Gemüse und Gelaber

11 Jul

Angeblich ist Einkaufen ja etwas, was uns Frauen in die Wiege gelegt wird (eine Behauptung, an die ich sowieso nicht glaube 😉 ) aber im stressigen Uni-Alltag hat es doch etwas für sich, sich gewisse wöchentliche Wege einfach sparen zu können. Ich bin deshalb seit einiger Zeit dazu übergegangen, mir eine Gemüsekiste ins Haus zu bestellen: einmal in der Woche bekomme ich die passende Ladung Frischgemüse für meinen Singlehaushalt direkt vor die Tür gefahren. Meist passiert das, wenn ich nicht zuhause bin, sodass ich mich dann Abends über eine neue Ausbeute leckerer Dinge freuen kann – es seidenn, es gibt mal wieder Mangold. 😉

Gemüsekisten gibt es von verschiedenen Anbieter*innen, meine ist die Freiburger Distelkiste. Die wird mit dem Auto angeliefert (anstatt, wie bei einem anderen Anbieter, der aber leider meine Bestellung nie bearbeiten wollte, mit dem Fahrradanhänger), funktioniert aber dafür nach dem Pfandsystem (hat also, wie wahrscheinlich die meisten Gemüsekisten, wiederverwendbare Boxen) und bietet die Möglichkeit, neben der Größe auch das Herkunftsgebiet des Inhalts genauer zu bestimmen. Für mich heißt das, dass ich eine Regio-Kiste beziehen kann, in der sich nur Erzeugnisse aus der Umgebung finden. Das schränkt natürlich die Auswahl ab und an etwas ein, sodass ich eine Weile lang tatsächlich jede Woche ungeliebten Mangold bekommen habe, ist mir alles in allem aber aus Energieeffizienzgründen doch am liebsten. Darüberhinaus hätte ich die Möglichkeit, Gemüsesorten anzugeben, die ich besonders gern oder ungern mag, und kann mir weitere Dinge mitliefern lassen. Das Angebot reicht von weiteren Gemüsesorten über Brot bis zu Milch und Eiern. Letztere bestelle ich mir aufgrund meiner veganen Vorsätze natürlich nicht, und Brot backe ich gerne selbst, aber Kartoffeln, Zwiebeln und Co kaufe ich gerne auf dem Weg zu.

Einziger Wehrmutstropfen an meiner Kiste (abgesehen vom Lieferfahrzeug, das ich vor mir selbst damit rechtfertige, dass dafür Transportwege zum Super- oder Wochenmarkt wegfallen) war für mich bisher die große Plastiktüte, in die mein Gemüse immer verpackt war – wohl als Schutz vor bösen Umwelteinflüssen. Ein paar Wochen fand ich das immer schade, habe dann beschlossen, meine gebrauchten Tüten wenigstens zur Wiederverwendung zurückzugeben, konnte aber die Lösung nie so recht ideal finden. Es dauerte tatsächlich eine Weile, bis ich mich auf die einfachste Lösung besann: Nachfragen, ob es auch anders geht. Und siehe da: Prompt bekomme ich zwei Tage später eine (wenn man die Pfandkiste nicht mitzählt) komplett plastikfreie Gemüseladung ins Haus.Was lernen wir daraus? Einfach immer nur nachfragen, auch, wenn frau so kontaktscheu ist wie ich.

Übrigens: Gemüsekisten gibt es in vielen deutschen Städten, solltet ihr also Interesse haben an einer eigenen, hilft die Suchmaschine eurer Wahl sicher gerne weiter!

Kleine Off-Topic-Anmerkung am Rande: Sicherlich ist euch (solltet ihr nicht gerade das erste Mal über diesen Blog stolpern) unser neues Design aufgefallen. Stephie und ich haben auch den Vorsatz, das Schlagwörtersystem umzugestalten und eine Reihe anderer Änderungen vorzunehmen, aber vorerst wird sich die Neuerung wohl auf die ästhetische Ebene beschränken. Hauptsächlich hat uns zu der Änderung die Tatsache motiviert, dass wir (na gut: ich) unseren alten Header mit dem Slogan „Blog für umweltfreundliches Studentenleben“ wirklich nicht mehr angemessen fanden – schließlich befindet sich kein einziger Mann in unserem Team! Außerdem schreiben wir zwar aus der Sicht zweier Studentinnen – aber unsere Themen lassen sich sicherlich nicht allein im studentischen Milieu festmachen. Daher also unser neues, farbenfrohes Erscheinungsbild – wir hoffen, es gefällt euch!

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4 Antworten to “Gemüse und Gelaber”

  1. Blessing 12. Juli 2012 um 11:41 #

    Ich bin begeistert. Ein tolles neues Outfit und ein toller neuer Header. Ich freue mich schon auf viele neue Einträge

  2. Nini 12. Juli 2012 um 20:25 #

    Hübsches neues Design. Vielleicht ein wenig rosa 😉 = mädchenhaft. Aber die Gänseblümchen sind hübsch und ein frisches neues Blogaussehen ist ja immer gut. Die Gemüsekiste habe ich noch nicht ausprobiert, obwohl es die bei uns auch gibt, da wir ja immer über die Food-Coop bestellen. Finde das aber auch ne ganz witzige Idee jede Woche überrascht zu werden, was es zu essen gibt, Schürt die Kreativität 😉

    Liebe Grüße

    Nini

  3. Micha 26. Juli 2012 um 10:26 #

    Hier (Link oben) gibt’s auch nützliche Infos zur Gemüsekiste. Was alles drin sein kann, worauf man achten muss, etc.

  4. tilmann0785 11. August 2012 um 10:46 #

    Hey hey,

    Du hast einen Blogaward von mir bekommen :D. Sorry, falls du die nicht magst, ich bin auch kein riesen Fan davon. Naja vielleicht nützt es ja was für die Leserschaft. Liebe Grüße

    Nini

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