Snackbox 2 – Nüsse und Co. (+Eindrücke vom Freiburger Münstermarkt)

29 Jan

So toll Fruchtmus und Trockenfrüchte auch sind, den Hunger stillen sie auf Dauer nicht. Und das nur mit Crackern zu tun, auch wenn sie aus Vollkornmehl sind, würde wohl auf die Dauer zu einer fatalen Fehlernährung führen. Der Abwechslung wegen deshalb noch ein paar weitere Vorschläge für plastikfreie Snacks, diesmal lauter Dinge, die ich auf dem Freiburger Münstermarkt entdeckt habe:

  1. Nüsse

Natürlich wusste ich schon vorher, dass Nüsse eine ziemlich gute Zwischenmahlzeit abgeben, nicht umsonst sind sie ja der Hauptbestandteil von Studentenfutter. Bisher allerdings habe ich mir außer zum Backen nie welche gekauft, weil sie a) recht teuer sind, verglichen mit anderen Lebensmitteln, und b) immerimmerimmer in Plastiktüten oder -dosen abgepackt zu sein schienen. Aber meine Einsicht, dass ich mehr auf die Ausgewogenheit meiner Ernährung achten sollte, wirkt immer noch nach und hat wohl den Ausschlag gegeben, mich doch endlich nach einer plastikfreien Nussquelle umzusehen. Auf dem Markt, der jeden Tag (außer Sonntag, nehme ich an) auf dem Freiburger Münsterplatz stattfindet, wurde ich dann auch ziemlich schnell fündig:

Nüsse, die lose angeboten werden, sodass ich mir aussuchen konnte, wie viel ich möchte! Und die außerdem noch von einer freundlichen Verkäuferin angeboten wurden, die sie mir bereitwillig in meine eigenen Behälter (die LunchBots-Boxen, die ich von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen hatte) abgefüllt hat! Perfekt. Walnüsse hatte ich noch zuhause, aber ich habe die Gelegenheit genutzt, um mich mit Paranüssen und Haselnüssen auszustatten. Alle drei Nussarten finden jetzt quasi täglich ihren Weg auf meinen Speiseplan, denn sie enthalten alle irgendwelche gesundheitsförderlichen Dinge:

Walnüsse schienen mir nach einem Blick in die Nährwerttabelle zuerst die perfekte Vitamin-C-Quelle zu sein, dort ist nämlich ein Gehalt von 2600 mg pro 100g angegeben. Der Tagesbedarf beträgt laut der selben Tabelle nur 100mg, also wäre es ein leichtes gewesen, ihn über Walnüsse zu decken. Der Wert schien mir dann allerdings doch ziemlich hoch, und die Daten auf verschiedenen Websites rangieren auch wirklich nur zwischen 2 und 3 mg pro 100g. Schade, offenbar ein Druckfehler. Dafür enthalten sie Omega-3-Fettsäuren und ziemlich viel Kalium, Magnesium, Phosphor, Zink und Vitamin B6. (Ich werde hier nicht die genauen Werte alle angeben, weil ich, offen gestanden, keine Lust habe, sie alle abzuschreiben. Aber in der oben verlinkten Tabelle ist alles zu finden. Außerdem habe ich mich willkürlich entschlossen, hier die Dinge aufzuführen, von denen jeweils mindestens 1/4 der empfolenen Tagesmenge abgedeckt ist, sollte man 100g der Nüsse zu sich nehmen.)

Paranüsse enthalten sogar noch mehr Kalium, Magnesium, Phosphor und Zink, dazu Vitamine E. Da auch hier die Vitamin C-Zahl falsch zu sein scheint, könnte ich mir vorstellen, dass der Fehler in der Tabelle darin liegt, dass anstatt „Vitamin C in Mikrogramm“ versehentlich „Milligramm“ angegeben wurde.

Haselnüsse erfüllen meine (wie gesagt, aus dem Bauch heraus gewählten) Kriterien für Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

Das heißt natürlich werder, dass es damit immer gelingt, den Tagesbedarf zu decken (wer isst schon 400 g Paranüsse am Tag? So viel habe ich nicht mal auf einmal gekauft), aber zumindest ist mal ein Teil des Bedarfs abgedeckt, wenn ich täglich ein paar Nüsse vor mich hinknurpse.
An dieser Stelle sei übrigens zum Thema Eisen bemerkt: der Tagesbedarf liegt (ich berufe mich immer noch auf die selbe Nährwerttabelle) bei 15 mg pro Tag, und als ich neulich einmal ausgerechnet habe, wie viel ich in etwa von den verschiedenen Stoffen zu mir nehme, lag ich leider deutlich darunter. Eine Strategie, die ich seitdem dagegen fahre, ist, mein Müsli mit ein paar Leinsamen aufzupeppen: die haben pro 100g 8,2 mg davon, im Vergleich also recht viel.

Aber back to topic: An dem Stand, an dem ich die Nüsse gekauft habe, gab es auch jede Menge Trockenobst, hier ein kleiner Eindruck davon:

2. Energiekugeln

Noch eine Entdeckung vom Freiburger Markt. Bisher habe ich die Kugeln zwar nicht probiert, aber ich kann mir vorstellen, das sie sehr lecker sind – es gibt sie in den verschiedensten Varianten, bestehend aus unterschiedlichen Mischverhältnissen von Nüssen und Trockenfrüchten. Was mir etwas unpraktisch vorkommt, ist die Portionierung, ich finde einzelne Nüsse praktischer, weil ich dann besser dosieren kann, wie viel ich esse (wer lässt schon eine halb gegessene Kugel liegen?). Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen:

Das wars vorerst mit Snackvorschlägen (obwohl ich noch Rohkost vorschlagen könnte, was ich aber selbst eher selten einpacke). Zum Abschluss also noch ein paar Dinge, die ich noch auf dem Markt entdeckt habe:

Gewürze und Tee – wenn ich das nächste Mal etwas in der Richtung brauche, muss ich hier vorbei schauen! Sie haben sogar Hibiskustee – aber ich glaube ja, dass ich mir den in Ägypten kaufe, wenn ich Gelegenheit habe.
Allerlei Schönes aus Olivenholz – leider relativ teuer.

Besen und Bürsten aller Arten – sogar plastikfreie Klobürsten!

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6 Antworten to “Snackbox 2 – Nüsse und Co. (+Eindrücke vom Freiburger Münstermarkt)”

  1. V 29. Januar 2012 um 03:39 #

    Das einzige was mir dazu in den Sinn kommt „Freiburg halt“. Da findet sich ja so ziemlich vieles (haette fast ‚alles‘ geschrieben;-)

    Wobei ich vom Waschbaer teilweise enttaeuscht bin, da oekologisch korrekte Produkte in Plastik verpackt sind.

    • repek 29. Januar 2012 um 16:44 #

      Ja, Waschbär ist leider nicht immer so toll wie sein Image. Das Fortschrittlichste, was denen z.B. zur Lebensmittelaufbewahrung einfällt, sind „BPA-freie“ Plastikdosen. Und was die Mode angeht… das ist ja ganz nett, aber für jüngere Semester gibt die Kollektion nicht wirklich was her. Schade.

  2. Stella 29. Januar 2012 um 12:31 #

    Wow. Was für ein toller Markt. Jetzt bin ich neidisch, dass wir sowas nicht in der Nähe haben…

    Nussbäume wachsen manchmal übrigens auch unbeachtet am Straßenrand. Ich habe diesen Herbst eine riesengroße Menge Haselnüsse von der Straße aufgesammelt.
    Eine Karte mit freien Obst- und Nussbäumen gibt es unter http://mundraub.org/

  3. Jane 31. Januar 2012 um 10:02 #

    Niht zu vergessen, dass Paranüsse die einzig wirklich gute pflanzliche Quelle für Selen sind!

  4. stepheph 2. Februar 2012 um 01:18 #

    Ich bin auch ganz neidisch auf deinen Markt in Freiburg o.O
    Ich muss unbedingt dahin! Der Teee….!

    • stepheph 2. Februar 2012 um 01:25 #

      Übrigens wunderschöne Photos!

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