Hautpflege ohne Chemie

23 Okt

Der Herbst ist da, es wird kalt, und so sehr ich diese Jahreszeit einerseits liebe (heißer Tee, bunte Blätter, Esskastanien, Geburtstag!), es gibt ein paar Dinge, auf die könnte ich getrost verzichten. Eines davon sind eingefrorene Zehen – ein anderes sind die Schuppen, die mein Gesicht bildet, wenn es sich der Kälte ausgesetzt sieht (und ich vermute, der Wechsel zur heizungswarmen Luft drinnen macht die Sache nur noch schlimmer). Jetzt allerdings irgendwelche Cremes aus dem Schrank zu holen, ist allerdings nicht so meins – teuer! Chemiebelastet! In Plastik verpackt!
Überhaupt stehen die Welt der Hautpflege und ich irgendwie auf Kriegsfuß miteinander, denn auch Gesichtswässer, Peelings, Masken und ähnliche Kostbarkeiten finden eher selten den Weg in mein Zuhause.

Das heißt nun aber nicht, dass ich gerne mit Pickeln und trockener Haut durch die Gegend laufe, und so habe ich in den letzten Jahren und Monaten ein paar Hausmittelchen ausfindig gemacht, die gegen solche Unannehmlichkeiten mit Leichtigkeit ankommen. Ich gebe zu, man sieht es mir nicht immer an – aber das liegt eher an meiner Faulheit als daran, dass die Mittel nicht wirken.

Pickelpolizei 1 – Salzwasser gegen rote Punkte!

Besonders ungern gesehener Gast in meinem (wie wahrscheinlich in jedem) Gesicht sind natürlich Pickel. Bis vor ein paar Monaten habe ich dagegen mit erfolg die Honigkur eingesetzt, die im Folgenden noch beschrieben werden soll, aber jetzt zuerst zu einer noch wesentlich einfacheren Methode, die ich mehr oder weniger durch Zufall entdeckt habe. Zu Ostern habe ich dieses Jahr von meiner Mutter ein Glas Salzkristalle geschenkt bekommen, das dazu gedacht ist, Salzlösung gegen alle möglichen Wehwehchen anzusetzen. Nun ist das Glas zwar sehr schön, und auch die Kristalle darin sind sehr hübsch anzusehen, aber was soll ich damit? Ich erinnere mich schon nicht mehr so genau, gegen was das Wasser gut sein sollte – jedenfalls war es nichts, bei dem ich gedacht hätte: Ja! Dagegen habe ich schon immer mal ein Mittel gebraucht!

Trotzdem habe ich eben, zuhause angekommen, die Salzlake einmal angesetzt und ein paar Tage später versuchsweise auf ein paar Pickel aufgetragen – mit erstaunlich promptem Ergebnis. Sicher, über Nacht waren sie nicht gerade weg, aber es ging doch sehr schnell. Inzwischen weiß ich auch, dass das selbe bei Aphten klappt – noch nützlicher für mich, denn diese Bläschen im Mund plagen mich öfter mal.

Ich glaube allerdings, dass die Lösung so stark sein sollte, dass sich nicht noch mehr Salz im Wasser löst, und dazu sind meine Kristalle nun sehr praktisch: Sie werden einfach mit Wasser übergossen und nach einer gewissen Zeit werden sie nicht mehr kleiner, weil das Wasser so viel Salz aufgenommen hat, wie es eben kann. Wahrscheinlich funktioniert die Anti-Pickel-Kur auch mit normalem Kochsalz – allerdings könnte ich mir denken, dass es schwierig wird, dabei festzustellen, wann genug Salz im Wasser gelöst ist. Mein Vorschlag wäre, ein dicht abschließendes Glas zu besorgen, darin eine Menge Salz zu deponieren (in welcher Form auch immer dieses Salz sich befinden mag) und dann ebenfalls mit Wasser aufzugießen – also nicht erst Wasser zu nehmen und dann jede Menge Salz reinzurühren.

Pickelpolizei 2 – Die Honig-Hafer-Zimt-Maske

Ich gebe zu – teilweise bin ich ein solcher Fan dieser Maske, weil sie so lecker schmeckt und sich während des Einwirkens von den Lippen und um den Mund herum abschlecken lässt.
Man nehme:

Einen Teelöffel Honig
ca. einen halben Teelöffel Haferflocken (optional)
etwas Zimt (optional)

Alles zusammen in ein kleines Gefäß füllen und erwärmen (auf die Heizung stellen, in die Teetasse hängen, über den heißen Kochtopf halten…), bis der Honig geschmolzen ist und sich eine beinahe flüssige Masse bildet. Verrühren und entweder sofort auftragen oder etwas warten, bis die Konsistenz wieder fester wird, und dann auf dem Gesicht verreiben.

Wie man sieht ist der Honig der eigentliche Hauptbestandteil der Maske. Ich habe inzwischen auch festgestellt dass sie ihre hautpflegenden Eigenschaften (Pickelentfernung, beruhigung trockener/gereizter Stellen) auch entfaltet, wenn sie nur aus Honig besteht – das wäre also die superschnelle Variante. Dem Hafer werden ebenfalls hautpflegende Eigenschaften zugeschrieben (hauptsächlich Beruhigung von Hautreizungen und, man höre und staune, Minderung von Falten – mit Letzterem habe ich allerdings noch nicht zu kämpfen), weshalb ich ihn ab und zu gern mit hineingebe. Zimt war eher ein spontaner Einfall von mir, ich konnte bisher nicht ausmachen, ob er irgendwelche Wirkungen hat – außer vielleicht einem milden Peeling-Effekt beim Einreiben und natürlich dem Leckerschmeckereffekt beim Ablecken!

Sugar and Spice – Folge 2: Einfaches Peeling aus Öl und Zucker oder Salz

Angelehnt an Stephies Beitrag über „Sugarwaxing“, hier ein zweiter Tip, wie sich Zucker zur Hautpflege einsetzen lässt: Etwas Öl vermischt mit Zucker oder Salz ergibt ein einfaches und wirkungsvolles (aber gleichzeitig schonendes) Peeling, das ich immer einsetze, wenn ich den Eindruck habe, dass mein Gesicht mal wieder eine Generalüberholung nötig hat, sprich eine Lage abgestoßener Haut loswerden sollte. Praktisch dabei: In der Dose, in der ich es aufbewahre, setzt sich der Zuckerteil des Peelings unten ab, sodass ich an normalen Tagen einfach meine Finger ins Öl tauchen kann, um mein Gesicht ein bisschen damit einzureiben – eine schnelle und wirkungsvolle „Therapie“ gegen trockene Haut, und schließlich müssen ja nicht immer Hautschuppen beseitigt werden, für die es der Kristalle bedürfte.

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Eine Antwort to “Hautpflege ohne Chemie”

  1. stepheph 24. Oktober 2011 um 10:12 #

    Vergisst du nicht unsere tolle Oliven-Bienenwachs Hautcreme? 😀
    https://mueckeblog.wordpress.com/tag/creme-selber-machen/

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