Schon wieder das Dilemma mit dem plastikfreien Einkaufen – ein erster Lösungsansatz

27 Mai

Bulk Bins habe ich zwar in Freiburg immer noch keine ausfindig gemacht. Aber immerhin einen Weg gefunden, wie sich zumindest das, was es bereits lose gibt (vor allem Obst und Gemüse) ohne zusätzlichen Verpackungsmüll einkaufen lässt!
Zur Erinnerung, ein kleiner Rückblick, was wir (Stephie und ich) schon alles versucht haben…

– Ganz lose einkaufen. Das macht zwar in vielen Fällen Sinn, aber versucht mal, ein Kilo Äpfel unverpackt zu wiegen und dann an der Kasse vorzuzeigen. Macht nicht wirklich Spaß.

– Die im Laden angebotenen Plastiktüten zwar nutzen, aber zuhause ausleeren und beim nächsten Einkauf wiederverwenden. Auch nicht so super – erstens schaffe ich persönlich es meist nicht, sie wieder unfallfrei aufzubekommen, wenn sie einmal verknotet waren, und zweitens gehen die Dinger auch sonst recht schnell kaputt. Sind eben eigentlich keine Mehrwegbeutel.

– Stofftaschen verwenden. Das funktioniert zwar, aber a) muss jede Tasche an der Kasse geöffnet werden, damit der/die Kassierer/in sehen kann, ob auch wirklich der richtige Preis draufklebt, und b) zahle ich dabei immer das Gewicht einer vergleichsweise schweren Tasche mit – es seidenn, ich packe an der Waage alles noch mal aus und wiege mein Obst ohne Tasche. Womit wir wieder beim Problem des ersten Lösungsansatzes wären.

– Einkaufsnetze selbst häkeln oder knüpfen. Ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand von Stephies Versuchen aussieht, aber ich habe das mit dem Häkeln so gut wie aufgegeben. Durch Rumprobieren ein taugliches Muster zu finden, ist für einen blutigen Anfänger wie mich ziemlich schwer.

An diesem Punkt war ich also angekommen, als ich während der Osterferien bei meinen Eltern zuhause einen ganzen Stapel leerer Kartoffelsäckchen entdeckte, die meine Mutter aus irgendeinem Grund gesammelt und aufgehoben hatte… obwohl sie mir auf meine Frage hin erklärte, dass sie sie nicht wirklich für irgendwas benutzte. A-HA! Die Idee war ziemlich schnell geboren, und meine Mutter war auch gern bereit, mir ihren Vorrat mitzugeben – den ich inzwischen auf Stephie und mich aufgeteilt habe und den ich persönlich nun nutze, um Äpfel, Zwiebeln, Kartoffeln, und was sonst noch so an losem Pflanzenzeug anfällt, einzukaufen. Das funktioniert nicht nur wunderbar (obwohl die Säckchen immer noch ETWAS schwerer sind als die „normalen“ Plastiksäckchen), sondern hat mir auch schon öfter erstaunt-wohlwollende Blicke und Nachfragen eingetragen – vielleicht lässt sich ja tatsächlich jemand inspirieren, es mir gleichzutun. 🙂

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5 Antworten to “Schon wieder das Dilemma mit dem plastikfreien Einkaufen – ein erster Lösungsansatz”

  1. jessen 22. September 2011 um 06:57 #

    Ich kann mich noch daran erinnern das es damals noch Stoff Einkaufsbeutel gab, das war zumindest bis Ende der 90er Jahre so.

    Ich persönlich mag die plastik Tüten nicht. Von langer Lebenszeit sind sie ebenfalls nicht. Mein Stoffbeutel hält bis Heute und das sind immerhin schon 16 Jahre. Mit dem Beutel war und gehe ich immer noch regelmäßig einkaufen.

    Die Idee Einkaufsbeutel aus alten Kartoffelnetzen zu basteln ist super!
    Habt ihr es auch schon mal getestet?

    lg
    jessen

    • repek 22. September 2011 um 21:01 #

      Da gibt es eigentlich nicht viel zu basteln… ich benutze die Beutel genau so, wie sie sind, bei quasi jedem Einkauf.

  2. Larissa 13. Januar 2012 um 12:31 #

    Ich nutze die bei größeren Obst- oder Gemüsemengen anfallenden Plastikbeutel immer ein paar mal zum Einkaufen bevor sie dann als Restmüllbeutel enden. Zum mehrmaligen Verschließen benutze ich so einen, zwar auch aus Platsik bestehenden, Frischhalteklip, der wohl ursprünglich aus irgendeinem Gefrierbeutelset stammte.

    • repek 13. Januar 2012 um 13:33 #

      Das ist eine Idee, die ich auch mal bedacht habe… aber 1. bin ich, offen gestanden, zu ungeduldig, um diese flatterigen Dinger möglichst lange intakt zu halten, und zweitens fallen damit immer noch Plastikbeutel an, die sich streng genommen vermeiden lassen. Ich kenne das Argument, dass man solche Sachen dann ja auch als Müllbeutel benutzen kann – aber da mein Ziel eigentlich ja ist, kaum bis gar keinen Restmüll zu produzieren, und ich außerdem finde, dass es sinnlos ist, Müll in noch mehr Müll einzupacken (anstatt ihn einfach direkt in die Tonne zu tun), ist das für mich keine Option. Ich muss allerdings auch zugeben, dass die Idee „Mülleimer ohne Einlage verwenden“ bei meinen Vermietern nicht gut ankam… im Moment nutze ich also eine aus früheren Tagen übriggebliebene Plastiktüte, die ich über der Mülltonne einfach immer nur entleere, anstatt sie mit wegzuwerfen.

  3. Karen 5. Juli 2013 um 17:05 #

    Für den Einkauf von losem Obst und Gemüse im Supermarkt benutze ich eine flache, selbstgenähte Stofftasche, eher eine flache Schale aus festem Stoff. Ich wiege das Obst lose, also ohne die Tasche und an der Kasse sieht die Kassiererin, was drin ist. Da das Ganze zwei Henkel hat, kann ich es später bequem in den Einkaufskorb oder ins Auto heben.

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