Haarseife! und andere Haarwaschmittel

14 Dez

Mit dem Seifenstück über die Haare reiben, den Kopf mit den eingeseiften Händen massieren oder das Seifenstück erst mal am Unterarm aufschäumen: Ich hab schon einige Gebrauchstipps für „Shampooseifen“ gehört.

Plastikfreie Haarwäsche

In der plastikfreien Monomeer-Sendung von Susan war auch eine Shampooseife drin. Es ist schon eine Weile her, dass ich mir die Haare mit „festem“ Shampoo gewaschen habe, aber die neue Seife war sehr willkommen. Mein Lieblingsschurke hat gleich mal die Hälfte weggeklaut. Er ist auch ein Fan der Shampooseifen von Lush, von der es unzählige Variationen und Rezepturen gibt.

Die „Neuzeuger Naturseifen“, die Susan in ihrem Shop verkauft sind handgesiedet, vegan, aus biologischem Anbau und ohne Tierversuche hergestellt. Die Zusatzinfos bei jedem Produkt auf Monomeer sind wie immer hochinteressant, finde ich. Ich habe sie inzwischen ein paar Mal verwendet, greife aber schändlicherweise doch öfters zu der Shampooplastikflasche. Ich habe sehr schnell fettende Haare und ich glaube, diese eignet sich eher für trockenes, sprödes Haar. Am zweiten Tag nach der Haarwäsche mit der Neuzeuger Naturseife stand ich bisher immer vor dem Spiegel um zu überlegen ob mein Haar nun fettig aussieht, oder einfach nur glänzig und gepflegt.DSC_0505[1]

Ich benutze ganz gerne flüssiges Shampoo weil ich sehr lange Haare habe, aber eigentlich ist das egal. Bei der Haarwäsche  muss nur nur der Haaransatz gewaschen werden. Der Rest wird automatisch beim Ausspülen gereinigt.
Ich denke dabei immer an die alte Weisung, dass Frauen sich 100x Mal am Tag die Haare bürsten sollen–der Grund freilich, dass man sich vor ein paar Jahrzehnten die Haare nicht so häufig wusch (bzw. waschen konnte) und mit den Bürstenstrichen dass Fett gleichmäßig auf die Haare verteilte. Natürliche Haarpflege, sozusagen. Heutzutage ist die Bürsterei eher abträglich, da sich die meisten mehrmals die Woche die Haare waschen.
Anforderungen an ein Shamposs – beziehungsweise an eine Shampooseife – können wirklich unterschiedlich sein. Während ich mit dieser Seife meine Haare alle ein- bis zwei Tage waschen muss, kann mein Schurke tagelang die Haare nicht waschen und trotzdem sind die Haare frisch und sauber. Haarprobleme bekommt er eher vom zu oft waschen.

Urige Alternativen: Pulver und Pflanzenpampenextrakt

Es gibt ganz verschiedene Methoden sich die Haare (nicht) zu waschen. Ein Bekannter wäscht sich die Haare mit Heilerde, beziehungsweise Lavaerde (mit einem Löffel Apfelessig gemischt), die er in Papier verpackt im Bioladen kauft. Ich glaube das Pärchen von Leben-ohne-Plastik benutzt auch Heilerde. Ich habe während meiner Ich-wohne-allein-Zeit meine Haare mit Natron gewaschen und mit Apfelessig x Wasser die Haarspitzen gespült, das hat gut funktioniert.

Die interessanteste Geschichte zum Thema Haare-waschen habe ich jedoch von meiner Sandkastenfreundin gehört, die vor kurzem aus Südamerika zurückgekehrt ist. Auf der peruanischen Seite des Titicacasees, auf einer Insel namens Taquile (Sandkastenfreundin, du darfst mich hierbei gern korrigieren 😉 ) benutzen alle Menschen einen Sud aus lokalem, zerriebenen Unkraut, um ihre Haare, Kleidung und was sonst so anfällt zu waschen. Sandkastenfreundin meinte, alle Leute dort hätten ausnahmslos volle, schwarze Haare. Auch die älteren Menschen! Leider ist ihr der Name entfallen und der geschenkte Steckling hat die Rucksackreise nicht überlebt. Sämtliche Google-suchen nach „Südamerikanischen Seifenkraut/Waschkraut“ und ähnlichem liefen bisher ergebnislos… Aber zum Glück hat Sandkastenfreundin Videos dort gedreht, da sollte der Name hoffentlich mal gefallen sein. 🙂 Vielleicht gibt es ja ein vergleichbares Kraut auch hierzulande? Rosskastanien sollen ja auch Saponine enthalten, die man zumindest zum Wäsche waschen verwenden kann…. (und gegen Krampfadern).

