Bio Bienenwachs Hand- und Fuß-Creme in 10 Minuten

21 Apr

Es geht wirklich schnell, die Handcreme meiner ersten Wahl herzustellen. Normalerweise wird Rebecca angebettelt, dass sie mir davon ein Glas macht und mitbringt, aber jetzt habe ich es mal selber versucht.

Mein letztes Glas Bienenwachshandcreme ist schon länger leer und so habe ich jetzt länger Melkfett benutzt, die Creme die ich davor immer benutzt habe.

Ausweich-Cremen

Melkfett enthält meistens Paraffin (bzw. Vaseline), das ein Erdölnebenprodukt ist:

In hohen Dosen liegt es [Paraffin] wie ein Film auf der Haut, verschließt sie und beeinträchtigt die Hautatmung. Erdölprodukte sind billiger und einfacher zu verarbeiten als hochwertige Naturöle und – Wachse. Aus: www.ökonews.de – Allerdings geht es in diesem Artikel eher um Pflegeprodukte für Neurodermitiker.

Aber überhaupt der Grund warum ich immer gute Creme brauche, ist dass ich extrem trockene Füße habe, und Risse in der Zehgegend immer für mich höchst unangenehm und das größte Übel sind. Kurz, Hasssss! Ich MUSS mir deswegen jede Nacht die Füße einreiben.

Aber wehe, ich tue es nicht an einem Tag (ich vergesse die Creme oft Zuhause wenn ich unterwegs bin) – Risse sind sozusagen vorprogrammiert.

Mit der Bienenwachs + Olivenöl Creme von Rebecca, halte ich es dann noch einen zusätzlichen Tag ohne Risse aus und wenn ich sie regelmäßig benutze, ist die Haut auch fortwährend schön geschmeidig und nicht am Abend komplett ausgetrocknet.

Diese selbstgemachten Creme – den Begriff, finde ich allerdings etwas unpassend für die Konsistenz – muss man gut verreiben und die festeren Stückchen mit den Händen ein wenig wärmen, damit sie gut flüssig und verreibbar sind. Das ist eigentlich der einzige mögliche Störfaktor.

Man kann zwar Cremes sehr aufwendig selber machen mit verschiedenen (natürlichen) Zutaten und Thermometern und Zusätzen, aber mir reicht  Bio-Bienenwachs mit Olivenöl – Rebecca hat mal Kräuter für den Duft rein, aber ich mag es lieber ohne.

Heute habe ich dann mein kleinen Bio-Bienenwachsbeutel aus einem Naturkosmetikladen in Augsburg gekauft habe – leider teuer und sehr wenig – eben mit Olivenöl in einem Topf zusammengeschmolzen und in Gläser geschüttet:

Das Bienenwachs und das Öl

Das Olivenöl mit dem aufgelösten Bienenwachs. Ja, ich weiss, es sieht nicht anders aus 🙂

Frisch eingefüllt

Jetzt ist die Mischung schon sehr fest. Ich war ganz froh, dass sich das Wachs und das Öl nicht getrennt haben.

Ich kann leider mit keinem „Rezept“ aufwarten- hab leider pi-mal-daumen mit den zwei Zutaten rumgepanscht.  Rebecca muss zweifelsohne den Artikel um ihr Rezept noch ergänzen 😉

Aber, inzwischen fragt ihr euch wahrscheinlich – Biobienenwachs? Wo soll da der Unterschied zu herkömmlichen Wachs sein?

