Nein, danke, ich brauche keinen Katalog für Säuglingsausstattung

8 Apr

Vielleicht bin ich ja die Einzige, der es so geht.

Höchstwahrscheinlich geht es aber auch noch anderen Leuten so: Mir flattern seit einiger Zeit immer mehr Werbesendungen und Kataloge ins Haus, die ich weder je bestellt habe noch in absehbarer Zeit nützlich finden werde.

Genau genommen flattern diese Dinge meinen Eltern ins Haus – an meiner neuen Adresse bin ich bisher von Werbung verschont geblieben, es seidenn, man zählt das nette Schreiben, das ich kurz vor der Wahl von der SPD bekommen habe – und ich finde dann, wenn ich mal wieder zuhause bin, einen Stapel ungewolltes, aber an mich adressiertes Papier vor.

Darüber habe ich mich über das Kontaktformular eines der Versandhäuser, die mich mit ihren Sonderangeboten beglücken wollten, beschwert – und siehe da, ich habe sogar eine faire Antwort bekommen.

Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, eine unverbindliche Antwort nach dem Motto „wir möchten unsere potentiellen Kunden bestmöglich informieren“ zu erhalten. Stattdessen hat man mich darüber informiert, was ich tun muss, um solche ungebetenen Werbesendungen in Zukunft zu vermeiden: Der Deutsche Dialogmarketingverband (DVV) führt eine sogenannte Robinsonliste, auf der man sich nur einzutragen braucht, dann bekommt man zumindest von Anbietern, bei denen man bisher noch nie bestellt hat, keine Post mehr. Das geht auch, wenn man nur bestimmte Branchen herausgreifen will, von denen man nicht mehr kontaktiert werden möchte.

So spezifisch auswählen kann man unter www.robinsonliste.de nicht – dort geht es, so die Erklärung auf der Seite, auch eher darum, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Verbrauchern, die keine Werbung möchten, diese freiwillig zu ersparen. Es steckt also noch etwas mehr „Eigenaufwand“ des Absenders dahinter.

Der Dienst lässt sich auch für Telefon, Fax und e-Mail nutzen – wobei ich es für fragwürdig halte, ob die üblichen Verdächtigen für den Versand von Spam e-Mails sich dafür interessieren, ob sich ihr Opfer in die Robinsonliste eingetragen hat. 😉

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3 Antworten to “Nein, danke, ich brauche keinen Katalog für Säuglingsausstattung”

  1. Stepheph 10. April 2011 um 11:21 #

    Ein „Keine Werbung“ Schild funktioniert bei mir auch ganz gut 😉

    Aber es geht ja darum dass weniger produziert wird von Anfang an…

  2. repek 10. April 2011 um 16:47 #

    Außerdem hilft das „keine Werbung“-Schild in der Regel zwar ganz gut gegen unadressierte Werbung, aber nicht gegen solche, auf der dein Name steht.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Schmutzige Geheimnisse: Meine Plastic-Challenge-Auswertung « mueckeblog - 4. Mai 2011

    […] Fenster diverser Briefumschläge, hauptsächlich aus Werbesendungen (wie sich die minimieren lassen, dazu siehe mein Beitrag über die Robinsonliste) […]

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