Sikkim Girls: Nicht nur für Mädchen…

2 Jul

Mein neues Parfüm von Lush ist da! Eigentlich dachte ich nicht, dass der etwas orientalische, rauchige Duft meinem Schurken besonders gefallen würde… aber bevor ich mich versah, benutzte der Kerl Sikkim Girls einfach selbst! :D

DSC_0309 (2)

Das Parfüm und die Körperbutter kamen in einer schicken Holzbox.

DSC_0307

Polsterung und Füllmaterial der Sendung ist aus Kartoffelstärke!

DSC_0311 (2)

Und hier ist der Inhalt der Box

 

Fixe Flip Flop Reparatur: Tutorial

27 Jun

Eigentlich bin ich nicht so der Flip Flop Fan, (Füße tun weh, man kann nicht rennen) aber ich hab doch mein ganz eigenes Lieblingspaar, dass ich in einem Second-Hand-Laden fand. Nach viel Gebrauch riss Ende letzten Sommers der Riemen vorne, doch ich konnte es nicht übers Herz bringen, sie wegzuwerfen. Vage hatte ich eine Reparatur im Kopf formuliert, doch für den Winter wanderten sie erst einmal in die Kiste mit den Sommersachen.

Diesen Sommer sind sie – repariert – wieder im Einsatz. Ich hoffe lange! Hier erst mal ein Bildtutorial wie man manchen Flip Flops einen zweiten Frühling schenken kann. (Kleines Update: Sie haben den Frühling und Sommer 2014 unbeschadet überstanden!)

1. Das Problem: Der Riemen ist vorne gerissen. Es ist mein Plan, ihn mit Hilfe von (möglichst langer) Nadel, Faden, Kleber und (wie sich herausstellte) einer Zange zurück an Ort und Stelle zu ziehen.

DSC_0292

2. Ich fädele eine Nadel ein, und binde das andere Ende an die Spitze des abgerissenen Stückes.

DSC_0295

3. Kleber: Ich benutze herumliegenden, möglichst starken Kleber, den ich das Loch spritze, und mit dem ich das lose Riemenende bestreiche. DSC_0296

DSC_0297

DSC_0298

4. Die (möglichst lange) nadel wird in das Loch gestochen, und kommt hinten wieder raus. Ich musste das Fußbett stark knicken, um sie wieder herauszubekommen – vllt kann man sie auch einfach auf der Unterseite der Sohle herauskommen lassen. Eine Zange war extrem hilfreich, die Nadel herauszuziehen. Der Faden brach dann aber ab (möglichst starken Faden nehmen!), Aber zum Glück war das Riemchen schon wieder an Ort und Stelle.

DSC_0299

5. Kleber trocknen lassen, und dabei auf die zu klebende Stelle drücken. Et Voila, Schuh repariert!!

DSC_0300

Ganz wie neu ist er vielleicht nicht, und ich erwarte immer dass er kaputt geht, aber bislang hält alles. Das Fußbett reisst langsam an der Stelle ein, da es ziemlich durchgelaufen ist – dann werde ich wahrscheinlich einfach von oben etwas drüberkleben. Oder die Sohle ganz ersetzen. Weniger erfolgreich war mein versuch, ein paar Billigschuhe an der Seite zusammenzunähen – das hielt genau einen Tag, bevor der dünne Baumwollfaden gerissen ist. Die Nadel unten im Bild ist übrigens ein Polsternadel.

DSC_0301 DSC_0302

Zukunft Bioplastik?

28 Mai

4333963953_05d88aa75d_o
Bei meinem letzten Besuch bei meiner engen Freundin Rebecca, der Mitbegründerin dieses Blogs, hatten wir eine interessante Diskussion über Bioplastik. Obwohl ich mir bewusst bin, dass Bioplastik – also biologisch-abbaubares Plastik – auch seine Tücken hat (dazu mehr später) war ich überrascht, dass Rebecca relativ negativ zu diesem Thema eingestellt war.

Meine Meinung ist, dass umweltfreundliche, ökologische Lösungen praktisch und den Massen zugänglich sein müssen, um Fuß zu fassen. Aber ich würde es begrüßen, wenn (gesundheitlich hoffentlich unbedenklicher) Kunststoff aus erneuerbaren Ressourcen seinen schädlichen Vorgänger – Plastik aus Erdöl – ersetzen würde.

Rebeccas Argumentation war, dass Ressourcen, die normalerweise für Nahrungsmittel verwendet würden, stattdessen in Bioplastik umgewandelt werden. Ich persönlich halte dass nun für ein Problem, dass durch Bioplastik nicht vergrößert würde, aber natürlich muss man sich dieser Problematik bewusst bleiben. Besonders wenn man bedenkt, dass aus Monokulturen wie Mais sowieso eher Benzin und Fruktosesyrup gewonnen wird. Oder dass viel der produzierten pflanzlichen Nahrung als Futtermittel in der Massentierhaltung endet. Ich finde, man sollte in Hinsicht auf Maßentierhaltung und (eher der Fall in den USA) vielleicht auch mal auf Maissirup als Zutat einfach ersatzlos zu verzichten.

Ich freue mich, wenn ich eine biologisch-abbaubare “Plastik”tüte in der Hand habe, oder dass die Swaks aus Zellulose sind. Plastik als Gebrauchsgegenstand ist ja an sich eine feine Sache: Plastik hält Lebensmittel frisch und ist leichtgewichtig im Transport und flexibel. Aber, die Folgen von einem Werkstoff, der nicht innerhalb von wenigen Jahren in der Natur abbaubar ist, werden immer offensichtlicher. Mikroplastik findet sich nicht nur in unseren Körpern wieder, sondern auch an den entlegensten Stränden der Erde. Die Meere werden vom Plastik zugemüllt und behindern das Ökosystem nicht nur und wird von Tieren anstatt Nahrung aufgenommen, die hormonähnlichen Substanzen verändern , die das Plastik ausblutet verändert in unserem Blut und Essen, permanent vermüllte Meere und Hormonähnliche Substanzen die das Plastik ausblutet absieht.

Leider ist nicht alles Gras, was grün ist: Man kann Plastik und Bioplastik nicht unterscheiden. Kennt ihr das ratlose Gefühl, wenn ihr eine Bioplastik Tüte entsorgen wollt? Einfach auf den Kompost? Oder einfach in den Müll? In die Tonne für die Biogasanlage kann Bioplastik nicht – dazu verrottet es angeblich zu langsam. Ist wohl je nach Bioplastiksorte unterschiedlich. Vor allem auch darauf achten, ob tatsächlich kompostierbar oder biologisch-abbaubar auf den Produkten steht. Wenn nicht, bleibe ich eher kritisch.

7434532888_e3efa32082_o

Einen interessanten Beitrag zum Verpackungsmüll Dilemma und der Plastik Problematik liefert Bärbel Wossagk in ihrer Radiosendung, die letzten Samstag gesendet wurde. Hier kann man den Podcast anhören. Nagut, ich geb’s ja zu: Meine heisere Stimme kriegt man da im Gespräch mit Bärbel auch für ein paar Minuten zu hören (schäm).

Aber wo kriegt man denn dieses Bioplastik her? Es gibt inzwischen einige Internetshops, die sich an der Nachfrage orientieren – Nina aus Klagenfurt zum Beispiel, ist eigentlich Architektin, aber hat ihren Onlineshop “Plasticarian” eröffnet, um mal geballt plastikfreie Alternativen anzubieten. Derart spezialisiert auf “Plastikfrei” ist der Avocadostore und der Froschkingshop nicht, aber gerade bei letzterem erschlägt einen die schiere Auswahl an ökologischen und auch plastikfreien Alternativen geradezu. Von Keksausstechern aus Biokunststoff bis Aufbewahrungsdosen ist auf jeden Fall alles dabei.