(Quelle: http://www.bio-biene.com/4.html)

Da alle Bienen Milben – Varoamilben haben, müssen Imker etwas dagegen tuen. Dieses machen sie auch schon seit vielen Jahren mit chemisch synthetischen Mittel in der konventionellen Imkerei. Da diese Mittel sich aber im Wachs anreichern, sind in allen „normalen“ Mittelwänden Spuren dieser Mittel/Akredizide nachweisbar. Selbst wenn alle Imker sofort auf diese Gifte verzichten würden, sie wären noch über Jahre im Wachs der Mittelwände nachweisbar, da man sie nicht aus dem Wachs entfernen – höchstens verdünnen kann.
Doch mit der Verunreinigung des Wachses nicht genug. Wenn die Waben später von den Bienen mit Honig gefüllt werden, dann bleiben diese chemisch synthetischen Mittel nicht im Wachs gebunden, nein ,sie diffundieren (wandern) vom Ort der höheren Konzentration zum Ort der geringeren Konzentration – dem Honig und dort reichern sie sich dann auch an.  Da hilft es auch nichts, wenn Imker darauf verweisen dass sie die Völker erst nach der Honigernte mit dem Mittel bearbeiten – auch dann verseuchen sie das Wachs und darüber später den Honig.
Ausschließen lassen sich diese Verunreinigungen nur, wenn man an Stelle des konventionellen Bienenwachses, Mittelwände aus Bio-Wachs einsetzt und die Holzrahmen in die diese Mittelwände kommen, noch nie verunreinigt wurden.

Jedenfalls will ich nicht, das irgendwelche Pestizide in meine Haut einziehen. Aber wirklich Biobienenwachs zu beschaffen (das nicht in Waben gepresst ist). Ist leider un-einfach, schwer.

Das bisher Geeignetste, dass ich hierfür gefunden habe war diese Seite: http://www.dragonspice.de/

Sie verkauft u.a. alle möglichen Rohstoffe für Kosmetikherstellung und ist Bio-Zertifiziert.

ABER mir ist aufgefallen, dass bei der Bio-Zertifizierung der Seite es sich nicht so anhört, als ob neben Früchte, Gewürze, Kräuter, SaatenTee, Naturkostprodukte auch das Bienenwachs als „Bio“ zertifiziert wäre. Immerhin steht bei den Bienenwachsprodukten der Seite, dass sie „pharmazeuthische Qualität“ und „rückstandkontrolliert“ sind (anstatt rückstandsfrei).

Aber immerhin kann man bei Dragonspice mehr als mein Mini-Plastiksäckchen „Bio-“ Bienenwachs kaufen.

Und ich kann DEN hier…

Schmeckt’s?

… ganz bedenkenlos weiter seine Lieblingsbeschäftigung nachgehen lassen: Meine Füße abschlecken. Bienenwachs und Olivenöl werden ihm nicht schaden 🙂

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4 Antworten to “Bio Bienenwachs Hand- und Fuß-Creme in 10 Minuten”

  1. repek 22. April 2011 um 16:40 #

    Uh… an ein Rezept kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich denke, ich habe die Zutaten etwa halbe-halbe vermischt… aber vermutlich würde die Creme weicher werden und vielleicht auch leichter einziehen, wenn man mehr Öl als Wachs nimmt.

    Was hast du für Bedenken in Bezug auf Wachs, das in Wabenform vorliegt? Ich habe einmal leere Waben eingeschmolzen… ein paar Rückstände musste ich rausfiltern, aber ansonsten war das kein Problem.

    • stepheph 22. April 2011 um 16:43 #

      Woher kommt Bienenwachs, wenn nicht aus Waben? Ich verstehe deine Frage nicht so ganz. Es geht ja darum, dass Pestizide die die Imker gegen Bienenschädlinge benutzen, sich in den Waben anreichern.

      Ja, also meine Creme ist immer ziemlich hart… wollte ich eigentlich noch dazuschreiben. Ich kratze immer mit der Rückseite meines Nagels ein wenig weg und massiere es dann in die Haut ein.

  2. repek 24. April 2011 um 23:04 #

    „Aber wirklich Biobienenwachs zu beschaffen (das nicht in Waben gepresst ist). Ist leider un-einfach. Sprich, schwer.“
    Das meinte ich.

  3. Stepheph 25. April 2011 um 20:22 #

    Achsoo. Ja, damit meinte ich, dass ich einige Anbieter gefunden habe die Biobienenwachswaben eben für Imkerbedarf verkauft haben, das Biobienenwachs in Blöcken oder ähnliches aber nicht.

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