2-Minuten-Projekt: Deo selber machen

19 Apr

Nicht vorenthalten wollen wir euch weitere Rezepte auf leben-ohne-plastik (Deocreme u.a.) und auf PJ’s Blog Grüne Klammer (Deo mit Wodka)

***

Mit bestimmten Bestandteilen des täglichen Lebens führe ich eine äußerst komplizierte Beziehung – oder gar keine. Vor allem gehört dazu so ziemlich alles, was anscheinend zum kulturellen Wissensschatz der Frau in einer Industrienation gehört – ich erinnere mich an das ungläubige Gesicht, das ich gemacht haben muss, als mir jemand von Thermoleggins erzählte. 😉

Wenn man mich nach meiner Meinung fragen würde über diejenigen Körperpflege- und Kosmetikprodukte, die eine durchschnittliche Deutsche in meinem Alter jeden Tag verwendet, würde ich die meisten davon vermutlich – mit Glück – grade mal beim Namen kennen.

Aber manche Produkte aus dem Bereich Körperpflege und Kosmetik möchte ich natürlich doch nicht ganz entbehren. Und wo ich feststelle, dass die normalerweise angebotenen Produkte mich aus irgendeinem Grund nicht ganz zufriedenstellen – sei es, weil sie jede Menge Verpackungsmüll verursachen, zum Teil zweifelhafte Inhaltsstoffe haben oder einfach nur schweineteuer sind – suche ich nach Alternativen.

Beispielsweise beim Stichwort Deo: Ich habe jahrelang „normale“ Sprühdeos verwendet, bis ich das erste Mal im Internet auf eine Möglichkeit stieß, Deo selber zu machen.

Das erste Rezept, dass ich ausprobiert – und eine ganze Weile lang gerne benutzt – habe, besteht gerade mal aus zwei (oder auf Wunsch drei) Komponenten, die ich meistens ohnehin im Haus habe:

Natron und Speisestärke gemischt etwa im Verhältnis 1:1, nach Wunsch ein paar Tropfen ätherisches Öl, um dem ganzen etwas Duft zu verleihen.

Diese Mischung wird mit einem Schminkpad, Rougepinsel oder ähnlichem aufgetragen.

Manche Leute schwören auch darauf, das Natron pur zu verwenden, mir allerdings war das zu stark, es fing irgendwann an, meine Haut zu reizen. Bei dieser Mischung habe ich das Problem nicht.

Was mich allerdings gestört hat, war die Tatsache, dass es unter Umständen etwas schwierig war, eine Menge aufzutragen, die zwar ausreichte, um Gerüche zu unterbinden, aber noch nicht so groß, dass das Puder wieder abbröselt. Dazu kommt natürlich, dass – je nach Farbe der Kleidung – weißes Pulver unter den Achseln nicht unbedingt erwünscht ist.

Und dass das Mischverhältnis der beiden Inhaltsstoffe richtig kalkuliert sein sollte, damit man nicht doch unangenehm riechende Überraschungen erlebt oder sich durch zu viel Natron gerötete Hautstellen einfängt.

Nachdem ich zum Geburtstag eines geschenkt bekommen hatte, habe ich es zwischendurch wieder eine Weile lang mit der Sprühvariante versucht – aber ganz ehrlich? Ich musste jeden Tag nach Luft schnappen, weil ich das Gefühl habe, mir die Atemwege einzunebeln.

Das Deo, das ich im Moment benutze, umgeht die Probleme beider von mir zuvor erprobter Varianten und folgt einer Rezeptur, die vielleicht noch einfacher ist als mein erstes „Do It Yourself“-Deo:

Etwas Natron in Wasser auflösen (leider habe ich nicht auf das Mischverhältnis geachtet), in eine Sprühflasche füllen, wie ein „normales“ Sprühdeo verwenden.

Ich habe es auch mal mit Auflösen in Tee versucht, in der Hoffnung, die Mischung so etwas zu beduften, aber dieser Duft ist zwar bei der Mischung durchaus noch vorhanden, nach dem Auftragen allerdings schnell verflogen. Als nächstes werde ich es wohl doch wieder mit ätherischen Ölen probieren.

Die Sprühflasche, die ich benutze, ist zugegebenermaßen aus Plastik, etwas, das ich heute nicht mehr so ohne weiteres kaufen würde – aber ich wette, es gibt Flaschen, die ohnehin anfallen und sich für diesen Zweck wiederverwerten ließen.

Advertisements

6 Antworten to “2-Minuten-Projekt: Deo selber machen”

  1. stepheph 21. April 2011 um 20:52 #

    Gibt’s nicht auch Alternative mit Salzsteinen? Und beim Waschbaerversand habe ich einen „Bodystick“ mit einer Edelstahllegierung gesehen, die in Verbindung mit Wasser Gerüche neutralisiert.

    Mir ist aber Natron als Deo etwas suspekt, wegen der Hautreizung… beim Haare-waschen ist es ja nur kurz auf der Haut, aber als Deo dann so lange…

  2. repek 21. April 2011 um 23:03 #

    Wie gesagt – in purer Form hatte ich das Problem mit Natron auch. Verdünnt oder vermischt aber habe ich das Problem nicht mehr.

  3. Petra Huber 9. November 2013 um 11:51 #

    Hallo! Ich nehme für mein Deo 2 Teile Sheabutter 1 Teil Natron und einen Teil Zinkoxyd und mische noch ein paar Tropfen äth. Öl dazu (Salbei und Muskatelersalbei) ev. ein paar Tropfen Jojobaöl – damit es leichter zum Schmieren geht 🙂

    • repek 11. November 2013 um 13:35 #

      Hallo Petra!
      Danke für das Rezept – was hat es denn mit dem Zinkoxyd auf sich? Und woher bekommt man sowas? Dito, was das Natron angeht – hast du zufälltg eine gute Quelle, wo man es ohne Plastikverpackung und in etwas größeren Mengen als den kleinen Backzutaten-Beutelchen herbekommt?

Trackbacks/Pingbacks

  1. Neues Deo, aber kein Plastik | mueckeblog - 25. November 2014

    […] selber machen? Rebeccas Zwei-Minuten Rezept findet ihr hier, und PJ von der grünen Klammer weiß auch ein tolles Rezept, sowie auf dem Blog […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: