Essig für den Durchblick: Fensterputzen!

30 Aug

Besuche bei der Familie: Das bedeutet, ich genießen den Luxus, meine Kleider nicht selbst waschen zu müssen und immer einen vollen Kühlschrank vorzufinden, verbringe gesellige Abende statt einsamer Stunden vor dem PC und höre die unvermeidliche Bitte, die Fenster in „meinem“ Zimmer zu putzen.

Problem für jemanden, der gern plastikfrei leben würde und ohnehin schon viel zu viele Zugeständnisse macht: Putzmittel, auch Fensterputzmittel, wird meist in Plastikflaschen verkauft. Zugegeben, würde ich immer nur bei meinen Eltern Fenster putzen, dann würde ich wahrscheinlich einknicken und für die paar Male doch das herkömmliche Putzmittel verwenden. Aber da ich ja auch in meiner eigenen Wohnung ein paar Fensterscheiben habe, waren Fensterputzmittel für mich ohnehin schon ein Thema und die Bitte meiner Mutter nur eine nette Erinnerung daran, dass ich darüber auch mal einen Eintrag verfassen könnte.

Nachdem ich beim ersten Fensterputz-Marathon in meiner neuen Wohnung alles Mögliche (Wasser, Wasser und Essig, Wasser und Natron, Wasser und Seite) durchprobiert habe, haben sich eigentlich nur die beiden ersten Alternativen bewährt. Die dafür gründlich! Vielleicht habe ich eine euphemistische Sicht auf die Dinge oder hatte besonders kooperative Fenster, aber eigentlich hatte ich das Gefühl, nachdem ich den Dreh erst mal raus hatte, wurden meine Scheiben zufriedenstellend sauber.

Die Mischung (oder auch das reine Wasser) wird mit einem Putzlappen (vorzugsweise alte T-Shirts 😉 einfach aufs Glas aufgetragen und dann wieder abgewischt. Wer sich einen Gefallen tun will, hört (im Unterschied zu mir) gleich auf den verschiedentlich angepriesenen Trick, Zeitungspapier zum Nachwischen zu benutzen. Damit spart man sich den Ärger, auf der frisch gewaschenen Glasscheibe Fussel vorzufinden oder mit Microfasertüchern (Kunststoff!) nachhelfen zu müssen. Zeitungspapier saugt die Feuchtigkeit ebenso gut auf wie Stoff, poliert aber dazu noch ein wenig und – man ahnt es schon – hinterlässt keine Flusen.

 

Zum Schluss noch ein kleiner Bonus-Tip, auf den ich während der Internetsuche nach Essig als Putzmittel gestoßen bin: Wer Probleme mit kalkigem Wasser hat, das auf der Wäsche einen Grauschleier hinterlässt, kann diese angeblich lösen, indem er ein bisschen Essig ins Waschwasser gibt. Der löst wohl den Kalk und macht die Wäsche damit wieder „bunter“.

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Eine Antwort to “Essig für den Durchblick: Fensterputzen!”

  1. Finn 2. September 2011 um 19:06 #

    Ich habe im Studium als professioneller Glasreiniger gearbeitet, dort haben wir auf einen Eimer Wasser, mit dem wir in der Regel ein ganze Objekt (wir putzten hautpsächlich die Fenster von Ladengeschäften, also große Schaufensterfronten, da kann schon einiges zusammenkommen) einen Spritzer Geschirrspülmittel oder auch Neutralseife – fertig.
    Die Glasflächen werden mit einer Art länglichen Wischmob am Stil (Alu und Baumwollbezug) nass greinigt und mit einem Gummiabzieher trocken gemacht. Für die Ränder zum Fensterrahmen wird ein gutes Fensterleder benutzt, dass nur in kalten, klaren Wasser gründlich ausgewaschen wird und dann gut ausgwrungen wird. Ein wenig Technik ist – vorallem mit dem Abzieher – schon nötig, das ist aber schnell zu lernen.
    Für ich ist das die sparsamste, gründlichste und schnellste Art, Glasflächen zu reinigen. Einfach mal bei Gelegenheit einen Profi-Glasreiniger zukucken – lohnt sich! 🙂

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