Upcycling: Alte Jeans zu Hotpants und Rock

18 Jan

Wer hat denn nicht schon mal durchgescheuerte Jeans um eine halbe Beinlänge oder mehr gekürzt? Ich erinnere mich noch gut an eine meine früheren Lieblingsjeans, die Löcher an den Knien und im Schritt durchgescheuert war, bis ich sie zu Shorts umoperierte und immer wieder mal einen Teil der abgeschnittenen Stücke in die Löcher transplantierte.

Hosen kürzen und zu Hotpants:

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Das einzige, das man  beim Hose kürzen wirklich beachten muss, ist es auch schön gerade abschneiden, und wenn man sie denn anschließend umschlagen möchte, sich auch nicht zu kurz schneiden. Ich glaube in meinem Fall habe ich sie etwas zu kurz abgeschnitten, sodass ich nicht genügen umschlagen konnte – es sollte sich nicht aufrollen, wenn man sie anhat, aber ich spiele doch noch mit dem Gedanken sie von innen mit Faden etwas festzunähen, sodass es vorne nicht auffällt aber die Hose bombenfest umgekrempelt bleibt.

DSC_0223

Oder man näht einfach gleich ganz um das Hosenbein, anstatt den Umschlag nur an den Seiten zu fixieren (allerdings langwierig, wenn man mit der Hand näht). Ein Freund erbat sich dies für seinen gekürzten Short sogar in einer besonder grellen Farbe. 😀 Zu Beachten allerdings, wenn man den Umschlag einmal ganz rum festneht, ist das je nach Hose entweder das Umkrempelte zu weit oder zu eng ist. Wenn zu Weit, muss man eben darauf achten dass die Falten davon an den inneren Nähten sind.

Hose kürzen und zu Rock umnähen

DSC_0224Bei dieser zweiten Jeans habe ich die Beine komplett abgeschnitten, da ich einen Rock daraus machen wollte. Da ich ein weisses Bettlaken zweckentfremdet habe (war in der Mitte schon durchgescheuert), habe ich zwei Lagen Rock genäht, damit er nicht zu durchsichtig wird. Die obere Schicht habe ich versucht mit mäßigem Erfolg zu „kräuseln“, d.h. in einmal mit einem breiten Geradstich darüber nähen und dann den Stoff auf dem Faden zusammenschieben indem man auch an ihm zieht.

DSC_0232Bei beiden Stofflagen habe ich fast zu kurz abgeschnitten, aber der Stoff hat sich zum Glück noch gedehnt. Stoffstücke immer großzügig zu groß abschneiden 😉

Mit dem Saum bin ich ausnahmsweise zufrieden. Mit Jersey tue ich mich normalerweise schwer, dass es schön wird, aber ich habe ihn diesmal unten zweimal umggeschlagen, und bin dann mit einem kleinen Zickzack möglichst weit oben fixiert.

DSC_0233Das Endprodukt ist eher ein sommerlicher Rock… ich freue mich schon einen in meiner Hosengröße zu nähen.

Übrigens kann man leicht weissen Stoff billig an Orten wie Sozialkaufhäuser in Form von Bettlaken kaufen… man muss eben etwas aufpassen wo die Laken schon dünn sind 🙂

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2 Antworten to “Upcycling: Alte Jeans zu Hotpants und Rock”

  1. blessing 19. Januar 2014 um 10:41 #

    Kleiner Tipp zum Kräuseln von Stoffen: Wenn man 2 Stichreihen mit den weiten Stichen im Abstand von 0,5-1cm untereinander näht und dann noch vor dem Nähen die Oberfadenspannung herausnimmt, geht das Kräuseln ganz einfach weil sich der Stoff ganz leicht schieben lässt.
    Angenäht wird das Ganze dann auf dem 0,5-1cm breiten „Korridor“ zwischen den Stichreihen, dann bleibt das Gekräusel genau so wie man es will. Danach die langen Stichreihen wieder entfernen, fertig.
    Übrigens sollte ein Stoff, der gekräuselt wird ewa doppelt so breit sein wie das Endergebnis. Ich finds cool, wie hingebungsvoll ihr beiden euch eurer Aufgabe mit diesem Blog widmet. Tolles Engagement neben dem Studium her.

    • stepheph 20. Januar 2014 um 22:11 #

      Lieb dass du das schreibst! Und für Danke für den nützlichen Tipp. Hoffentlich bis bald 😉

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