Update 17.11.2014: Sozusagen das deutsche Gegenstück zum österreichischen “Plasticarian” hat nun Susan aus Konstanz vor kurzem den plastikfreien Shop “Monomeer” eröffnet.

Bildquelle:
Bild 1: Tracy the astonishing unter cc-by-sa-2.0
Bild 2: Doug Beckers unter cc-by-sa-2.0

Bärlauchgeheimtipp für Augsburger

15 Mai

Ich muss mich wirklich mal bei mundraub.org mal anwenden – ich kenne so einige Orte, wo man Essbares einsammeln kann! Im Botanischen Garten zum Beispiel – aber eigentlich darf man dort keine Pflanzen entnehmen (kleinere Mengen Saatgut sind gestattet). Aber trotzdem: Wenn einer von euch den Botanischen Garten in Augsburg bald besucht, sollte er wissen, dass beim Eingang des japanischen Garten ein Meeeeeeer an Bärlauch zu finden ist. Sogar mit Schild (Allium Ursinus). Genug, um mehrere Fußballmannschaften zu ernähren.

Wunderbares Frühlingsfest im Interkulturellen Garten

5 Mai

14131523523_dd8ec96a59_o
Es war ein wunderbares Frühlingsfest und Gartenflohmarkt fand am Sonntag im Interkulturellen Garten! Ich war mit zwei Jacken viel zu warm eingepackt, denn die Sonne ist zum ersten Mal in Tagen herausgekommen. Bald hatten wir für unser Picknick alle Jacken abgeworfen. Die Musik (Didgeridoo, türkische Bands uvm) war sehr schön, auch wenn wir etwa nah am Geschehen saßen.
14111822404_b2e1f72528_o

Ich habe groß bei Ildi von der Cityfarm Augsburg eingekauft, und meine Pflanzenfamilie um zwei Jalapeno Chilis, einer gelben Spitzpaprika, einer orangen Tomate, etwas Melde und zwei Inkagurken erweitert. Zusätzlich gab es Info aus dritter Hand: Ildis Gärtnerfreundin meint wohl, in einer Woche könnte man alles rausstellen, da die jetzige Kälteperiode die “Eisheiligen” wären. Na hoffentlich: Ich freue mich schon darauf, die Inkagurke (hoffentlich) den Balkon zuranken zu lassen.

14108185691_6d47e0f03c_o

Chilis sind wohl ziemlich Blattlautanfällig, und auch die Paprika hatte einige Blattläuse – Tipp der Cityfarm war, sie nochmal mit Brennnesselsaft zu besprühen, aber nachdem ich alle Chilis und die Paprika jetzt umgetopft und von verlauster Erde und Läusen selbst befreit habe, suche ich sie jetzt jeden Tag nach Läusen ab. Ich hoffe nur, dass keine Verlausung auf die anderen Pflanzen übergreift.

Bildquelle: Neue Szene Augsburg

Pflanzenwahnsinn auf der Fensterbank

4 Mai
Litschi vogelpersp

Litschitomate von oben

Ist Urban Gardening ein Trend, oder Symptom einer neuen Mentalität? Ich hoffe auf Letzteres. Mein noch sehr kleiner, aber feiner zweiter Vorstoss in die Fensterbankgärtnerei. :)

Blüte joh

Gelbe Johannisbeertomate Blüte

grün tomate

Noch grüne Tomätchen. Einige Blüten fallen jedoch komplett ab, ohne eine Tomate zu bilden.

    Das Urban Gardening hat mich wieder! Naja, falls man meine paar Pflänzchen auf der Fensterbank “Urban Gardening” nennen kann. Die zwei Tönnchen mit Topinambur drin schon eher. Seit ich auf einer Samentauschbörse der Cityfarm Augsburg war, bin ich im Gärtnerfieber.  Meine dort gegen Spende erstandenen zwei (gelben) Johannisbeertomaten und die überlebende Litschitomategedeihen ganz prächtig, und im Falle der Litschitomate: ganz schön stachelig! Die 1 cm großen Sprößlinge sind seit Anfang März auf erstaunliche 30 cm herangewachsen. Die Pflanzen haben alle drei bereits Knospen, und: grüne Tomätchen! *_*

fliegenfang

Apfelsaft mit einem Spannungsbrecher (Seife, Spüli, Waschmittel) klappt bisher am besten

Für mich als Tomaten-Ersti natürlich eine ganz aufregende Sache. Insgeheim hoffe ich ja, dass die Tomaten bald reif werden und ich gleich neue Johannisbeertomaten anpflanzen kann :). Bisher waren alle Pflanzen ausser an sonnigen Tagen im Haus. Sie sind sehr gesund, allerdings habe ich eine schwarze wie eine weiße Fliegenplage, die ich mit Schälchen Apfelsaft mit einem Spritzer Spülmittel unter Kontrolle halte (naja, es versuche). Bei den schwarzen Fliegen klappt das.

Johannisbeertomaten

Gelbe Johannisbeertomate

Die weißen Fliegen sind offenbar eine richtige Tomatenplage, hui.  Aber am allerliebsten nisten die kleinen Viecher im Basilikum. Ich mache es einfach so, dass ich sehr oft die Unterseite der Blätter überprüfe. Wenn ich (viele) Eier sehe, entferne ich das Blatt. Bei einzelnen Eiern und Fliegen tu ich sie so zerdrücken, bisher hält sie das in Schach. Es gibt auch ganz verschiedene Mischungen an Natron/Öl/Spülmittel und so weiter um die Anzahl der Viecher zu reduzieren.

Litschi

Litschitomate Blüte

Die stachelige Litschitomate ist eigentlich gar keine Tomate. Sie soll 1-2 Meter groß werden. Meine ist bisher 30 cm und hat jede Menge Stacheln! Ich schüttele täglich wenn ich vorbeigehe die Pflanzen etwas, damit sie kräftige Stämme entwickeln und die Bestäubung klappt (obwohl ich da auch mit einem Pinsel rum dilettiere) und die Litschi-Tomate ist wirklich pieksig. Von der Fliegenplage ist sie weitgehend verschont – in den letzten zwei Tagen sitzen schwarze Fliegen auf ihr, die komischerweise schon tot zu sein scheinen. Der Schurke freut sich auch schon ganz besonders auf die Früchte der Litschitomate. :)

Side Projects sind dann noch neben Topinambur der Okra. (Beides ebenfalls von der Cityfarm) Er kommt irgendwie nicht aus dem vier Blatt Stadium heraus, ist aber kräftig. Ich gieße ihn aber auch sehr wenig, da er angeblich viel Wasser nicht mag, und er ist noch in 10 cm Töpfchen. Okra ist eine afrikanische Schotenfrucht, die hier nicht so gut wächst. Deshalb ist sie auch im Haus, bis es draussen mindestens 15° C hat. Die trockene Erde um die Okras scheint jedoch ein Fliegenparadies zu sein.

Gerade freue ich mich ganz besonders auf Sonntag: Ich habe entdeckt das eine Urban Gardening Initiative, der Interkulturelle Garten in Augsburg, ein Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt veranstaltet! Und ein Gartenflohmarkt heißt hoffentlich viiiele Samen von alten Sorten und Setzlinge. Meine derzeitigen Ambitionen ist Chilils zu meinem Mini-mini Indoor Gärtchen  hinzuzufügen.

Ich gestehe, ich habe bei den nachfolgenden Links nur geschmökert und nichts gekauft. In Baumärkten und in Gärtnereien hatte ich auch immer wieder Chilis und Paprikas in den Händen, aber ich hoffe ja dass ich mir die alle bald ertauschen werden. Auf Rühlemanns Seite habe ich aber schon sehr viel Zeit verbraucht. Tolle Auswahl an Sorten, Samenfest, und dieses Mexikanischen Minigürkchen zum naschen muss ich irgendwann unbedingt ausprobieren.

Alte und Samenfeste Sorten kaufen:

Rühlemanns Duftkräuter, Würzkräuter und Heilkräuter. Und noch viel mehr! Viele ungewöhnliche Sorten gibt es hier zu finden.

Vern: Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von alten Nutzsorten.

Bingenheimer Saatgut

Zu “samenfesten” Sorten hier ein toller Beitrag von BioBalkon.de

 

Urbane Gartenprojekte in Augsburg

Cityfarm Augsburg –> sucht gerade eine neue Fläche in der Umgebung von Oberhausen. Tipps erwünscht!

Grow Up! Interkultureller Garten Augsburg –> Frühlingsfest und Gartenflohmarkt am 4.5.!

Guerilla Gardening Augsburg

 

Rettet die Hebammen! Mahnwache und Flashmob in Augsburg.

1 Mai

Leider kann ich selbst nicht daran teilnehmen, aber die Zwergenmutter veranstaltet eine Mahnwache am kommenden Montag, 15.30 am Moritzplatz. Das Thema ist natürlich die Situation der freiberuflichen Hebammen. Und wer will schon ohne fachkundige Betreuung von einer Vertrauensperson durch die Schwangerschaft gehen?

Image

Hebammen können werdende Mutter in vertrauter Umgebung betreuen.

Um 15.30 am 5.5. (Montag!) beginnt die Aktion mit einem Flashmob (yay!) am Moritzplatz. Und um der Zwergenmutter noch die Schlussworte zu überlassen: “Die aktuelle Situation berifft uns alle! Jeder hat irgendeine Freundin, Schwester, Tochter, will selbst noch ein Kind…Familien brauchen Hebammen!”

(Bildquelle)

Butterbier! (Weil “Margarinebier” einfach nach nichts klingt…) *vegan*

30 Apr

Liebe Menschen, Zeit für ein Geständnis: ich habe Stephie seit Tagen einen Beitrag versprochen, aber es ist nicht dieser. Und ich weiß auch nicht, wann der versprochene Beitrag endlich kommt.
(Hallo übrigens an alle, die mich noch nicht kennen – ich bin Rebecca, einstmals Coautorin dieses Blogs, bevor ich Stephie damit herzlos habe sitzen lassen. *hust*)

IMAG0285

Aber dieses Rezept ist einfach zu gut, um es liegen zu lassen, bis meine ToDo-Liste abgearbeitet ist.
Als eifrige Hobbyköchin (oder … Experimentalpanscherin, wie meine Mutter vielleicht sagen würde?) und tragischerweise muggelgeborene Squib habe ich in meinem Leben nun wirklich schon viele Butterbier-Rezepte gelesen – viele davon nicht unbedingt solche, die mich zum Nachmachen angeregt haben, seriously, Kohlensäurehaltige Getränke und Eiscreme-Mischungen? *buärgh*

Mindestens zwei davon HABE ich allerdings ausprobiert, jedes Mal mit etwas unbefriedigenden Ergebnissen. Das erste Mal war ich noch zu jung für Bier und musste mich mit Karamalz zufrieden geben, was ansonsten in die Mischung wanderte, weiß ich nicht mehr, aber sehr wohl, dass ich hinterher extrem abgeneigt war, irgendetwas bierhaltiges zu probieren. Beim zweiten Mal haben Stephie und ich uns, soweit ich mich erinnere, über die Backvorräte ihrer Eltern hergemacht und eine Mischung aus Sahne, Rum und… noch mehr Sahne? zustande gebracht. Kurz ganz lecker, aber in größeren Mengen untrinkbar.