P.S.: Internetrecherchen haben ergeben, dass das Kraut „Chukjo“heißt.

Mückeblog Beiträge, Thema „Haare waschen“:

Haarige Sache – Plastikfreies Shampoo

Lush-Seife Jumping Juniper

Andere Haarexperimente von unseren Bloggerfreunden:

Stärke als Trockenshampoo und Lavaerde als Trockenshampoo  Ach, ich verlinke einfach gleich zu der Kategorie „Im Bad“ – dort findet ihr viele interessante Beiträge zum Thema Shampoos in Glasflaschen, Shampooseifen Testberichte u.v.m.  von Leben-ohne-Plastik

 

 

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6 Antworten to “Haarseife! und andere Haarwaschmittel”

  1. mini matriarchin 15. Dezember 2014 um 07:27 #

    Ich habe auch ein Shampooseifenstück neben meiner Dusche liegen von Savion. Ich benutze es auch hin und wieder, aber nicht jedes Mal, da ich sonst meine Haare vergessen kann. Aber besser ab und zu mal (was dem Haar eher gut tut) auf die Plasikflasche verzichten als gar nicht.
    Grüße

    • stepheph 15. Dezember 2014 um 11:34 #

      Von Lush gibt es auch „Spülung“ in fester Form. Vielleicht gibt es auch noch andere Marken… habe ich jetzt nicht so recherchiert. Aber die Spülung mit verdünntem Apfelessig haben meinen Haarspitzen auch immer gut getan.

  2. Antonia 15. Dezember 2014 um 09:11 #

    Leider hab ich ähnliche Erfahrungen mit Haarseife gemacht (und ich hab eigentlich eher trockenes Haar, dass sich über das bisschen Fett freuen sollte). So gerne ich auf flüssiges Shampoo in Plastikflaschen verzichten möchte, einmal pro Woche mopse ich mir eine Portion vom Shampoo meines Mannes, weil die Haare mit der Haarseife einfach jedes Mal fettiger werden. Die ersten 12 Stunden sehen sie zwar dennoch gut aus, aber jeden Rag Haare waschen bin ich eigentlich gar nicht gewöhnt. Eigentlich wollte ich noch eine andere Sorte ausprobieren, aber wenn ich jetzt deine Erfahrungen lese, muss ich noch mal darüber nachdenken 😦
    Lg, Antonia

    • stepheph 15. Dezember 2014 um 11:32 #

      Bei langen Haaren finde ich es auch etwas schwierig „die ganze“ Kopfhaut zu erwischen. Mit kurzen Haaren wäre das einfacher. Falls du nochmal Haarseife testest, kannst du ja deinen Mann (falls er kurze Haare hat) davon überzeugen, sie aufzubrauchen 😉

  3. H. V 30. Januar 2015 um 13:36 #

    Bei Haarwaschseife kommt es viel auf die Überfettung und die enthaltenen Öle an. Kokosöl- und Olivenöl werden oftmals nicht vertragen.
    Außerdem muss man sich etwas gedulden, da die Seifenwäsche viel milder ist als Haarwäschen mit festen Shampoos, die je nach Herkunft sehr aggressive Tenside enthalten. Gerade schnellfettende Kopfhaut ist oftmals ein Indiz für zu starke Reinigung, die die Kopfhaut mit starkem fetten wieder ausgleichen möchte. Dagegen helfen sanfte Reinigungsmittel und sanftes Entwöhnen durch seltenere Haarwäsche.

    Hier in Deutschland wächst übrigens auch ein Seifenkraut, mit dem man sich die Haare waschen kann. Ansonsten gibt es von Khadi indische Waschkräuter (Rheeta und Shikakai), die werden in einer Aludose und leider nochmal eingepackt in Plastik geliefert.

    Liebe Grüße

    • stepheph 7. Februar 2015 um 15:40 #

      Hallo H.V. das Seifenkraut klingt ja wirkllich spannend. Das muss ich (nach Umzug und BA Arbeit) mal identifizieren und ausprobieren. 🙂 Momentan wasche ich etwa jeden zweiten Tag meine Haare… immer noch viel zu oft. Danke für den Hinweis auf die Waschkräuter. 🙂 Muss ich unbedingt recherchieren.

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