Lichtblick für Käsejunkies? – Selbstgemachter Hefe“käse“

14 Jan

Einer der häufigsten Sätze, die ich seit meiner verstärkten Suche nach veganen Seiten im Internet gelesen habe, lautet: „Ich möchte gern VeganerIn werden, aber ich kann einfach nicht auf Käse verzichten.“

Und als jemand, die früher Samstags das Käsemobil auf dem Wochenmarkt belagert und wahre Mengen dessen verzehrt hat, was PingPong in „Jim Knopf“ so charmant als „verschimmelte Milch“ bezeichnet, kann ich diese Absolut verstehen. Einer der schwersten Abende in den vergangenen Ferien war der, an dem ich mit meiner halben Verwandtschaft um einen reich gedeckten Raclette-Tisch herumsaß und mit aller Kraft versuchen musste, die einladenden Käseplatten vor meiner Nase zu ignorieren.

Darum war ich auch alles andere als begeistert, als mein Vater irgendwann vorschlug, doch Lasagne zu machen. Wie man eine helle Einbrenne ohne Milch herstellt, und dass die eine Bechamel-Sauce sehr gut ersetzen kann, wusste ich ja – Gemüsebrühe tut es genauso als Flüssigkeitskomponente. Aber was sollte ich mit dem Käse anfangen? Wieder einmal war das Internet meine Rettung, da fand sich dann doch relativ schnell ein Rezept für Hefe“schmelzkäse“, das ich ausprobiert und auf Anhieb für gut befunden habe. Grundzutaten sind Mehl, Fett (Margarine, die ich allerdings durch Bratfett ersetzt habe) und Hefe. Eine käseartige Konsistenz bekommt man natürlich zuhause nicht hin, vielmehr ergibt sich eine relativ dickflüssige Mischung, die dann einfach über die Lasagne, den Auflauf, etc. gegossen und beim Backen noch etwas dunkler gebräunt wird. Schmeckt nicht GENAU wie Käse, aber meiner Ansicht nach genauso gut.

Leider habe ich kein Bild gemacht, aber ich beabsichtige sowieso, das Rezept noch öfter auszuprobieren, eventuell wird dann also noch mal ein Beitrag fällig. Bei all den Einsatzmöglichkeiten für Hefe, die ich mir in den letzen Wochen erschlossen habe, stellte sich mir allerdings eine Frage: Muss ich wirklich immer diese Mini-Würfelchen Frischhefe bzw. die noch kleineren Päckchen Trockenhefe kaufen? Die Antwort ist nein: beim Hobbybäcker-Versand habe ich Trockenhefe im 500g-Pack entdeckt, die ich mir demnächst mal bestellen möchte. Anhand des Bildes lässt sich nicht ausmachen, ob die Verpackung aus Papier oder Plastik ist, aber selbst, wenn es letzteres sein sollte, schätze ich, dass mir die Menge so lange reicht, dass ich damit trotzdem einiges an Verpackung einspare.

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5 Antworten to “Lichtblick für Käsejunkies? – Selbstgemachter Hefe“käse“”

  1. stepheph 15. Januar 2012 um 15:54 #

    Kannst du das Rezept dazu auch einstellen? Ich habe es auch mal versucht und bin kläglich gescheitert…

    • repek 15. Januar 2012 um 20:06 #

      Ich habe es doch verlinkt… einfach „klick“ auf das rot unterlegte „Rezept“.

  2. Lisa 17. Januar 2012 um 07:18 #

    Hallo!

    Ich les euren Blog seit kurzem und finde ihn sehr interessant.
    Bezüglich deines Rezeptes: ich mache Hefeschmelz immer nach dem Rezept bei Rezeptefuchs (kommt, wenn man es googlet). Ich nehme dabei Hefeflocken aus dem Bioladen. Sehr lecker! Vielleicht wäre das auch eine Variante für dich.

    Grüße
    Lisa

  3. Manuela 22. Januar 2012 um 11:21 #

    Hi!

    Also dass du richtige Hefe benutzt, finde ich sehr interessant. Ich kannte das bisher auch nur mit diesen (Edel-)Hefeflocken. Das Rezept finde ich sehr lecker. Die gibt es im Reformhaus oder auch im Drogeriemarkt.
    Hat jemand Erfahrungen, was das für Geschmack und Konsistenz bedeutet? So ein Beutel Hefe ist sicherlich günstiger als die Hefeflocken.

    Liebe Grüße,
    Manuela

    • repek 22. Januar 2012 um 12:28 #

      Zum Vergleich kann ich leider nichts sagen. Backhefe war für mich einfach naheliegend, weil es 1. so im Rezept stand und ich 2. nie wirklich etwas mit Hefeflocken zu tun hatte, weshalb ich zwar wusste, dass es das gibt, aber einfach nicht daran gedacht habe. Würde einem wahrscheinlich das lästige „Abtöten“ ersparen. Ich bin auf jeden Fall neugierig, das auch mal auszuprobieren!

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