Party in my Pants: Boooo! Für durchgescheuerte Jeans.

5 Sep

Gute Tageszeit, ihr Indigofasern! (Ja, ich habe zu viel Little Mosque on the Prairy gesehen und werde mir ab jetzt ein Beispiel an Yasser Hamoudi nehmen und mit seltsamen Kosenamen um mich werfen. Glad we talked about this. 🙂 )

Ich weiß auch nicht so genau, welche Abenteuer sich zwischen meinen Schenkeln abspielen, wenn ich grade nicht hinkucke, aber irgendwie schaffe ich es nicht, ein Paar Jeans länger als ein paar Monate zu tragen, bevor es im Schritt durchscheuert. Wenn mir nicht verschiedene Menschen aus meinem Bekanntenkreis bestätigt hätten, dass ihnen das nicht passiert, würde ich ja denken, ich überschreite einfach regelmäßig die Lebenserwartung von Jeanshosen und bin mit meiner Knickrigkeit selbst schuld an der Misere. Aber anscheinend habe ich einfach Schenkel, die dazu geschaffen wurden, der Albtraum jedes Beinkleides zu sein.

Wenn es mal wieder so weit ist und ich merke, dass der Stoff einer gern getragenen Hose verdächtig dünn wird, versuche ich normalerweise, sie dadurch zu retten, dass ich von innen ein Stück Jeansstoff dagegennähe – was oft auch hilft, allerdings den Zeitpunkt des Ablebens nur unwesentlich hinausschiebt. Irgendwann ist dann auch die liebste Lieblingsjeans an dem Punkt angelangt, an dem ich sie einfach nicht mehr tragen mag, weil durchgescheuerter und mit Zickzackstich übernähter Stoff zwischen den Beinen einfach einen merkwürdigen Eindruck macht… auf mich selbst, wenn schon nicht auf andere.

Aber wie gesagt. Wenn eine Hose es so lange in meinem Besitz ausgehalten hat, ist sie mir normalerweise lieb und teuer, und ich lasse sie nicht gerne ziehen. Weshalb ich jetzt auch endlich einen Weg gefunden habe, ruinierte Jeans als Hotpants weiter tragbar zu machen:

 

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First of all werden dem guten Stück die Beine abgeschnitten. Ja, wirklich so weit, denn wie gesagt, da liegt meine Problemzone. Aber nicht wegwerfen, was jetzt noch übrig ist! Das wird noch benötigt. Das heißt, alles bis auf den Fetzen Stoff, der daran schuld ist, dass die Hose umfunktioniert werden muss. Der ruinierte Teil muss natürlich weg:

 

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Als nächstes gilt es, den Beinumfang zu messen. Davon habe ich leider kein schönes Foto, aber ihr könnt es euch sicher vorstellen – einmal mit dem Maßband um die Stelle, an der die abgeschnittene Hose jetzt aufhört. In dieser Länge Stoffstreifen aus den abgeschnittenen Beinen herausschneiden, die drei Mal so breit sein sollten, wie es das Bein der neuen Sommerhose sein soll. Als nächstes werden sie nämlich rundherum an die abgeschnittene Hose angenäht:

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Cleverere Menschen als ich achten dabei darauf, dass die Naht nach außen zeigt – in einem nächsten Schritt wird das neu angenähte Bein nämlich umgekrempelt und lässt damit einiges sehen, was ursprünglich auf seiner Innenseite lag. Bevor das passiert, muss allerdings der angenähte Streifen noch zu einer Runde geschlossen werden, siehe Foto oben. Damit der umgekrempelte Stoff dann auch an seinem Platz bleibt, bietet es sich unbedingt an, ihn mit ein paar handgenähten Stichen zu fixieren:

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Und mit diesen paar wenigen, vergleichsweise einfachen Schritten kommen sogar Nähbanausinnen wie ich zu einem neuen Beinkleid!

 

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Eine Antwort to “Party in my Pants: Boooo! Für durchgescheuerte Jeans.”

  1. stepheph 9. September 2013 um 09:20 #

    Sieht echt schick aus! Hier nochmal eine Referenz, zu dem von dir verleumdeten Hosen flicken ;P
    https://mueckeblog.wordpress.com/2012/04/16/anleitung-zum-hosen-flicken/

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