Die Grillzeit ist eröffnet: (potentiell) plastikfreie Vegi-Burger

11 Jul

Bisher sah ich mich beim Grillen immer einem Dilemma ausgesetzt: Einerseits wollte ich gerne etwas auf den Grill werfen, andererseits kommt Fleisch für mich nicht mehr in Frage, Gemüse wird mit der Zeit etwas langweilig und Tofu-Ersatzprodukte sind so gut wie immer in Plastik verpackt – da blieb eigentlich nur noch Stockbrot. Keine befriedigende Alternative, im Gegensatz zu dem, was ich nun aufgetan habe: Linsen-Haferflocken-Burger! Alle Linsen-Burger-Rezepte, die ich bisher kannte, beinhalteten allerdings Pilze, eine Zutat, die mir die Freunde an meiner Entdeckung beim ersten Bissen gleich wieder verleidet hätte. Man stelle sich also meine Freunde vor, als ich ein völlig pilzfreies Rezept bei Chefkoch.de entdeckte:

Zutaten für 2 Personen:

1/2 Tasse Linsen

4 EL Haferflocken

1 EL Sojamehl

1/2 Liter Wasser

evtl. Öl

Gewürze nach Geschmack

Die Linsen in dem Wasser weichkochen. Anschließend das überschüssige Wasser abgießen und auffangen, dann die Linsen pürieren. Mit den Haferflocken, den Gewürzen, dem Sojamehl und 2 EL von dem aufgefangenen Wasser vermengen, bis ein formbarer Teig entsteht.
Gerät der Teig zu flüssig, einfach noch einige Haferflocken dazugeben, ist er zu fest ein wenig Wasser. Aus dem Teig flache Bratlinge formen und in Öl von beiden Seiten langsam braun braten.

Da ich beim ersten Versuch kein Sojamehl zur Hand hatte, kann ich berichten, dass auch überbrühte und abgegossene Leinsamen hier als Eiersatz taugen… Außerdem habe ich das Rezept um angedünstete Zwiebeln und Tomaten-Paprika ergänzt, um ihm noch etwas mehr Geschmack zu geben. Und das Endergebnis sieht dann so aus:

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass die Burger nicht ganz ohne Plastik auskamen bei mir – es ist mir noch immer nicht gelungen, eine plastikfreie Quelle für Hülsenfrüchte aufzutun. Aber ich bin mir sicher, dass es möglich sein muss, daher die Bezeichnung als „potentiell plastikfrei“.

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6 Antworten to “Die Grillzeit ist eröffnet: (potentiell) plastikfreie Vegi-Burger”

  1. Mausflaus 11. Juli 2012 um 13:56 #

    hm, aber die linsen sind doch auch in plastik verpackt? sogar beim alnatura gibts die in der plastiktüte.
    und grillfleisch kenne ich auch nur in plastikschalen mit folie. insofern alles nicht plastikärmer als ein fertig verpacktes tofuschnitzel… aber selbstgemacht ist natürlich am tollsten 🙂
    was man auch noch grillen kann, sind kartoffeln. und bei gemüsespießen kann man variieren

    • repek 11. Juli 2012 um 15:59 #

      Wie gesagt… Noch kann ich nicht für mich in Anspruch nehmen, eine komplett plastikfreie, vegane Alternative gefunden zu haben, es seidenn, ich greife auf einfaches Gemüse zurück. Aber zumindest halte ich es bei Linsen für möglich, sie plastikfrei zu bekommen…

    • Anna Maier 20. Juli 2012 um 08:05 #

      Das Rezept ist ohne Probleme plastikfrei möglich – einfach die Zutaten in der Food Coop auf SUSI einkaufen, wo mensch sich alles selbst in mitgebrachte Behältnisse abfüllen kann (z.B. Gläser oder Stoffbeutel :-))
      Auch im Quartiersladen im Vauban kann man einige Dinge selbst abfüllen, z.B. Haferflocken. Linsen gibt’s dort aber auch nur verpackt.
      Natürlich wurden die Sachen irgendwannmal irgendwo in Plastik aufbewahrt – aber das lässt sich, denke ich, nun wirklich kaum vermeiden.

      • repek 20. Juli 2012 um 09:27 #

        Gut zu wissen, danke für den Tip! Ich muss zugeben, das SUSI-Universum ist mir bisher noch komplett fremd… 😉 Sollte ich vielleicht ändern.

  2. jass 24. März 2013 um 19:18 #

    hey, hast du zufällig auch eine alternative für die alufolie, die man oft um gemüse wie tomaten oder anderes gemüse/käse macht,damit die nicht anbrennen oder der saft nicht ins feuer spritzt? über die verschwendung davon ärgere ich mich jedesmal und würde ich gerne dieses jahr vermeiden.. vielen dank schon mal 🙂

    • repek 24. März 2013 um 19:35 #

      Hm… da ich selten (auf diese Weise) Gemüse grille, leider nicht wirklich. Ich könnte mir vorstellen, dass man zumindest Alupfannen auch wiederverwenden kann, wenn man sie nach dem Grillen säubert – dann müsste man nicht jedes Mal neue verwenden. Oder vielleicht ließe sich dafür ein Edelstahl-Teller o.Ä. verwenden? Mir fallen außerdem oft die Aluverpackungen um Schokoladentafeln ins Auge und ich frage mich, ob sich die nicht irgendwie wiederverwenden ließen… könnte man vielleicht für diesen ZWeck versuchen? Leider sind die Folien natürlich viel dünner als „normale“ Alufolie, und außerdem ein bisschen klein für die meisten Gemüse (außer vielleicht Pilze). Wenn dir eine plausible Lösung aufgeht, lass es mich wissen!

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