Schokoladentafeln selbst gegossen

15 Feb

Mein Schokoladenbuch, umringt von (potentiellen) Schokoladenzutaten

Ich hatte vor kurzem Geburtstag, und habe von einem Freund ein kleines Set mit Schokoladentafel Gussformen geschenkt bekommen. Da der Valentinstag gleich um die Ecke war, habe ich keine Zeit vergeudet, und es gleich ausprobiert!

Das Büchlein ist allerdings keine Anleitung, wie man Schokolade aus Kakao und Kakaobutter macht, sondern wie man die Schokolade so schmilzt und temperiert, dass sie im Endergebnis wieder eine hochwertige Schokolade ergibt – da Schokolade verschieden kristallisiert, ist es wichtig, durch Temperatur die „richtige“ Kristallisierung der Kakaobutter herbeizuführen.

Die Temperaturen, die man benötigt variieren ein wenig je nach weisser/Vollmilch/(Halb- oder Edel-)Bitterschokolade:

Die Schokolade sollte man über ein Wasserbad von 55° C schmelzen (das Wasser sollte die Schüssel nicht berühren, zum abkühlen dann in ein 25° C Wasserbad geben (das Wasser darf die Schüssel berühren, kühlt schneller ab dadurch) und anschließend wieder über ein Wasserbad mit der maximalen Temperatur von 35°C.

Ihr merkt, ein genaues, schnelles Küchenthermometer ist von Nutzen – ich hab es mit dem Bratthermometer probiert, und das ging recht träge – ich habe auch (scheinbar) nicht die temperaturen erreicht, die jeweils oben angegeben sind.

Und: Schokolade immer gut rühren!! Ein Teigschaber funktioniert gut – der Tipp des Buches ist von aussen nach innen zu rühren.

Ich habe als allererstes einmal die Curry-Cashewschokolade ausprobiert, allerdings habe ich die Bitterschokolade durch Reismilchschokolade ersetzt, da mein Liebster keine dunkle Schokolade mag.

Eigentlich ist es auch ganz einfach – (geröstete, eigtl. auch gesalzene) Erdnüsse nehmen, die Hälfte hacken (ich habe sie ungeröstet gekauft, daher selber kurz angeröstet), Curry in die schmelzende Schokolade geben, gehackte Cashewkerne in die temperierte Schoki geben, in Formen gießen, Cashewkerne drüber. Ein paar Minuten in den Kühlschrank, dann bei Zimmertemperatur vollständig fest werden lassen.

Und das ganze nochmal in Bildern:

Schokolade hacken/raspeln

Hat den Sinn dass die Schokolade gleichmäßig schmilzt

Geschmolzene Schokolade; Currypulver ist bereits drin. (Also schmelzen, kurz abkühlen lassen, erneut leicht erhitzen - fertig!

Hälfte der Cashewkerne hacken

Mit gehackten Cashewkernen vermengen; In Förmchen giessen.

Mit Rest der Cashewkernen verzieren und Curry bestäuben, einige Minuten im Kühlschrank, zwei Stunden bei Zimmertemperatur fest werden lassen - fertig! -

Mit Rest der Cashewkernen verzieren und Curry bestäuben, einige Minuten im Kühlschrank, zwei Stunden bei Zimmertemperatur fest werden lassen - fertig! Die Schokoladentafel ist übrigens ohne Currypulver.

Ich persönlich fand die feine Currynote sehr lecker. Ich schätze Anleitungsbücher, sei es Schokolade-machen oder Häkeln. Ich finde, man kann besser auf sie zurückgreifen und konzentrierter Arbeiten, als wenn man immer sein Wissen allein aus dem Internet zieht.

Schokolade ganz von selbst machen, dazu habe ich schon Rezepte auf Chefkoch.de gesehen (also einfach danach suchen), und um größere Blöcke Kuvertüre zu kaufen (auch Kakaobutter, wer sich in der Schokoladenherstellung probieren möchte), gibt es auch entsprechende Seiten (auch in meinem Schokoladenbüchlein vermerkt) – oder vielleicht kann man auch beim Konditor nachfragen.

www.backshop-online.de

www.hobbybaeckerversand.de

www.pati-versand.de

 

 

Quelle: Menge, Kay-Henner. Schokoladentafeln selbst gemacht. München: Südwest Verlag. 2009

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4 Antworten to “Schokoladentafeln selbst gegossen”

  1. Nini 15. Februar 2012 um 15:09 #

    Hmm. Was soll ich sagen. Einerseits bin ich sehr gespannt auf die Zusätze, also den Geschmack von Curry und Cashew in der Schokolade. Ich danke dir auch für die Mühe, das Ganze wieder mal so detailliert aufzuschlüsseln. DIe sieht auch richtig gut und lecker aus und ich probier sie bestimmt auch mal, jedoch geht es bei mir eher um den Preis der gekauften Reismilchschoki und dass man mit den Veganern schon wieder ganz schönes Schindluder treibt und sie versucht auszunehmen, wo es nur geht. Ich dachte da jedoch eher du hättest ein Rezept für Reismilchschokolade zum selbstmachen bzw. echte Erfahrungen damit und hatte gehofft hier darüber mehr zu erfahren. Ein bisschen schade, aber auch nicht schlimm. Es ist nur so, dass mein Freund gerade seine Diplomarbeit schreibt und hier Unmengen von Schoki verdrückt, Energie für die geistige Arbeit und so. Naja und da wird es immer teuer und vor allem mit viel Müll. Schwierige Lage, schätz ich mal. Muss ich mal bei Chefkoch schauen, wie du sagst. Danke trotzdem für die guten Tipps und mach dir keinen Kopf, dass meine Freude jetzt etwas gebremst ist.

    LG

    Nini

    • Mausflaus 15. Februar 2012 um 17:28 #

      @Nini
      gibt doch auch günstige vegane schokolade, zb ritter sport marzipan, boehme erdbeer, minze, zitrone oder alpia zartbitter. gibts alles im supermarkt

      • Nini 15. Februar 2012 um 17:32 #

        Ja, stimmt. aber auch leider wenig plastikfrei :(. da is man in dem dilemma.

    • stepheph 15. Februar 2012 um 23:17 #

      Na, ich wollte sowieso mal ausprobieren, Reismilchschokolade selber zu machen… ich habe auch vor einiger Zeit ein Mandelmilchpulver gekauft, und dachte das könnte man auch kombinieren. Ich hol das nach 😉 Nur leider kann ich gerade keine Prognose machen, wann 🙂

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