Jedenfalls hatte ich mich damit abgefunden, dass Butterbier zu den Elementen von Harry Potter gehört, die in meiner Welt einfach nicht funktionieren. Bis ich heute herausfinden durfte, dass es offenbar wirkliche, echte mittelalterliche englische Kochbücher gibt, die gebuttertes Bier enthalten. WHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAT?

Das Timing könnte nicht besser sein, immerhin planen meine Mitbewohnerin und ich gerade eine große Harry-Potter-Party. Und da ich nach einem mal Lesen ohnehin schon wusste, dass ich keinen Tag mehr warten konnte, um dieses Rezept auszuprobieren, habe ich das Experiment also einfach unter Partyvorbereitung verbucht.

Das Originalrezept verlangt nach Butter und Eiern, aber da ich selbst in extrem unveganen Phasen wie der, die ich im Moment durchmache, irgendwie nie so richtig einsehe, warum ich mir die Mühe machen soll, ein richtiges Rezept zu befolgen, wenn es dann nicht einmal vegan kann, habe ich ein bisschen daran herumgebogen. Normalerweise habe ich kein Problem damit, bei so etwas Pi mal Daumen vorzugehen (siehe das oben erwähnte Urteil meiner Mutter), aber hey. No one messes with butterbeer. Also musste zunächst noch ein wenig Recherche zum Thema Eiersatz her. Diese Website listet als hausmachbaren Eiersatz “2 EL Mehl (ganz normales!) + 1/2 TL öl + 2 EL Wasser + 1/2 Tl Backpulver gut mixen = 1 grosses Ei.” Backpulver schien mir im Butterbier etwas fehl am Platz, schließlich sollte ja nichts aufgehen (obwohl ich dadurch vielleicht Schaum bekommen hätte?), und da in das Rezept ohnehin jede Menge Margarine kam, schien mir das Öl irgendwie überflüssig. Um nicht komplett das Gefühl zu haben, mich um vernünftigen Eiersatz herumzumogeln, habe ich 2/3 Sojamehl, 1/3 “normales” Mehl verwendet, was ganz gut funktionierte hat.

IMAG0276

Anyway, hier das ganze Rezept!

0,5 Liter Bier (das Originalrezept verlangt Ale)

1/3 Tasse Zucker (nach Originalrezept braun… da ich nur weißen Zucker hatte, habe ich den genommen, funktioniert auch)

Eimischung (3 EL Mehl bzw. 2 EL Sojamehl, 1 EL Mehl, dazu 3-5 EL Wasser)

4 Esslöffel Margarine

Zimt, Nelken, Ingwer und Muskatnuss

Zuerst müssen Bier und Gewürze in einem Topf zum Kochen gebracht werden. Im Originalrezept waren Mengenangaben für die Gewürze enthalten, aber da ich das Rezept gedrittelt hatte und es schwierig fand, genau abzuschätzen, was ein Drittel eines halben (Zimt, Nelken) bzw. Viertel- (Ingwer) Teelöffels ausmacht, bin ich einfach nach Gefühl vorgegangen.

Sobald das Bier kocht, Hitze auf die niedrigste Stufe stellen und Topf von der Platte nehmen. Die Eiermischung und den Zucker einrühren, dann alles auf der Platte so lange weiter rühren, bis die Mischung leicht andickt. Zum Schluss die Margarine einrühren, und voila!

IMAG0284

Unbeschreiblich leckeres, magisch satt machendes Butterbier (In meiner Hogwarts-Tasse, obviously. Die ich, ohne angeben zu wollen, stilecht in Kings Cross an Gleis 9 3/4 erworben habe. Oder was auch immer dafür ausgegeben wird, da das richtige Gleis nicht einfach so zugänglich ist). (Bitte von Kindern und Hauselfen fernhalten.)

Enjoy!

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 150 Followern an