Einmal Chai Latte, bitte!

2 Feb

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Vor kurzem habe ich mir zum ersten Mal „Chai Latte“ bestellt, nicht ohne dass ich  den Namen analysierte. Der Fluch einer Sprachenstudentin ;). Schließlich wird hier ein indisches Wort mit einem italienischen (obwohl Latte nun wirklich auch als kulinarische Vokabel durchgeht) kombiniert. Und ist Chai nicht so oder so mit Milch?  Andererseits können sich in Deutschland vielleicht nicht alle etwas unter Chai vorstellen. Also: Chai Latte. Was leckeres, kaffeeähnliches mit Milch.  Lecker war er. Sehr lecker sogar. Und mit Keks und Milchschaum 🙂

In Restaurants wird meist allerdings Chai  nicht  extra aufgekocht sondern ein Chai Pulver verwendet (es sei denn, man ist in einem indischen Restaurant). „David Rio Power Chai mit Matcha “ ist ein solches Pulver, welches Rebecca mir vor ein paar Jahren schenkte und ich sehr gern mag. Der Power Chai mit Matcha ist übrigens das einzige Chai Pulver ohne Milchzusatz (zumindest innerhalb dieser Marke).

Jedenfalls – Chai kann man schließlich ganz einfach selber machen, denn es ist nichts anderes als Tee!  „Chai“ ist – in verschiedenen Formen – invielen Sprachen das Wort für Tee (Auch „Tee“ und „Chai“ sind etymologisch verwandt!). D.h.: Wer Chai Tee sagt, sagt Tee Tee ;). Aber ganz korrekt heisst dieses Getränk eigentlich Chai Masala – Gewürztee. Es gibt ungemein viele Variationen und Rezepturen – im Grunde kann jeder nach seinen Vorliebe sein eigenes Rezept entwickeln.

Chai Masala Gewürzegalerie

Die häufigste Zutat ist Kardamon und das erste Rezept dass ich je hörte basierte auf ausschließlich (grünen) Kardamon Kapseln, mit Wasser, Milch und Zucker. Für das ganz eigene Rezept kann man seine kulinarische Phantasie freien Lauf lassen. Nelken, Zimtstangen, Sternanis, Ingwer, Fenchelsamen und Pfefferkörner  kommen alle in dem einen oder anderen Rezept vor – allerdings nicht alle auf einmal!

Eigenes Rezept:

Chai Masala für Mücken

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2 Beutel (schwarzer) Tee („indische Mischung“, aber war ein Zufall)

3 Kapseln grüner Kardamon

3-4 getrocknete Nelken

1 Sternanis

1/2 Zimtstange

2 Tassen Wasser

2 Tassen Milch/vegane Milch

Süßungsmittel (2 EL Zucker entsprechend)

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Die Gewürze habe ich in einem Mörser zerstossen (kein Mörser? Schwere Pfanne o.ä. nehmen, einfach kleinkriegen 😉 ), dann zusammen mit dem Schwarztee in einen Teebeutel gefüllt und in den Topf mit Milch und  Wasser gegeben.  Erst als das Gemisch schon etwas erwärmt war, habe ich gesüßt. Einmal aufgekocht, dann noch einige Minuten köcheln lassen, und warm trinken. Fertig! Ergibt vier Tassen!

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Wer „Chai Masala“ etwas feuriger haben möchte, kann sogar Chilipulver dazu nehmen, oder etwas getrocknete Chili zur Gewürzmischung hinzugeben. In vielen Chai Masala Rezepten wird zudem Ingwer und sogar Pfefferkörner verwendet. In diesem Rezept werden zusätzlich zum Ingwer Fenchelsamen verwendet. Mein Rezept basiert auf diesem hier.

Wer keinen schwarzen Tee trinken möchte, kann mit Leichtigkeit diesen mit einem anderen Tee ersetzen. Wer es stärker will, kann auch Kaffee nehmen. Da diesem Tee sowieso Wasser beigegeben wird, sollte vegane Milch (Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch, Dinkelmilch und so weiter…) kein Problem sein.

Zu kaufen gibt es ebenfalls die eine oder andere Option, mehr als man denkt. Der Clou ist allerdings, dass diese nicht als „Chai“ ausgeschrieben werden. Im Teeschrank Zuhause habe ich „Yogi Tee“ von Gepa und eine „Asia“ Mischung von Rewe gefunden.chai tees kommerziell

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2 Antworten to “Einmal Chai Latte, bitte!”

  1. gruenzwerg 3. Februar 2014 um 08:18 #

    Du bringst mich auf Ideen… habe ich schon so lange nicht mehr gekocht… eine tansanische Variante von chai ist übrigens kardamon und Ingwer… auch seeeehr lecker! Ich geh dann jetzt mal chai kochen…:-)

    • stepheph 3. Februar 2014 um 21:55 #

      Klingt gut! Ich vermute da freut sich bestimmt auch der Zwergenpapa.

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