom Gebrauch eines Stofftaschentuchs ab. Aber es war Rebecca, die mich auf das „HankyBook  aufmerksam machte. Quasi ein Stoffbüchlein mit hübschem Umschlag, dessen Seiten man als Taschentuch benutzt.

Klar, ich mache dir eins, sage ich, und gesagt getan (wenn auch ein paar Wochen später, im Rahmen einer großangelegten Reperatur sämtlicher angesammelten löchrigen Kleidungsstücke)

Für den Stoff meiner ersten Schneuzbuchs war ich weder wählerisch, noch habe ich ihn besonders ordentlich zugeschnitten. Ein altes T-shirt, dass meine Mutter spendete, hat den Grundstoff gestellt. Ich habe die Ränder der ausgeschnittenen Stücke (ich habe 5 x 7 Zoll genommen, ca 13 x 18 cm) mit einem Zickzackstich eingefasst, ein Stoffstück mit einem hübschen Stöffchen eingefasst, und alles Stücke aufeinandergelegt und einfach in der Mitte zusammengenäht!