Gemüsebrühe selbst gemacht: Resteverwertung für Anfänger

17 Okt

Was macht man mit Zwiebelschalen, wenn man gerade keine Ostereier zu färben hat?
Und mit den abgeschnittenen Enden von Möhre, Zuccino und Co, wenn man sie nicht ohne Umschweife auf den Müll werfen will?

Eigene Gemüsebrühe kochen!

 

 

Nun muss ich zugeben, ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob diese Vorgehensweise wirklich irgendetwas einspart, sei es nun Energie oder finanzielle Ausgaben, aber sie ist zumindest ein interessanter Ansatz. Im Grunde setzt sie nur voraus, dass man häufig genug Gemüse zubereitet, um zügig ein großes Schraubglas (ursprünglicher Inhalt mindestens 500g) oder noch mehr zu füllen. Schalen, Endstücke usw. werden nämlich lediglich aufbewahrt, in einen Topf gegeben und mit (idealerweise im Wasserkocher erhitztem) Wasser übergossen. Wasserkocher sind in der Regel energieeffizienter, als das Wasser direkt auf dem Herd zu erhitzen, ich wende diese Methode daher auch immer an, wenn ich Nudeln koche oder aus anderen Gründen Wasser fürs Kochen brauche. Für die angegebene Menge Gemüse nehme ich etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser.

Das Ganze muss jetzt noch so lange köcheln, bis das Wasser den Geschmack des Gemüses angenommen hat, danach werden alle Gemüsereste wieder entfernt und die Brühe entweder sofort weiterverkocht oder in Gläser gefüllt und (nach dem Abkühlen) eingefroren.
Bislang ist es mir noch nicht gelungen, eine wirklich intensiv schmeckende Brühe herzustellen – wahrscheinlich ist die Menge des Wassers zu groß bzw. die des Gemüses zu klein. Aber ich werde weiter experimentieren – bewährt hat sich jedenfalls, auch die Schalen von Ingwer und Zitrone aufzuheben und dem Mix hinzuzufügen.
Zitronenschalen verwende ich dabei allerdings eher in kleinerer Menge, der Rest wird noch vor dem Auspressen der Zitrone abgeschält, getrocknet und zum Backen aufbewahrt:

 

 

Eine Weile lang habe ich mir überlegt, ob die zusätzliche Energie, die zum Auskochen der Gemüseschnipsel verbraucht wird, nicht an sich schon jede Einsparung, die man durch diese Brühe erzielen könnte, wieder wett macht. Und um ehrlich zu sein, ich habe darauf natürlich immer noch keine Antwort. Andererseits wird wohl in der Herstellung, Verpackung und im Transport von kommerzieller Instant-Brühe ebenfalls Energie verbraucht, und das nicht zu knapp. Dass die Bilanz also allzu negativ ausfällt, kann ich mir nicht vorstellen, immerhin benutze ich Zutaten, die ohnehin im Haus gewesen wären, also nicht noch einmal mit einberechnet werden müssen. Oder begehe ich da grade einen groben Denkfehler?

Nun, so oder so bewegt sich der Energieverbrauch hier wahrscheinlich in so (vergleichsweise) winzigen Dimensionen, dass von „grob“ kaum die Rede sein kann.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: